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Hautpflege im Sommer

Hautpflege im Sommer

Anja, @schminktante | Foto: @huesch.co

Endlich Sommer! Jedes Jahr sehnen wir die heißen Tage herbei, an denen der Himmel blau ist und die Sonne vom Himmel brennt. Wir freuen uns über die lauen Sommernächte, an denen es gefühlt ewig dauert bis es richtig dunkel ist und wir auch um Mitternacht noch leicht bekleidet unterwegs sein dürfen.

Aber was ist mit der Hautpflege? Braucht unsere Haut im Sommer etwas anderes als im Winter? Und wenn ja, was?

Inhaltsverzeichnis:

Tatsächlich gibt es für die Haut zwei Jahreszeiten: die Warme und die Kalte. Und mit diesen beiden Jahreszeiten wechseln die Bedürfnisse nach Hautpflege. Das hat die Eine oder Andere unter Ihnen vielleicht auch schon einmal bemerkt.

In der wärmeren Jahreszeit kommen wir gefühlt mit viel weniger Pflege aus. Denn der Feuchtigkeitsgrad in der Luft ist deutlich höher als im Winter. Die Temperaturunterschiede zwischen Drinnen und Draußen viel geringer und die Heizung, die der Haut mit ihrer zusätzlich trockenen Luft zusetzt, bleibt an den meisten Sommertagen auch aus. Dafür setzen ihr Klimaanlagen, erhöhte UV-Strahlung oder auch das Chlorwasser in Freibädern zu. Damit unsere Haut schön und ebenmäßig strahlt braucht sie die richtige Portion an Fürsorge.

Anja Frankenhäuser in Sommerlaune
Anja, @schminktante | Foto: @huesch.co

Tipps für schöne und gepflegte Sommerhaut

Im Sommer benötigt Ihre Haut viel weniger fettreiche Pflege. Setzen Sie deshalb vermehrt auf Feuchtigkeit spendende Produkte!

Reinigung: Wenn es warm wird, schwitzt die Haut. Sie verliert Wasser und der Hauttalg legt sich als feiner Film auf der Hautoberfläche ab. Wichtig ist jetzt einmal mehr eine gründliche und milde Reinigung. Feuchtigkeitsspendende Reinigungsprodukte, milde Schäume oder Gels die Schmutz und Talg entfernen und gleich eine gute Portion Feuchtigkeit an die Haut zurückgeben sollten im Sommer essentieller Bestandteil der Hautpflege am Morgen und am Abend sein. So beugen Sie Unreinheiten und Pickeln vor und präparieren Ihre Haut für die nächsten Pflegeschritte.

Peeling: Die Peelingroutine und damit die Abtragung abgestorbener Hautzellen sollte auch im Sommer nicht zu kurz kommen. Kleines Achtung: manche Haut reagiert empfindlich auf säurehaltige Peelings in hoher Konzentration (ab 10%). Bei sehr empfindlicher Haut ggf. einfach die Dosierung verringern (es gibt Produkte, die schon während der Reinigung mit 2% ganz mild peelen aber auch Seren mit 6% als Overnight-Peeling), auf ein milderes Produkt zurückgreifen (manchmal tut es auch schon das Mikrofasertuch bei der Reinigung) bzw. die Abstände zwischen den einzelnen Peelings deutlich verlängern.

Masken: Das Thema Gesichtsmaske kommt in den meisten Badezimmern in der Hautpflege viel zu kurz. Dabei sind Masken gerade nach langen Tagen in der Sonne ein wahrer Segen für die Haut. Denn sie beruhigen und geben ganz intensiv ihre Pflegestoffe ab. Im Sommer lieber auf die Feuchtigkeitsspendenden Varianten setzen, die viel Aloe Vera, Hyaluron und Vitamin E abgeben.

Seren: Sie sind die perfekten Booster in der täglichen Hautpflegeroutine. Weil sie Wirkstoffe etwas tiefer in die Haut bringen, dort ein kleines Wirkdepot aufbauen und die Haut schon glatt und versorgt zurücklassen, bevor der nächste Step an die Reihe kommt. Hyaluron heißt hier ein ganz großes Zauberwort. Es bindet das Vielfache an Wasser in der Haut und ist damit ein unübertroffener Feuchtigkeitsspender. Die Kombination mit Vitaminen, reinen Ölen und Anti Aging Wirkstoffen machen jedes Serum zum unverzichtbaren Produkt unter jeder Pflege.

Gesichtscreme: Setzen Sie auch dort bitte verstärkt am Tag auf leichtere Texturen. In Kombination mit einem Serum reicht der Haut im Sommer eine Textur, die weniger Fett enthält oftmals völlig aus. Die pflegenden Lipide können Sie Ihrer Haut dann gern am Abend gönnen, so dass sie über Nacht entspannen und regenerieren kann.

Sonnenschutz: Kein Sommer ohne Sonnenschutz! Wussten Sie, dass ca. 80% der Hautalterung allein von UVStrahlung verursacht werden? Mit dem Wissen um so eine Zahl denkt man gleich ganz anders über Sonnenschutz nach. Niemand verlangt, dass man sich 3x täglich mit meinem Sunblocker einschmiert. Jedoch ist es ratsam, in sonnenreichen tagen oder Zeiten in denen man einfach deutlich länger draußen ist, auf einen vernünftigen Sonnenschutz zurückzugreifen. Viele Hersteller bieten wirklich gut formulierten Sonnenschutz in Texturen an, die durchaus die Tagescreme ersetzen können. Dann einfach ein Serum und Augenpflege nach Bedarf plus Sonnenschutz (wenigstens LSF30) verwenden und die Hautpflegeroutine ist erledigt.

Achten Sie beim Sonnenschutz auf verträgliche Filter, einen hohen Lichtschutzfaktor und wenig Alkohol in der Formulierung.

Feuchtigkeitssprays: Sie sind die kleinen Helfer, wenn es mal so richtig schlimm wird. Räume mit Klimaanlagen zum Beispiel, zu warme und stickige Räume auch. Wie angenehm ist das Gefühl, wenn der feine Sprühnebel die Haut kühlt und erfrischt. Wenn Sie Pflegesprays verwenden, die nicht nur aus reinem Thermalwasser bestehen, sondern darüberhinaus noch pflegende Inhaltsstoffe aufweisen, liegen Sie goldrichtig!

Tipps für gepflegtes Sommerhaar

Auch unsere Haare haben in vielen Fällen im Sommer ganz schön zu kämpfen. Schwimmen im See, im Salzwasser des Meeres oder in Chlorbecken des Freibades trocknen die Haarlängen richtig stark aus. Es wird stumpf und glanzlos und frisieren lässt es sich gleich gar nicht mehr vernünftig.

Fakt ist, dass im Gegensatz zur Hautpflege Ihr Haar im Sommer eine ordentliche Extraportion an Pflege braucht, damit es schön bleibt. Regenerierende, extrareichhaltige Öle, z. B. aus der Macadamianuss sind empfehlenswert, gern auch Argan- oder Mandelöl. Sie enthalten wertvolle Antioxidantien und Vitamine für starkes Haar. Ein Haarspitzenfluid kann Spliss vorbeugen, denn es versiegelt und reichert das Haar mit Keratin an.

Chlorwasserunfall in blondem Haar? Lösen Sie 2 Brausetabletten mit Acetysalizylsäuren und Vitamin C in einem Liter Wasser auf und spülen sie Ihr Haar damit. Nach 15 Minuten ausspülen und dem Haar eine pflegende Maske gönnen.

Langes Haar, das bei hohen Temperaturen nervt? Keinesfalls nass zusammenbinden – das verändert die Haarstruktur und das Haar kann brechen. Lassen Sie es antrocknen und binden oder flechten Sie es locker zusammen. Achten Sie auf Sonnenschutz auch fürs Haar! Spezielle Haarpflege mit UV-Schutz verwenden oder einfach einen Sonnenhut aufsetzen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wunderbare Sommertage!

Ihre Schminktante
Anja Frankenhäuser