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Der internationale Weltfrauentag bei PETER HAHN

Weltfrauentag bei PETER HAHN: Die Stimme unserer Mitarbeiterinnen

(Hintergrundgrafik: Povareshka / iStock /Getty Images Plus)

Jeden Tag, jede Stunde können wir uns aktiv dafür entscheiden, Stereotypen infrage zu stellen, Vorurteile zu bekämpfen, die Wahrnehmung zu erweitern, Situationen zu verbessern und die Leistungen von Frauen zu feiern. Gemeinsam kann jede und jeder von uns dazu beitragen, eine geschlechtergerechte Welt zu schaffen. Am 08. März jedes Jahr rückt diese wichtige Mission jedoch besonders in den Fokus. Der Weltfrauentag erinnert uns daran, was wir bereits auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Welt erreicht haben. Er zeigt uns aber auch, welche Hürden noch vor uns liegen. Jedes Jahr fragen wir darum Frauen im PETER HAHN Universum nach ihren Erfahrungen, Meinungen und Wünschen zu diesem Thema.

Weltfrauentag 2021 – Women in Leadership

Das Motto dieses Jahr „Women in leadership“ haben wir wieder zum Anlass genommen, Frauen bei PETER HAHN zum Thema Gleichberechtigung zu befragen. Dabei kommen natürlich PETER HAHN Mitarbeiterinnen, aber auch Kolleginnen aus Partner- und Lieferantenbetrieben im Ausland zu Wort. Wir haben sie gefragt, wann und wo ihnen schon Diskriminierung begegnet ist? Wo sie dagegen positive Erfahrungen mit der Gleichberechtigung gemacht haben und was sie sich für die Zukunft wünschen?

Susanne Ackstaller alias Texterella, Bloggerin:

Die ersten Jahre nach meinem Studium war ich bei einem Automobilhersteller angestellt. Ganz selbstverständlich wurde ich damals im Bewerbungsgespräch nach meinem Kinderwunsch gefragt. Ich habe die Frage bejaht – und die Stelle trotzdem bekommen. (Trotzdem, weil ich in einem anderen Unternehmen deshalb abgelehnt wurde). Ob junge Männer auch nach ihrer Familienplanung befragt wurden? Ich wage es zu bezweifeln. Als ich nach meinem ersten Kind dann weiterarbeiten wollte, musste mein Wunsch nach Home-Office vom Vorstand persönlich genehmigt werden. So exotisch war diese Idee damals! Nach dem zweiten Kind habe ich mich dann in die Selbstständigkeit verabschiedet. Zu kompliziert erschien es mir, als Frau und Mutter von zwei Kindern in einem Unternehmen der männerdominierten Autobranche voranzukommen. Ein Schritt, den ich nie bereut habe.

Seitdem hat sich vieles geändert: Das beginnt bei weit besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten über eine Elternzeit, die sowohl von Müttern als auch von Vätern wahrgenommen wird, bis hin zur Gender-Diskussion und einiges mehr. Das Bewusstsein ist zweifellos da – es fehlt allerdings immer noch an der Selbstverständlichkeit, dass Frauen die gleichen Chancen (und Gehälter) haben müssen wie Männer. An einer Selbstverständlichkeit, die nicht nur aus schönen Worten, sondern aus Taten besteht.

Was ich mir wünsche? Dass die Weichen für die Zukunft der Frauen weniger von „alten weißen Männern“ getroffen würden! Wir Frauen müssen noch stärker in Entscheidungen über unser eigenes Leben miteinbezogen werden! Und da müssen wir uns auch ein wenig an die eigene Nase fassen: Wir brauchen mehr Frauen, die die Auseinandersetzung nicht scheuen, die in die Politik gehen und sich dort aktiv für Frauenbelange einsetzen.

Susanne Ackstaller über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag
Susanne Ackstaller (Foto: Susanne, IG @textelle)

Marlen Bistritz, Bereichsleiterin Einzelhandel bei PETER HAHN

Als Frau in der Führung kommt vermutlich jede von uns einmal an den Punkt, an dem sie sich fragt „Ist das jetzt nur so passiert, weil ich eine Frau bin?“. Wenn ich auf meine 15 Berufsjahre blicke, kann ich mich zum Glück an keine Situation erinnern, in der ich mich bewusst ungleich behandelt gefühlt habe. Mein Start in die Führung war vielmehr geprägt von einem Vorgesetzten, der meine Potentiale erkannt und gefördert hat. Im Laufe der Zeit habe ich dann ein Selbstverständnis dafür entwickelt, dass ich gleichberechtigt bin. Das stelle ich gar nicht in Frage.

Gleichzeitig sehe ich, dass noch ein großer Weg zur Gleichberechtigung vor uns liegt. Es braucht in meinen Augen noch mehr Frauen in Führungspositionen, besonders im oberen Management. Frau und Mann ticken an manchen Stellen unterschiedlich. Das ist ok und auch gut so. Genau diese Unterschiedlichkeit kann sich wunderbar ergänzen. Das sollten wir lernen vielmehr zu nutzen statt Angst davor zu haben, dass jemand anders funktioniert, Schwerpunkte anders legt, Dinge anders angeht. Gerade die Mischung führt uns zu einem besseren Ergebnis, einem größeren Erfolg – messbar in Zahlen und Mitarbeiterzufriedenheit. Dazu bedarf es nach meiner Ansicht aber noch Mut. Mut, sich von manch alten Strukturen zu lösen und Neues – auch Frauen mit ihren Stärken – zuzulassen.

Marlen Bistritz über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Mariella Gonzales, langjährige Partnerin aus Peru

In Lateinamerika sind nur 7% aller Führungspositionen mit Frauen besetzt. In Peru sind nur 3 von 10 Geschäftsführern weiblich. Vor allem für Frauen mit Familie oder alleinerziehende Mütter ist es schwer, eine leitende Position zu erreichen.

Zum Glück hat sich in den letzten Jahren viel entwickelt. Ich erfahre mehr Rücksichtnahme und Einbeziehung als Frau. Ich habe viele Freundinnen, die inzwischen Managerinnen sind und natürlich versuche ich auch in meinem eigenen Unternehmen gleich viele weibliche wie männliche Führungspersonen zu beschäftigen. Trotzdem ist geschlechtsspezifische Diskriminierung noch immer allgegenwärtig.

Für die Zukunft wünsche ich mir noch mehr Frauen in Führungspositionen und dass alle Frauen finanziell unabhängig sein können, auch in schwierigen Zeiten wie diesen gerade. Dafür ist meiner Meinung nach ein besserer Zugang zum Internet, zur Bildung und zu anderen grundlegenden Dienstleistungen in den Andengemeinden notwendig. Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun.

Mariella Gonzales über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Marta, Influencerin:

Meiner Meinung nach sind Frauen und Männer immer noch nicht gleichberechtigt, obwohl es auf dem Papier so aussieht. Sexismus in den Medien, im beruflichen Umfeld und im Alltag ist immer noch ein Thema, auf das wir achten und drauf reagieren sollten. Wir Frauen müssen wieder anfangen, uns für unsere Rechte aktiv einzusetzen. Es ist wieder mehr Feminismus nötig in Deutschland, vor allem in unseren Köpfen, im individuellen Handeln, in zwischenmenschlicher, beruflicher und auch politischer Hinsicht. Wir sollten die bestehende Rollenverteilung hinterfragen! Ich wünsche mir mehr selbstbewusste Männer, die sich von langweiligen, alten Männlichkeitsvorstellungen lösen! Männer, die ihre Partnerin, Freundin oder Kollegin respektieren und unterstützen. Frauen sollten erkennen, dass nicht jede von uns nur individuelle Probleme hat, sondern dass es manche Nachteile gibt, die nur mit unserem Geschlecht zusammenhängen. Das gilt es, für und mit unseren Töchtern zu ändern für eine bessere Zukunft aller Frauen, nicht nur in Deutschland.

Marta über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag
Marta (Foto: Marta, IG @marti_7447)

Fatma Özdemir, langjährige Partnerin aus der Türkei

Ich möchte nicht pessimistisch klingen, aber eine Gleichstellung von Frauen und Maennern wird es in naher Zukunft nicht geben. Ich habe das Gefühl, dass die Popularitaet des Themas in den letzten Jahren und insbesondere waehrend der Pandemiezeit abgenommen hat.

Durch die Pandemie konnten wir aber auch miterleben, wie wichtig die Arbeit und Führungskompetenzen von Frauen sind. Deshalb sollten wir Frauen gemeinsam für eine gerechte und pandemiefreie Zukunft arbeiten.

Fatma Özdemir über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Virginia Halsig, Einkäuferin bei PETER HAHN

Frauen rund um mich herum, so sieht glücklicherweise mein modisches Berufsleben schon immer aus. Das Gefühl und die Beobachtung von Diskriminierung habe ich während beruflicher Auslandsreisen in Entwicklungsländer erlebt. Diese Erlebnisse haben mir gezeigt wie wichtig es ist, dass wir Frauen für Frauenrechte und Gleichberechtigung konkret etwas tun. Deshalb finde ich den IWD großartig.

Meine Mama hat sich schon immer mit dem Thema Frauenrechte und Gleichberechtigung beschäftigt. Mit der Zeitschrift EMMA und Gesprächen über Gleichberechtigung bin ich groß geworden. Stolz und selbstbewusst Frau zu sein ist aus meiner und Mamas Sicht der Schlüssel. Meine Mama sagt dazu: Früher hatten es Männer leicht, heute ist auch für Männer nichts so leicht. Gleichberechtigung.

Mein berufliches Umfeld besteht aus einem starken weiblichen Fundament, an der Spitze des Dreiecks wird es jedoch nach wie vor männlicher. Warum ist das so? Müssen Frauen nach wie vor von Männern gefördert werden um an die Spitze zu kommen? Aus dem Grund bin ich für die Frauenquote.

Virginia Halsig über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Adelaide Santos, Leiterin unseres Einkaufsbüros in Portugal

Glücklicherweise habe ich mich nie diskriminiert gefühlt, weil ich eine Frau bin. Derzeit besteht unser Team rein zufällig nur aus Frauen und ich denke, wir alle leben in einem sehr gesunden beruflichen Umfeld innerhalb und außerhalb des Büros.

Ich bin überzeugt, dass wir in einer fairen und entwickelten Gesellschaft alle für die Qualität unserer Arbeit und nicht für unser Geschlecht geschätzt werden sollten, und das versuche ich allen, die mit mir arbeiten, zu vermitteln.

Adelaide Santos über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Weltfrauentag 2020 – Each for Equal

Auch letztes Jahr – das Motto lautete „Each for Equal“, also „Alle für Gleichberechtigung“ – haben wir unsere Kolleginnen und Partnerinnen nach ihren Erfahrungen mit Vorurteilen, zu ihren Gedanken über Gleichberechtigung und nach ihrem Rollenverständnis befragt. Hier erzählen Sie Ihnen, mit welchen Vorurteilen sie schon konfrontiert wurden. Aber auch, was sie getan haben, um daraus gestärkt hervorzugehen und für ein kleines Stück mehr Gleichberechtigung zu kämpfen.

Tina Stridde, Aid by Trade Foundation

Ich bin sehr dankbar für die Chancen, die ich hatte und für die Freiheit, mit der ich mein Leben gestalten kann. Das Leben von Frauen sieht in sehr vielen Teilen der Welt leider ganz anders aus. Durch meinen Job als Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation kann ich mich aber dafür einsetzen, dass das Leben für Frauen in Afrika ein Stück gerechter wird.

Viele afrikanische Frauen sind wahre Tausendsassas, sie erziehen die Kinder, sorgen für die ganze Familie und arbeiten sehr hart auf dem Feld. Dabei erfahren sie häufig Diskriminierung und Ungerechtigkeit. Die Genderprojekte von Cotton made in Africa verhelfen vielen Frauen in Afrika zu mehr Anerkennung in der Gesellschaft, zu finanzieller Unabhängigkeit und mehr Respekt. Auf diesen Erfolg bin ich stolz und sie motivieren mich und meine Kollegen jeden Tag auf Neue für unsere Arbeit.

Tina Stridde über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Anja Frankenhäuser, Bloggerin

Ehrlich gesagt, kamen und kommen alle Vorurteile denen ich begegne selten von Männern sondern von Frauen. Der Kampf um Gleichberechtigung scheint auch unter uns Frauen angekommen zu sein. Oder ist das seit jeher so? Immer wieder begegnen mir Geschichten aus unterschiedlichsten Epochen, in denen sich Frauen gegenseitig das Leben schwer machen und all ihre Kraft und Energie darauf verwenden sich zu verletzen während oft die Männer dieser Welt an ihnen vorbeiziehen. Neverending Story. Leider.

Sollten wir es nicht besser wissen? Wir predigen Gleichberechtigung und Schulterschluss, gegenseitige Unterstützung und Empowerment und leben doch von all diesen Statements oft nicht ein einziges davon. Wir Frauen sind einzigartig. Vielschichtig und individuell wie es besser gar nicht geht. Wir rocken so viel. Wir halten so viel aus. Wir sind wunderbar! Mein Statement per Gleichberechtigung ist deshalb eine Bitte an uns Frauen: Lasst uns so annehmen wir jede von uns ist. Individuell und vielschichtig. Nur wenn wir aufhören uns gegenseitig zu beneiden und Knüppel zwischen die Beine zu werfen, können wir wirklich etwas bewegen. Und zwar nicht gegen andere Geschlechter sondern nur miteinander!

Anja Frankenhäuser über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag
(Foto: Anja, IG @schminktante und @huesch.co)

Patrizia Strupp, PETER HAHN

Für mich ist essentiell, dass Frauen und vor allem jungen Mädchen die gleichen Möglichkeiten haben wie das andere Geschlecht. Meiner Mutter war es immer wichtig, dass ihrer Tochter alle Türen offen stehen – Türen, die ihr als Mädchen einer Generation zuvor noch verschlossen waren. Heute ist Gleichberechtigung in Deutschland auf dem Papier oft vorhanden – aber in der Realität herrschen leider noch viele Vorurteile.

Hand aufs Herz: Wie viele Männer kennt ihr, die mehr als zwei Monate Elternzeit nehmen oder Paare, bei denen die Frau gleich viel oder mehr verdient als der Mann? Wie viele Bücher und Filme gibt es, in denen Frauen die Hauptrolle spielen? Welche Spielsachen werden für Mädchen angeboten und welche für Jungen? So lange diese und andere Ungleichheiten herrschen, sind wir von Gleichberechtigung noch weit entfernt. Aber nicht nur der Gesetzgeber muss mehr tun, auch wir selbst können einen positiven Beitrag leisten, in dem wir uns gegenseitig unterstützen.

Ich selbst habe die Patenschaft für ein Mädchen übernommen, das aus Eritrea nach Deutschland geflüchtet ist. Dort ist sie nur kurz zur Schule gegangen – nun hat sie die Möglichkeit, einen Schulabschluss zu erwerben und eine Ausbildung zu beginnen. Also machen wir gemeinsam Hausaufgaben oder unternehmen zusammen etwas. Daher ist mein Appell an alle: nur gemeinsam können wir etwas erreichen – unterstützt euch gegenseitig!

Patrizia Strupp über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Simone Adams, Bloggerin

Der Weltfrauentag wurde vor über 100 Jahren ins Leben gerufen, zur Gleichberechtigung der Frau, Emanzipation der Arbeiterinnen und für das Wahlrecht der Frauen. Ich persönlich habe zu keiner Zeit mit dem Thema Gleichberechtigung kämpfen müssen, so z. b. auch nicht in beruflichen Belangen:

Influencer ist ja nicht mein eigentlicher Beruf. Ich war sehr lange & erfolgreich in einem Beruf tätig, in dem es damals prozentual weitaus mehr Männer gab. Frauenquote usw. waren damals noch lange keine Thema. Ich als Frau möchte doch – in der Bezug auf den Job – diesen nicht bekommen, weil ich die Quotenfrau bin, sondern weil ich mit meinem Gesamtpaket überzeuge, vor allen Dingen wegen meiner fachlichen Kompetenz und dem Know-how.

Simone Adams über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag
(Foto: Simone, IG: @frau_mone)

Andrea Breyer, Außenhandelsvereinigung d. deutschen Einzelhandels e.V.

Gleichberechtigung ist auch 2020 eine Illusion. Frauen in der Chefetage sind eine Seltenheit. Nicht selten ist es mir so ergangen, dass, egal wie kompetent, die älteren Herren aus der Chefetage, zuerst das „kleine naive Blondchen“ gesehen und es enorm viel Mühe kostet, sich zu beweisen.

Wir brauchen mutige Frauen, auch jenseits des Middle-Managements, die als Vorbilder und Mentoren dienen.

Andrea Breyer über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Sabrina Geckeler (links) und Ute Beck (rechts), treue Lieferantinnen

Starke Frauen sind leicht zu erkennen.

Sie bauen sich gegenseitig auf, anstatt sich gegenseitig fertig zu machen.

Sabrina und Ute über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Beate Finken, Bloggerin

Ich schaue selten nach hinten, für mich zählt der Blick nach vorne. Was mich zur Zeit brennend interessiert, ist Ageism in der Mode- und Kosmetikbranche. Altersdiskriminierung ist nach wie vor ein großes Thema. Es heißt immer, dass versucht wird, Schönheitsideale zu ändern – im realen Leben finde ich dafür nicht viele Beweise. Das Thema Diversity ist in den Bereichen Mode und Kosmetik viel zu wenig vertreten. In der letzten Zeit gibt es zwar immer mehr Models verschiedener Herkunft (Tendenz zum Glück steigend) – Models im höheren Alter hingegen sind nach wie vor die große Ausnahme.

Was ich dagegen mache? Ich feiere es, über 50 zu sein. Mit meinem Blog BeFifty, in dem ich Tipps zu den Themen  Mode, Travel und Beauty teile. Alt, unsichtbar, nicht mehr attraktiv? Ich möchte beweisen: Wir gehören noch lange nicht zum alten Eisen!

Und ich rede über Tabus. Am Weltfrauentag am 8. März wird der Dokumentarfilm „Was sie schon immer über Frauen wissen wollten“ ausgestrahlt. In der Doku einer Grimme-Preisträgerin erzähle ich entspannt über die Wechseljahre und zeige, dass es auch mit 53 keinen Grund gibt, die Füße still zu halten. Schaut unbedingt rein! Ich persönlich liebe mein aktuelles Alter. „The Change“ ist das englische Wort für Wechseljahre und das gefällt mir, weil es nach Aufbruch klingt.

Beate Finken über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag
(Foto: Beate, IG @befifty)

Nicole Lange, Bloggerin

Ich habe schon mit 16 angefangen nebenberuflich zu Modeln. Ich kann mich noch gut erinnern, dass damals der Erfolgsdruck bezüglich Model Maße sehr hoch war und man sich ständig mit anderen verglichen hat. Junge Models untereinander und auch Agenturchefs können manchmal seelisch sehr grausam sein… da reichen manchmal nur kleine Sticheleien oder ein Kommentar wie z. B.: „Hast du zugenommen“ oder „das Kleid passt dir nicht…“ und man ist tagelang down, nimmt sich alles zu Herzen, isst plötzlich nichts mehr etc… Da lobe ich mein jetziges Model- und Influencer-dasein! Denn man ist einfach wie man ist. Entweder die Kunden, Follower, Betrachter etc. mögen das so oder eben nicht. Ich gehe mit meinen knapp über 40 Jahren damit 1000-mal gelassener um als damals. Und diese Zufriedenheit strahle ich jetzt auch vielmehr aus. Als Mutter mit zwei Kindern muss man sich sowieso nichts mehr beweisen und es haut einen nichts mehr so schnell um. Ich bin mit mir und allen Makeln völlig im Reinen… was natürlich nicht heißt, dass ich immer mit mir zufrieden bin. Aber ich habe einfach meist ein gutes Gefühl und das möchte ich gerne weitergeben!

Nach meinem Immobilienwirtschafts- Studium habe ich auch lange Zeit als Bankerin gearbeitet bei einer sehr renommierten Bank. Dort hatte ich fast nur männliche Kollegen um mich herum. Das war schon witzig, weil ich immer ganz genau wusste, die verdienen viel mehr als ich und machen den gleichen Job bei doppeltem Gockel-Gehabe… Auch da habe ich versucht drüber zu stehen, (was aber nicht immer leicht war…) und mich nicht anstecken zu lassen. Ich denke, Männer und Frauen gehen mit Erfolgen einfach ganz unterschiedlich um. Aber auch innerhalb der Geschlechter gibt es einfach gravierende Unterschiede. Die einen tragen es gerne nach außen, die anderen schweigen und genießen. Die Menschen Sind einfach unterschiedlich und ich finde, dass der Weltfrauentag auch dafür da sein sollte, jeden so zu akzeptieren wie er nun mal ist. Für mich ist das wichtigste, dass man das Herz an der richtigen Stelle hat. Das macht automatisch tolerant.

Nicole Lange über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag
(Foto: Nicole, IG @nicole_lange_stuggi)

Franziska Dormann, Global Organic Textile Standard

Es sind nicht nur greifbare Vorurteile mit denen Frauen konfrontiert sind, sondern immer auch noch gesellschaftliche Narrative, die überwunden werden müssen. Daher ist es dringender denn je dass jede, jeder, wir alle gemeinsam zu einer (Geschlechter)gerechten Welt und vor allem Chancengleichheit beitragen.

Franziska Dorman über Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

Unser Beitrag für mehr Gleichberechtigung

Große Worte verlangen auch nach Taten! Ein Miteinander auf Augenhöhe zwischen allen Kolleginnen und Kollegen ist für uns bei PETER HAHN selbstverständlich. Wir wollen jedoch, dass Menschen überall auf der Welt Gleichberechtigung erfahren. Darum unterstützen wir jedes Jahr zum Weltfrauentag eine Organisation, die diese Mission mit Herzblut verfolgt. Lesen Sie hier, an welche Organisation wir dieses und in vergangenen Jahren gespendet haben.

ZUM ARTIKEL „Unser Beitrag für die Gleichberechtigung“

Unser Beitrag für die Gleichberechtigung zum Weltfrauentag

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