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Abenteurer und modischer Allrounder: Was die Jeans zu meinem liebsten Kleidungsstück macht.

Susanne Ackstaller alias Texterella über Jeans in großen Größen

(Foto: Susanne, IG: @textelle und Martina, IG: @stillsparkling_50plus)

Als ich dreizehn wurde, war mein größter Geburtstagswunsch … eine Jeans. Ja, ich wollte eine Jeans haben, so wie meine Freundinnen sie trugen. Allerdings war ich ein bisschen molliger als viele andere Mädchen in meinem Alter geraten. Nein, nicht dick – aber doch zu pummelig für die meisten Jeanshosen, die es damals gab. Zumal sie zu dieser Zeit aus purem Denim gefertigt wurden, ohne das Elastan, das die Teile heute so bequem und geschmeidig macht.

Versuche meiner Oma, die Schneiderin war, ein entsprechendes Modell für ihre Enkelin nach einem Burda-Moden-Schnittmuster zu nähen, gerieten – man kann es sich denken – zum Debakel. Ich wollte eine Levi’s haben, wie alle! Oder wenigstens eine Mustang! Was ich bekam, war – so meine damalige Sicht! – eine Peinlichkeit. Nein, das würde ich garantiert nicht tragen.

Texterella Jeans-Moods
Jeans von BASLER, Art.-Nr. 652917,
Bluse von EMILIA LAY, Art.-Nr. 737737,
Jeansjacke von DORIS STREICH, Art.-Nr. 160948,
Sneakers von BASLER BY WALDLÄUFER, Art.-Nr. 322977.
(Fotos l.o. & r.u.: Susanne, IG: @textelle und Martina, IG: @stillsparkling_50plus,
Foto r.o.: Alvarez / E+ / GettyImagesPlus, Foto l.u.: Golero / iStock / GettyImagesPlus).

Das ist nun mehr als vier Jahrzehnte her und eine Jeans zu tragen, ist für mich heute so selbstverständlich wie Zähneputzen und Händewaschen. Nichts, was große Begehrlichkeiten auslöst! Im Gegenteil: Es ist wohl das Kleidungsstück, das ich am häufigsten anziehe – weil Jeans bequem und praktisch sind, und flexibel. Zur Gartenarbeit kann man sie ebenso tragen wie ins Büro oder Theater, sie passen zum lässigen T-Shirt, aber auch zu Seidenbluse und Blazer.

Jeans, das ist Rock’n Roll, modische Demokratie und Abenteuer, sie ist ein Allrounder vom Kindergarten bis ins hohe Alter. Selbst in größeren Größen kann man mittlerweile – lang genug hat’s gedauert! – gut sitzende, bequeme und zugleich trendige Jeans finden, was über viele Jahre schier ein Ding der Unmöglichkeit war.

Texterellas Jeans Look
Jeans von BASLER, Art.-Nr. 652917,
Bluse von EMILIA LAY, Art.-Nr. 737737,
Jeansjacke von DORIS STREICH, Art.-Nr. 160948,
Sneakers von BASLER BY WALDLÄUFER, Art.-Nr. 322977.
(Foto: Susanne, IG: @textelle und Martina, IG: @stillsparkling_50plus)

Was gibt’s zu beachten?

  • Das Material: Mit oder ohne Elastan? Geschmackssache! Die einen bevorzugen klassischen und strapazierfähigen Denim aus reiner Baumwolle, andere mögen’s lieber bequem (und lassen die Schenkelinnenseiten dafür regelmäßig ausbessern). Aber Achtung, Jeans mit Stretch-Anteil müssen beim Kauf sehr knackig sitzen, sonst hängen sie nach einer Weile herunter wie ein Kartoffelsack.
  • Der Schnitt: Ob Skinny oder Flared, klassischer Bootcut oder lässige Mom-Jeans (die frühere „Karotte“) – erlaubt ist, was Ihnen gefällt und besonders gut passt. Nur eines: Wählen Sie Schnitt, Größe und Material Ihrer Jeans so, dass sich über dem Taillenbund keine Speckröllchen bilden. (Klingt selbstverständlich? Ist es aber nicht!)
  • Die Farbe: Jeans müssen immer blau sein? Von wegen! Denim gibt es in allen Regenbogenfarben, und diese wirken auf dem lässigen Material besonders kraftvoll und intensiv. Oberteile aus andersfarbigen Jeansstoff, sei es Hemd oder Jacke, lassen sich wiederum ganz wunderbar zur klassischen Bluejeans kombinieren.
  • Die Umwelt: So sehr wir Jeans lieben – in Sachen Umwelt haben sie nicht den besten Ruf. Zurecht, leider! Daher ist es besonders wichtig, bei Herstellern und Marken genau hinzuschauen, auf entsprechende Siegel zu achten und bei vertrauenswürdigen Händlern einzukaufen (etwa bei Peter Hahn).

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Susanne Ackstaller im PETER HAHN Magazin
Foto: Susanne, IG @textelle und Martina Klein, IG @stillsparkling_50plus)

Susanne Ackstaller alias Texterella
ist Autorin, Texterin, Kolumnistin und seit 2009 die Bloggerin hinter texterella.de. Viele Jahre ihres Lebens hat sie damit verbracht, mit ihrer Figur zu hadern, und damit, dass sie nicht in sogenannte „Normalgrößen“ passte, weil sie dafür zu dick war. Geändert hat sich ihre Haltung erst, als ihr klar wurde, wie viel wertvolle Lebenszeit sie dem Thema Figur widmete und wie oft sie deswegen unzufrieden war – anstatt ihr Leben zu genießen. Im PETER HAHN Magazin erzählt sie, wie sie lernte, ihren Körper zu akzeptieren und sich samt ihrer Pfunde zu lieben. Tipps zum Thema Styling in großen Größen gibt es natürlich auch.