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Wie Stilbrüche Ihre Garderobe erweitern

Stilbrüche mit Texterella

(Foto: Susanne, IG: @textelle und Martina, IG: @stillsparkling_50plus)

Kürzlich blätterte ich durch ein uraltes Fotoalbum und fand dort einen verblichenen Abzug, der mich als kleines Mädchen (vielleicht in der ersten oder zweiten Klasse?) zeigte, herausgeputzt wie eine Prinzessin oder mindestens wie eine „feine Dame“: ich trug einen ausrangierten rosa Petticoat meiner Mutter, dazu ein breiter Sonnenhut, der üppig mit Stoffblumen besteckt war. Und zu allem hatte ich mir wohl einen Lippenstift aus der Handtasche meiner Mutter stiebitzt und das Rot mit viel Begeisterung, aber wenig Präzision aufgetragen. Wer das Foto gemacht haben mag, das mich mit breitem Lächeln (und einer Zahnlücke) in meiner Prinzessinnengarderobe zeigt? Ich weiß es nicht – aber es könnte sein, dass der Fotograf oder die Fotografin genau den Moment eingefangen hat, in dem meine Begeisterung für Mode geboren wurde sowie dafür, sich gelegentlich so richtig chic zu machen. „Aufbretzeln“ nennt man das bei uns in Bayern.

Stilbrüche mit Texterella - Look
Kleid von ANNA AURA, Art.-Nr. 100989.
(Foto: Susanne, IG: @textelle und Martina, IG: @stillsparkling_50plus)

Tatsächlich haben die Pandemiejahre, in denen wir zwischen Homeoffice und Fernsehsessel pendelten und den Hoodie nur für Online-Meetings (wenn überhaupt!) gegen eine Bluse tauschten, mein Bedürfnis nach schöner Kleidung noch gesteigert. So sehr ich Casual Chic mag und so gerne ich mich auch lässig kleide – so sehr freue ich mich über Gelegenheiten, bei denen es mehr sein darf: mehr Glamour und Glanz, ein bisschen „Chichi“ und „Froufrou“ mit fließender Seide, schimmerndem Taft oder aufwändig gearbeiteter Spitze. In diesen Kleidungsstücken werde ich wieder zur Prinzessin meiner Kindertage und genieße es sehr, für ein paar Stunden den Alltag in Jeans, Bluse und Sneakers hinter mir zu lassen.

Stilbrüche mit Texterella - Moods
Kleid von ANNA AURA, Art.-Nr. 100989.
(Foto o.l.: Dietmar Rauscher / iStock / GettyImagesPlus, U.R.: MATEE MEEPEAN / ISTOCK / GETTYIMAGESPLUS,
o.r & u.l.: Susanne, IG: @textelle und Martina, IG: @stillsparkling_50plus)

Der Haken an der Festtagsgarderobe:

Man kann diese glamourösen Looks so selten tragen! Geschickt kombiniert funktionieren sie allerdings auch für alltäglichere Situationen:

  • Das rosa Spitzenkleid etwa wird mit Canvas-Sneakers und Jeansjacke sehr viel lässiger. Mutige kombinieren eine Messenger Bag dazu.
  • Maxikleider aus fließender, weit schwingender Seide bekommen mit Birkenstocks und Co. eine legerere, sommerliche Note. Und warum nicht mal – an kühlen Tagen – eine leicht abgewetzte Lederjacke dazu tragen?
  • Zu einem Tüllrock funktionieren T-Shirts prima. Mit einem coolen Print wird ein extravaganter Look daraus!
  • Ein klassischer Plisseerock wird mit einem geknoteten Herrenhemd oder einer Oversizebluse in Weiß zum Hingucker. Dazu ebenfalls weiße Canvas-Sneakers oder (wenn es kühler ist) auch Ancle Boots.

Trauen Sie sich also ruhig: Stilbrüche können Ihre Garderobe komplett verwandeln und die Möglichkeiten, die Ihr Kleiderschrank bietet, erheblich erweitern. Spielen Sie mit unterschiedlichen Accessoires, mit Schuhen, Taschen, Schmuckstücken, Tüchern und Hüten! Vieles, was auf den ersten Blick unpassend erscheint, kann den Look komplett verändern und zu etwas ganz Besonderem machen. Probieren Sie es aus und holen Sie Ihre festliche Garderobe so viel häufiger aus dem Schrank. Angenehmer Nebeneffekt: Das spart nicht nur Ressourcen, sondern schont auch den Geldbeutel.

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Susanne Ackstaller alias Texterella stellt sich vor.
Foto: Susanne, IG @textelle und Martina Klein, IG @stillsparkling_50plus)

Susanne Ackstaller alias Texterella
ist Autorin, Texterin, Kolumnistin und seit 2009 die Bloggerin hinter texterella.de. Viele Jahre ihres Lebens hat sie damit verbracht, mit ihrer Figur zu hadern, und damit, dass sie nicht in sogenannte „Normalgrößen“ passte, weil sie dafür zu dick war. Geändert hat sich ihre Haltung erst, als ihr klar wurde, wie viel wertvolle Lebenszeit sie dem Thema Figur widmete und wie oft sie deswegen unzufrieden war – anstatt ihr Leben zu genießen. Im PETER HAHN Magazin erzählt sie, wie sie lernte, ihren Körper zu akzeptieren und sich samt ihrer Pfunde zu lieben. Tipps zum Thema Styling in großen Größen gibt es natürlich auch.

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