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Beauty-Tipps für die Zeit mit Maske

Anja: Beauty-Tipps für die Zeit mit Maske

Anja Frankenhäuser (@schminktante)
Foto: Johannes Hüsch (@huesch.co)

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt man – und geben Sie es zu: an ihre Maske für das Gesicht haben Sie sich schon fast gewöhnt, stimmts?

Im März hat sich mit dem Corona-Virus und dem einhergehenden Lock Down unser aller Leben einmal komplett auf den Kopf gestellt und wieder zurück. Wir waren beängstigt, unsicher, hysterisch. Und dann haben wir uns mit dieser speziellen Situation arrangiert, die so viel Veränderung von uns allen fordert. Wir wurden sicherer im Umgang mit den Umständen. Inzwischen haben viele von Ihnen sich sicher bereits einen guten Vorrat an Mund-Nase-Masken angelegt, halten Abstand und bleiben größeren Menschenaufläufen fern.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einige gute Tipps in Sachen Schönheit, Hygiene und Pflege für die Zeit an die Hand geben, in der das Haus wir so oft mit Maske verlassen müssen. Denn was, wenn Sie sich immer gern geschminkt haben und sich jetzt ärgern, weil das komplette Kunstwerk ständig an der Maske hängt?

Inhaltsverzeichnis:

Was, wenn Sie die Maske nur gelegentlich tragen müssen, nämlich immer dann, wenn Sie das Haus verlassen? Oder was, wenn Sie z.B. als Friseurin oder Kosmetikerin den ganzen Tag im Salon am Kunden arbeiten und adrettes Aushängeschild für Ihren Beruf sein müssen und unter der Föhnhitze unter der Maske schwitzen?

Auch Ihre Haut muss sich erst an das neue Kleidungsstück in Ihrem Gesicht gewöhnen. Damit Sie weder wieder aussehen wie ein 14-jähriger Teenager noch auf Make up verzichten müssen, schauen Sie jetzt mal ganz genau hin.

Anja Frankenhäuser (@schminktante)
Foto: (@huesch.co)

Saubere Sache

Damit Viren und Bakterien (speziell das Eine) keine Chance haben, hat sich die Frequenz mit der viele von Ihnen Hände waschen und desinfizieren sicher deutlich erhöht. Viren mögen weder Wasser noch Seife und können sich spätestens nach 20 Sekunden nicht mehr an der Hautoberfläche festklammern sondern rutschen einfach in den Abfluss. Bakterien auf Oberflächen übrigens auch.

Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie sich nach jedem Einsatz Ihrer Maske das Gesicht waschen (und desinfizieren). Dennoch setzen sich Schweiß, Hauttalg, Schmutz und Staub prima an den textilen Fasern fest. Heißt also: regelmäßig die Maske wechseln! Einmal durch den Atmen feucht geworden (allerspätestens nach 4 Stunden), sollte sie gewechselt werden. Der Effekt wenn Sie Ihre Maske ohne Wäsche immer wieder anziehen ist der, als würden Sie immer wieder ein verschwitztes, schmutziges Shirt anziehen …. oder sich am Abend nicht abschminken.

Es erwarten Sie: PICKEL!

Masken-Hygiene

Also am besten täglich (bzw. nach 4 Stunden Dauereinsatz) wechseln. Wenn Sie selbst genähte Masken besitzen, dann tragen Sie bitte immer frisch gewaschene Masken. Es reicht nicht aus, ein bisschen Desinfektion hineinzusprühen. Ist die Maske getragen, sollte sie gewaschen werden. Entweder bei 60°C im Schnelldurchlauf mit anschließender Desinfektion. Oder mit der Hand und einem Waschmittel durchwaschen, um evtl. Make up Reste zu entfernen und anschließend für einige Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser ziehen lassen. Dafür eignen sich natürlich keine zarten Stoffe, wie z.B. Seide. Eine robuste Baumwolle ist für selbstgenähte Masken das beste, weil am Ende auch so zu pflegen, dass sich nirgends ein Virus oder Bakterium halten kann.

Gesichts-Hygiene

Was ich meinen Kundinnen immer wieder ans Herz lege, bekommt in aktuellen Zeiten eine ganz neue Bedeutung. Nämlich, dass eine gründliche Gesichtsreinigung und – pflege das A&O im Kampf gegen Pickel sind, die sich unter Masken gern ansiedeln.

Mein Rat: reinigen Sie Ihr Gesicht abends und (!)morgens mit einem milden Reinigungsprodukt und einem Waschpad/Mikrofasertuch und reichlich Wasser. Meiner Erfahrung nach genügt es oft nicht, ein Reinigungsprodukt allein mit Wasser abzuspülen.Verwenden Sie gern zusätzlich Waschlappen, Pads, Mikrofaserprodukte, etc. Wichtig auch hier: regelmäßig wechseln und immer saubere Tücher und Pads, sonst droht eine bakterielle Schmierinfektion und her und Ihnen ist am Ende nicht wirklich gegen Unreinheiten geholfen, auch wenn die Masken sauber sind.

Mizellenwasser gehören zu den beliebten Reinigungsprodukten. Sie lieben Schmutz und Wasser gleichermaßen, aber sie reichen sie oft nicht aus, um die Hautoberfläche so gründlich zu säubern und der Entstehung von Pickeln vorzubeugen. Also gern mit Schaum, Gel oder Milch ergänzen und einen zweiten Waschgang einlegen.

Waschgel ist meist für ölige und Mischhaut konzipiert, Schäume funktionieren je nach Formel für verschiedene Hautzustände und Milch ist eher etwas für die mit der trockenen Haut. Sauber machen alle.

Gesichts – Pflege

Wer so gründlich wäscht, der braucht auch ausreichend Pflege. Passen Sie Ihre Hautpflege Ihrem Hauttyp an wie gewohnt. Aber achten Sie auf eine regelmäßige Peelingroutine. Einmal die Woche abgestorbene Hautschüppchen entfernen, wirkt Wunder. Wenn Sie Ihre Haut anschließend gleich noch mit einer Maske verwöhnen, die intensiv Feuchtigkeit und Ruhe spendet, wird es Ihre Haut mit einem strahlenden Teint danken!

Wenn doch mal ein Pickelchen spriesst, lassen Sie ihn am besten in Ruhe reifen. Keinesfalls zu früh daran herum drücken, sonst haben Sie länger etwas davon. Sollte doch mal ein Pickeligen wachsen, helfen Produkte mit Salicylsäure, reines ätherisches Lavendel- oder Teebaumöl. Diese Produkte hemmen die Entzündung, helfen der Haut zu heilen und beruhigen sie.

Make up & Maske

Kommen wir zum schwierigsten Thema: Make up und Maske. Das Geschmiere von Foundation, Puder und Rouge an der Maske, mag keiner leiden. Aber deshalb gar nicht mehr schminken??

Ich verrate Ihnen, wie ich das handhabe:

  • Wenn ich viel Maske tragen muss, schminke ich inzwischen lediglich meine Augen und verzichte auf Foundation, Contouring, Rouge und Lippenstift.
  • Wenn ich weiß, ich trage die Maske nur temporär, dann mache ich alles wie immer, fixiere mein Make up aber mit einem Fixing Spray.

Meistens jedoch, setze ich den Fokus einfach auf die Augen. Mit oder ohne Eyeliner, mit oder ohne Lidschatten, dafür aber immer mit einer ordentlichen Portion Mascara und fast immer mit einem Hauch Highlighter im Augeninnenwinkel. Denn der bringt Frische und Strahlkkraft in den Blick. Trotz Maske!

Damit mein Teint nicht zu müde und blass aussieht, greife ich am Abend alle 3 Tage zum Selbstbräuner. Die Haut muss für ein fleckenfreies Ergebnis sorgfältig gepeilt sein. Selbstbräuner gibt es in vielen Texturen: als Tropfen, die Sie einfach in Ihre gewohnte Pflege mischen können, als Serum unter Ihre Tagescreme oder als Hautpflegeersatz. Der Markt bietet Ihnen die freie Wahl. Vergessen Sie nicht, nach der Anwendung eines Selbstbräuners Ihre Handflächen gründlich zu waschen, damit Sie keine böse Überraschung erleben: Selbstbräuner färben ja jede Hautpartie ;-).

Ein paar nützliche Schminktanten-Tricks:

Wenn Sie Schlupflider haben, setzen Sie eine weiche rauchige Kontur in dunklem Braun oder rauchigem Grau an den unteren Wimpernkranz, tuschen Sie die Wimpern kräftig und schließen Sie mit einem Tupfer Highlighter im Augeninnenwinkel ab. Wenn Ihre Augen sehr klein erscheinen, geben Sie einen hautfarbenen Kajal auf die untere Wasserlinie – das öffnet den Blick.

Probieren Sie einen farbigen Kajal am oberen Wimpernkranz. Zu braunen und grünen Augen passen Violett- und Auberginetöne hervorragend, aber auch Jeansblau. Blaue Augen erstrahlen mit einem Khaki oder Kupfer.

Tragen Sie Ihre Brauen sauber gezupft und bei Bedarf mit einem Puder oder einem Stift aufgefüllt. Mit so einer Maske schaut man Ihnen immer zuerst auf die Augenpartie.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Umsetzen ein paar neuer Schminktipps.

Bleiben Sie gesund! Es grüßt Sie herzlich
Ihre Schminktante
Anja Frankenhäuser