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Problemzone Bauch kaschieren

Der Bauch ist wohl die verbreitetste Problemzone überhaupt. Nahezu jede Frau hat ein mehr oder weniger ausgeprägtes Bäuchlein. Doch mit dem unzufriedenen Zupfen vor dem Spiegel ist jetzt Schluss. Denn oft liegt das Problem gar nicht in unserer Körpermitte, sondern am unvorteilhaften Styling. Wir zeigen Ihnen, welche Schnitte, Farben und Kombinationen Ihren Bauch kaschieren und einfach flacher schummeln. Und Sie werden sehen: Auf einmal ist der Bauch kein Problem mehr.

Fashion-Stylistin Carola Nahnsen im PETER HAHN Magazin
Fashion-Stylistin Carola Nahnsen
(Foto: Julia Löhning)
9 von 10 Frauen möchten ihren Bauch kaschieren – Sie sind also nicht alleine.

Perfekte Kleidungsstücke und Schnitte für Frauen mit Bäuchlein

  • Lockere Oberteile, die Ihre Mitte sanft umspielen, sind viel schmeichelnder als enge Oberteile, die den Blick eher noch zusätzlich auf den Bauch lenken.
  • Lange Oberteile, die bis über die Hüfte reichen, strecken Ihre Figur und lassen Sie optisch größer – und damit schlanker wirken. Der Blick Ihres Gegenübers wird nämlich automatisch vom Saum Ihres Oberteils angezogen. Endet dieses genau am Bauch, haben Sie die Aufmerksamkeit genau da, wo Sie sie eigentlich nicht haben möchten. Eine Ausnahme besteht, wenn Hose und Oberteil die gleiche Farbe haben.
  • Kleider in A-Linie sind oben enger und werden nach unten hin lockerer. Ihr Körper wird somit an vorteilhaften Stellen betont und an unvorteilhafteren Stellen sanft umspielt.
  • High-Waist-Hosen und -Röcke „verpacken“ Ihre Problemzone geschickt hinter ihrem hohen Bund. Gleichzeitig lenken sie den Blick Ihres Gegenübers gekonnt auf die schmalste Stelle Ihres Körpers: Ihre Taille. Und Sie wirken gleich viel schlanker.
  • Kleidungsstücke mit Drapierungen und Wickeleffekten sorgen dafür, dass der Blick abgelenkt wird.

Vorteilhafte Stoffe bei Bauchansatz

  • Fließende Stoffe umspielen Ihre Silhouette geschickt und zaubern Wölbungen und Bauchansätze nahezu weg.
  • Matte Materialien tragen im Gegensatz zu glänzenden Materialien nicht auf.

Ideale Farben und Prints für die Problemzone Bauch

  • Den Trick mit den dunklen Farben kennt wohl jeder. Allerdings lassen uns Nuancen wie Schwarz und Marine tatsächlich schlanker wirken. Schuld ist ein physikalisches Phänomen: Dunkle Farben absorbieren das Licht. Dadurch wirken dunkle Flächen kleiner als helle. Auch am Bauch! Auf Farbe verzichten müssen Sie natürlich trotzdem nicht. Sie kann Ihnen sogar einen weiteren Vorteil verschaffen. Setzen Sie farbige Akzente einfach an den Stellen ein, auf die Sie den Blick Ihres Gegenübers lenken wollen. Zum Beispiel im Schulterbereich, am Dekolleté oder auf Hosen und Röcken.
  • Musterprints sind echte Geheimtipps, wenn es darum geht, den Bauch schlanker zu schummeln. Modische All-over-Prints, Blumendrucke oder Statement-Prints sind so aufregend, dass sie das Auge verwirren und Ihre Proportionen harmonisch ausgleichen. Bei Musterprints gilt: Je kräftiger Ihre Figur, desto größer sollte das Muster sein, das Ihre Problemzone verdeckt. Noch raffinierter ist ein Mustermix (Blumenmuster mit Streifen o. Ä.), bei dem Sie verschiedene Muster innerhalb eines Outfits kombinieren.
  • Längsstreifen sind ebenfalls ein altbekannter Trick. Sie betonen Ihre horizontale Körperlinie und strecken Ihren Oberkörper somit optisch. Ihr Bauch wirkt somit sofort schmaler und flacher.
Problemzone Bauch kaschieren: Mit diesen Stylingtricks klappts
Bluse von DAY.LIKE, Art.-Nr. 700600.

Kaschierende Stylingideen für einen flachen Bauch

  • Monochrom Chic: Wählen Sie Oberteil und Hose im gleichen Farbton. Der monotone Look liegt nicht nur total im Trend, er ist auch sehr figurschmeichelnd. Der Übergang von Oberteil zu Hose verläuft ganz dezent, sodass der Blick nicht direkt vom Saum des Oberteils angezogen wird. Außerdem streckt der All-over-Look optisch zusätzlich.
  • Layering: Ebenfalls groß im Trend sind Outfits, die aus mehreren, unterschiedlich langen Kleidungsstücken bestehen, die also „gelayert“ werden. Dabei blitzt zum Beispiel eine lange Bluse unter einem Pullover hervor oder eine Strickjacke wird lässig über dem T-Shirt getragen. Das sogenannte „Zwiebel-Prinzip“ ist nicht nur besonders praktisch in den Übergangsjahreszeiten, sondern auch sehr stilvoll und figurschmeichelnd. Trotzdem sollten Sie auch hierbei nicht zu kurze Oberteile wählen.

Proportionen-Ausgleich beim Bäuchlein

Der Bauch liegt in der Mitte Ihres Körpers. Optisch schlanker wirken Sie, wenn Sie Ihre gesamte Silhouette optisch strecken. Dies gelingt einfach mit längs gestreifter Kleidung, aber auch – sogar noch effektiver – durch die Betonung Ihrer vertikalen Körperlinie. Bauen Sie senkrechte Linien in Ihr Outfit ein. Zum Beispiel mit

  • V-Ausschnitten
  • mittigen Knopfleisten oder Reißverschlüssen sowie
  • offen getragenen (Strick-)Jacken, Blazern oder Westen.
Fashion-Stylistin Carola Nahnsen im PETER HAHN Magazin
Fashion-Stylistin Carola Nahnsen
(Foto: Julia Löhning)
Der beste Bauchschmeichler ist für mich eine gutsitzende Jeans mit hoher Leibhöhe, sodass die Körpermitte schön verpackt ist. Bei Kleidern, die enger anliegen, empfehle ich auf jeden Fall die passende Shapewear.

Dont’s bei der Problemzone Bauch

  • Hüfthosen schneiden in Hüft- und Bauchpölsterchen ein und erzeugen eine wenig schmeichelhafte Wölbungen. Dieser sogenannte „Muffin-Effekt“ ist aber nicht nur unschön, sondern auch äußerst unbequem.
  • Glänzende Farben wirken zwar glamourös und edel, allerdings sorgt die Spiegelung dafür, dass diese Stoffe eher noch auftragen und Wölbungen sofort sichtbar sind. Nicht so elegant …
  • Dicker Strick ist im Winter besonders kuschelig und verlockend, leider trägt er auch ganz schön auf. Wenn Sie es gern warm und flauschig haben wollen, sind fein gestrickte Kaschmirpullover oder längere Strickjacken eine feine Alternative.
  • Eigentlich möchte man ja so wenig wie möglich auftragen, wenn „sowieso schon genug da ist“ und greift dann zu enganliegendem Stretch. Dabei betont enganliegende Kleidung Ihre Problemzone zusätzlich und meistens ungünstig. Es gilt: nicht zu eng und auch nicht zu weit. Ein lockeres Oberteil mit umspielender und dennoch taillierter Schnittführung ist immer optimal – und steht Ihnen auch hervorragend, wenn Sie Ihren Bauch gar nicht verstecken wollen.

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6 comments

  1. Ein Problem, das vermutlich nicht nur ich habe:
    Meine Figur ist ein „O“, in der Mitte ist der Umfang also am größten. Eine „echte“ Taille habe ich nicht.
    Ich trage normalerweise längere A-Linien-Oberteile und Hosen, die entweder am Oberschenkel oder unten eng anliegen (Bootcut, Straight, Slim oder auch Mom-Jeans = Karottenform). Am liebsten sind mir Casual-Styles mit Jeans, T-Shirts, Sweatshirts, Tuniken, Longblusen.

    Jetzt gib es die lässigen Hosen mit hoher Taille, die von oben bis unten weit geschnitten sind. Parallel auch lange, gerade oder ausgestellte Röcke. Super bequem. Aber – Was kann man dazu denn anziehen?
    Lange, weite Oberteile wirken sehr „wuchtig“ und wallkürenartig zu weiten Hosen/Röcken; das geht nur im Mono-Look und mit fließenden Stoffen.
    Kurze Oberteile enden genau auf der breitesten Partie und zaubern eine Ballon-Silhouette.
    Taillierte Oberteile gehen gar nicht, weil sie mindestens eine Nummer zu eng sind um die Leibesmitte oder eine Nummer zu groß für den Rest.
    Gibts dazu noch Ideen?

    1. Liebe Ira,

      Sie scheinen sich doch schon bestens auszukennen und Bescheid zu wissen, was Ihnen gut steht und worin Sie sich eher unwohl fühlen.

      Bei den derzeit angesagten weiten Hosen und Röcken steht Ihnen eine ganze Bandbreite an Styling-Möglichkeiten offen:
      Probieren Sie mal ein weites T-Shirt, das sie nur mit einem Zipfel seitlich in den Bund von Rock oder Hose stecken. Der sogenannte „French Tuck“ verleiht jedem Look einen modischen Twist und verleiht Ihrem Outfit „Struktur“, auch wenn Sie zwei weite Teile miteinander kombinieren.
      Wenn Sie das T-Shirt komplett in den Bund stecken und eine weitere, offene Bluse darüber tragen, vermeiden Sie, dass der Look „zu eng“ wirkt. Zugleich entsteht durch die offene Bluse eine vertikale Linie, die Ihren Oberkörper optisch streckt und schmaler wirken lässt.
      Wickeloberteile eignen sich prima, wenn Sie mal etwas figurnahes probieren wollen und sehen besonders in Kombination mit einer weiten Jeans super aus.

      Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren!

      Beste Grüße
      Ihr PETER HAHN Team

  2. Hallo,
    tolle Tips, besten Dank. High-Waist passt natürlich besser und kneift nicht so. Slim fit Jeans mit hohem Bund habe ich genug im Schrank. Sieht bei meinen schlanken Beinen auch gut aus. Was aber wenn man nicht nur enge Jeans tragen möchte. Bundfaltenhosen würden wahrscheinlich eher auftragen. Welche Hosenform würde da besser passen?

    1. Liebe Iris,

      wenn Sie Abwechslung zu Ihren engen Jeans möchten, haben Sie eine ganze Bandbreite an Hosen mit weitem Bein zur Verfügung. Sie können zum Beispiel locker geschnittene sogenannte „Mom“-Jeans ausprobieren oder aber auf Stoffhosen im Marlene-Stil gehen. Diese weiten Hosen sind nicht nur unfassbar bequem, sondern können auch super vielseitig kombiniert werden: Sportlich mit T-Shirt und Sneaker, elegant mit Bluse und Pumps… Probieren Sie doch mal eine Marlenehose an.
      Und zum Thema Bundfalte: Sie sollte im Normalfall nicht auftragen, sondern streckt das Bein optisch sogar durch die vertikale Linie. Achten Sie darauf, dass das Material nicht zu steif ist, sodass der Stoff Ihre Beine sanft umspielen kann. Dann dürfte nichts schief gehen 🙂

      Viel Freude beim Ausprobieren und Shoppen wünscht
      Ihr PETER HAHN Redaktionsteam

  3. Sehr gute Idee. Vielen Dank und vor allem die Fotos haben mich sehr inspiriert

    1. Liebe Astrid, vielen Dank für Ihr liebes Feedback :). Über Nachrichten wie diese freuen wir uns immer sehr :). Liebe Grüße, Ihr PETER HAHN Redaktionsteam.