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Der Weg zum Glück ist einfach! Öfter loben

Simone Jacob spricht über das Loben und warum wir es oft nicht richtig machen

(Foto: Simone, IG @simone_i_jacob)

Ich sage es gleich! Alles wäre einfacher, wenn uns öfter ein ehrliches Lob, ein Wort der Anerkennung über die Lippen käme. Die Frage ist, warum vorenthalten wir unserem Gegenüber diese köstliche Frucht so gerne? Ich habe diese fünf Gründe gefunden:

Fünf Gründe die uns am Loben hindern

1 Macht! Nicht zu loben, kann einem das Gefühl von Macht über den anderen geben. Das verweigerte Lob ist ein starkes Werkzeug, um Menschen mit wenig Selbstbewusstsein in einer emotionalen Abhängigkeit zu halten. Man lässt sie praktisch, um ein Lob bettelnd, am ausgestreckten Arm verhungern. Dieses Drama ist ein beliebtes Motiv in Hollywoodfilmen: Wer erinnert sich an „Endstation Sehnsucht“ mit dem armen James Dean, der erfolglos um die Anerkennung seines Vaters ringt und daran zerbricht?

2 Unsicherheit! Wer sich seiner selbst nicht sicher ist, kann auch seine Mitmenschen nicht anerkennen und loben. Er muss mit Lob geizen, denn die Gefahr ist zu groß, dass der Gelobte womöglich selbstbewusster und stärker wird als er selbst. Nur wer in sich gefestigt und gut verankert ist, kann großzügig sein und andere loben.

3 Egozentriertheit! Leider kreisen unsere Gedanken allzu oft um unser eigenes Ego. Wir alle sind immer wieder kleine und große Egoisten. Wir fragen: „Was kann die Welt für uns tun?“ anstatt „Was kann ich für die Welt bzw. meine Mitmenschen tun?“. Ein Lob, egal wie groß oder klein, wäre ein Anfang! Loben heißt: Weg vom Ego. Loben heißt: SEHEN! Und zwar den ANDEREN, nicht nur mich! Wer den anderen wirklich sieht und erkennt, kann ihn auch anerkennen.

4 Überforderung! Oft steckt kein böser Wille hinter einer Loblosigkeit, sondern schlicht die Überforderung im täglichen Hamsterrad. 1.000 Dinge müssen erledigt und organisiert werden. Das Loben steht dabei nicht auf unserer Prioritätenliste.

5 Nie gelernt! Das Traurige ist, wer in seiner Kindheit selbst nicht gelobt wurde, kann es später vermutlich auch nicht. Und so wird der Geiz mit guten Worten von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Einer der Lieblingssprüche unserer Eltern war: „Was mich nicht umgebracht hat, wird Dich auch nicht umbringen!“. Härte gegen sich und andere war das Lebensmotto.

Ein Lob erfordert Größe

Tatsächlich braucht es Innere Größe und Gelassenheit um zu loben. Nur wenn ich mit mir zufrieden bin und mich nicht ständig mit anderen vergleiche oder konkurriere, kann ich ich die Stärken, Leistungen und Taten anderer anerkennen.

Leider stehen oft nur die Schwächen und nicht die Stärken im Fokus. Das fängt schon in der Schule an. Es wird mehr kritisiert als gelobt. Die STÄRKEN, die wirklich JEDER Mensch hat, bleiben unbeachtet.

Es gibt ein wunderbares YouTube-Video der bereits verstorbenen, legendären, deutschen Motivations-Trainerin und Schulsystemkritikerin Vera F. Birkenbihl, in dem sie erzählt wie sie zu der geworden ist, die sie ist. Birkenbihl war ein extrem aufgewecktes Kind, deren ständiges Geschwätz aber alle nervte. In der Folge versuchte sie deshalb ein liebes Kind zu sein und redete kaum noch. Einem guten Freund der Familie fiel dies auf. Er gab ihr zu bedenken, dass sie durch ihr Schweigen ihre größte Stärke aufgab, das Reden. Er riet ihr, sie solle lieber ihre Stärke nutzen und perfektionieren. Genau das tat Birkenbihl und wurde so zu einer großartigen Persönlichkeits-Trainerin und Gründerin des „Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten“. Sie brachte anderen u.a. bei, wie man durch Reden überzeugt. Und das obwohl Birkenbihl durch das übliche Schulraster fiel. Sie hat nie einen Schulabschluss gemacht. Mit dem richtigen Mind-Set ist der Mensch für mich dann nicht halbleer, sondern halbvoll. 😉

Die Stärken des anderen anzuerkennen, bringt einen Benefit für BEIDE Seiten.

Der mit Lob gefütterte strahlt satt in den Tag hinein und ist durch das eigene Wohlgefühl möglicherweise in der Lage von seinem Glück an andere weiter zu geben. Der Lobende dagegen wird mit einem glücklichen Lächeln belohnt und erhält eine kleine, kostenlose Seelenmassage. Schenken kann glücklicher machen als empfangen. Und zudem ist der Gelobte nun hoch motiviert, dem Lobenden ebenfalls etwas zurück zu geben. Loben erzeugt Glücksgefühle. Also dann los! Schenken Sie einfach öfter ein bisschen Anerkennung…

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Simone Jacob im PETER HAHN Magazin
(Foto: Simone, IG @simone_i_jacob)

Simone Jacob
ist Autorin, Regisseurin, Weltreisende, Mutter, Bildhauerin, Model und noch vieles, vieles mehr. Sie hat sich in ihrem Leben mehrfach neu erfunden und ist damit eine Art Lifestyle-Künstlerin. In ihrer exklusiven Kolumne für das PETER HAHN Magazin möchte sie Frauen dazu inspirieren, das Leben zu nehmen, wie es kommt, dabei stets positiv zu denken und auch dem Thema Alter und Altern entspannt entgegen zu sehen. Dabei hat sie jede Menge Tipps und Tricks für die perfekte innere Ruhe und Ausgeglichenheit im Gepäck.