Im Winter braucht unsere äußere Hülle öfter mal ein Extrabonbon Pflege. Denn Kälte greift den Hydrolipidfilm, unseren hauteigenen Schutz an. Er wird schnell löcherig, weil die Talgdrüsen jetzt deutlich weniger Fett produzieren. Zusätzlich enthält die kalte Luft weniger Feuchtigkeit. Auch der ständige Wechsel von Kälte draußen und Heizungsluft drinnen ist purer Stress für die Haut. Kein Wunder also, wenn sie viel trockener ist als sonst.

Schneller Durstlöscher

Mein Pflege-Tipp für Trockenzeiten ist eine selbstgemixte Feuchtigkeitsmaske. Dafür wird ein Eigelb mit einem Teelöffel Sahne, zwei Teelöffeln Honig und 5 Tropfen Jojobaöl (gibt’s in der Apotheke) verrührt. Mit einem Pinsel auftragen und nach 20 Minuten mit einem feuchten Tuch abnehmen.

Das heizt uns jetzt richtig schön ein

Übrigens ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen schneller frieren als Männer. Grund dafür ist das Verhältnis von Fett und Muskelmasse – und das ist bei Frauen einfach ungünstiger. Der Körper muss selbst Wärme erzeugen, um nicht auszukühlen und das machte er durch die Muskeln. Frauen haben im Durchschnitt 25 % Muskelmasse, bei Männern sind es immerhin 40 %. Die weibliche Oberhaut ist um ein Siebtel dünner als die männliche, das heißt ihre Kälterezeptoren reagieren einfach früher. Und die Oberflächentemperatur der weiblichen Haut kann um bis zu drei Grad niedriger sein als die der männlichen. Je nach Hautregion ist sie ca. 28 (Füße) bis 33 Grad (Stirn) warm. Ein heißer Tipp für alle, denen chronisch kalt ist, ist ein Bad mit Ingwer, das die Durchblutung anregt und wohlig wärmt. Mein Lieblings-Badezusatz ist gerade das „Ginger Float Cream bubble bath“ von Origins (500 ml ca. 34 €), weil es aufwärmt, Verspannungen löst und dank Zitronen-, Limonen- und Bergamotte-Aroma herrlich nach Sonne und Sommer duftet.

Für alle, die am Winter-Blues leiden, ist Zimt ein ganz heißer Tipp, weil das leckere Gewürz die Stimmung aufhellt. Mein Pflege-Liebling ist übrigens gerade das „Oliveda Zimtrinde Ingwer Körperöl“, das ich nach dem Duschen statt Bodylotion in die noch leicht feuchte Haut einmassiere (100 ml, 30 €).

Auch Wechselduschen (mit heiß beginnen) kurbeln die Durchblutung an und beugen dem Frösteln wirksam vor, weil der Wärme-Kälte-Reiz den Kreislauf stimuliert.

Weckruf für einen müden Teint

Wenn ich abends noch was vorhabe und finde, dass mein Teint irgendwie müde und knitterig aussieht, setze ich auf feuchte Wärme. Ich gieße 1/2 Liter heißes Wasser in eine Schüssel und gebe ein paar Tropfen Rosenöl dazu. Dann tränke ich ein Gästehandtuch darin, wringe es aus und lege es aufs Gesicht, bis es abgekühlt ist. Das Ganze wiederhole ich 3 bis 4 mal. Effekt: Die Wärme entspannt die Gesichtsmuskulatur, macht den Teint schön rosig und polstert ihn leicht auf. Wichtig: direkt reichhaltige Creme auftragen, das versiegelt die Feuchtigkeit in der Haut und sorgt dafür, dass der Beauty-Effekt lange anhält.

Samthaut am ganzen Körper

Mein Geheimtipp gegen Pickelchen, die jetzt durch reichhaltige Creme leicht mal sprießen und raue Haut ist eine Heilerde-Maske. Die Heilerde erzeugt eine Art Sog, der überschüssigen Talg und die Haut porentief reinigt. Kreisend einmassiert, poliert sie die Haut schön zart und glatt.

3 Esslöffel Heilerde (z. B. von Luvos, ca. 3 €, Apotheke) mit lauwarmem Wasser oder Kamillentee zu einem Brei anrühren. Auftragen, sanft einmassieren und antrocknen lassen. Mit warmem Wasser abspülen.

Das macht schöne Augen

Was ich im Winter immer im Badezimmer-Schrank habe, sind Augen-Pads. Sie sorgen, genau wie eine Beautymaske für Blitz-Effekte, glätten Knitterfältchen, straffen die Haut und mildern Schwellungen. Unter dem Augenlid anbringen, wobei die dünne Seite des Pads zur Innenseite des Auges zeigt. 15 Minuten einwirken lassen und die Pads abziehen (z. B. „Apot.Care Patch Hydrogel Eclat Regard“, 4 Paar Pads ca. 31 €). Alternativ einfach Augencreme messerrückendick auftragen und 20 Minuten einwirken lassen.

Rissige, raue Hände? Das hilft

Vor der Maniküre bade ich meine Hände im Winter mindestens 5 Minuten lang in angewärmtem Olivenöl. Dann nehme ich die Reste mit einem Kleenex ab. Anschließend schiebe ich die Nagelhaut mit einem Handtuch zurück. Das ist schonender als mit dem Rosenholzstäbchen. Und die Haut fühlt sich seidig-weich an – und zwar langanhaltend!

Drink für einen zarten Teint

Der südfafrikanische Roiboos-Tee ist ideal, wenn die Haut verrücktspielt, was im Winter ja öfter mal der Fall ist. Er wirkt entgiftend und sorgt für ein feineres Hautbild. Sein Spurenelement Zink wirkt entzündungshemmend, lässt Verletzungen schneller verheilen und reduziert die Talgproduktion – ideal bei fettiger Haut. Noch ein Grund, warum man im Winter öfter mal eine Tasse des südafrikanischen Beauty-Tees trinken sollte: Er ist reich an Flavonoiden Quercetin und Querzitrin. Die wirken antidepressiv, weil sie die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin pushen. Außerdem fördert der Tee die Produktion des Hormons Leptin, das fürs Sättigungsgefühl zuständig ist – kein Wunder, dass er das Lieblingsgetränk der südafrikanischen Models ist!

Eines ist sicher: gerade in der kalten Jahreszeit sollten wir es uns und unserer Haut so nett wie möglich machen, damit wir uns rundum wohlfühlen und auch dann strahlen, wenn’s draußen grau in grau ist.

In dem Sinne – alles Liebe & fröhliche Grüße von

Ute

Photo-Credits: www.ralph-hartmann.com