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Das kleine ABC der Foundations

Foundations auf einem Schminktisch

Viele Frauen sagen immer noch Make up statt Foundation und meinen ebenjene Grundierung, die man als Basis eines geschminkten Gesichts auf die Haut aufträgt. Profis und jeder, der schminktechnisch einigermaßen versiert ist, nennt sie Foundation.

Das fertige Ergebnis mit Lippenstift, Lidschatten & Co. ist nämlich eigentlich das Make up, also das Endergebnis sozusagen. Am Ende meinen alle das Gleiche. So vielfältig die Begriffe sind, so vielfältig sind die Texturen, die Deckkraft, die Finishes und die Farbnuancen. Manch eine Dame soll bei so viel Auswahl schon vor dem Spiegel kapituliert haben. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, will ich Sie heute in die Welt der Foundations entführen:

Wie findet man die richtige Farbnuance für den eigenen Teint?

und

Welche Textur passt zu am besten zu Ihnen?

Die richtige Farbe

Pinsel und Foundation Puder

Keiner möchte mit einem Schminkrand unter dem Kinn herumlaufen. Eine Foundation, die den Teint blass und grau aussehen lässt, ist aber genauso unangenehm. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die richtige Nuance wählen, die Ihrem natürlichen Hautton entsprechen sollte und Sie weder zu braun noch zu blass aussehen lassen.

Oftmals haben wir im Gesicht eine andere Farbtiefe als am Körper. Deshalb ist der Übergang zwischen Gesicht und Hals das optimale Testgelände auf dem Weg zur perfekten Make up-Nuance.

  1. Testen Sie IMMER (!) im Tageslicht. Lassen Sie sich von Verkäuferinnen in Parfümerie XY bitte nicht erzählen, im Geschäft leuchteten ja Tageslichtlampen. Das mag sein, aber auch die verfälschen den Farbton gern einmal!
  2. Tragen Sie die Foundation entlang der seitlichen Kinnlinie auf und verstreichen Sie sie nach unten Richtung Hals. Ist KEIN Übergang zu erkennen, haben Sie die richtige Nuance gefunden.

Die richtige Textur

Foundation und Pinsel

Da wären die flüssigen und die pudrigen Foundations. Früher hieß es: trockene Haut trägt Flüssigfoundation, auf ölige Haut kommt Puder. In vielen Jahren der Forschung hat sich vielfach auch die Zusammensetzung einer Foundation geändert, so dass heute auch Menschen mit öliger Haut gut und gern eine flüssige Foundation tragen können.

Dieses kleine Glossar soll Ihnen helfen, sich im Dschungel der Foundations ab sofort besser zurecht zu finden und das Produkt auszusuchen, das wirklich zu Ihnen passt:

Getönte Tagescreme

Sie ist Hautpflege und sanfte Tönung ohne großen Ausgleich in einem. Getönte Tagespflege eignet sich für alle Hauttypen ohne größere Probleme und Ansprüche ans Finish, vor allem für jüngere Haut.

BB/CC-Cream

Sie sind die großen Schwestern der getönten Tagescreme und ungleich ausgeklügelter formuliert. Sie bieten oft eine stärkere Pigmentierung als getönte Tagescreme.

Eine BB-Cream (Blemish Balm) deckt kleine Makel ab, ist aus meiner Erfahrung oftmals recht stark pigmentiert und manchmal etwas zäh.

CC-Creams (Color Correcting) korrigieren Rötungen und leichte Pigment- bzw. Altersflecken und gleichen den Teint optisch richtig schön aus und lassen ihn ebenmäßig erscheinen. Besonders reife Haut profitiert von CC-Creams, die meist auch zusätzliche Pflegebooster enthalten.

Tablett mit Schminkutensilien

Anti-Age-Foundation

Eine sogenannte Anti Aging Foundatios sorgt durch ein integriertes Serum oftmals für ein Pflegeplus. Lichtreflektierende Pigmente gleichen den Teint optisch aus, lassen ihn feiner und ebenmäßiger wirken und mogeln das ein oder andere Fältchen weg. Sie ist geeignet für trockene und feuchtigkeitsarme Haut mit Falten und/oder Linien aber auch für einen unregelmäßigen Teint. Das Ergebnis: leichte bis mittlere Deckkraft und ein ebenmäßiger Teint.

Ölfreie Foundation

Ölfreie Foundation ist ideal für die Grundierung eher öliger Haut. Wegen des fehlenden Ölanteils trocknet sie auf der Haut schnell an, weshalb man sie zügig verarbeiten sollte. Dafür bietet sie ein mattiertes Finish bei guter Haltbarkeit.

Achtung: Ölfreie Foundations haben oft eine sehr hohe Deckkraft.

Puder und Pad

Mineral-Foundation

Naturkosmetikfans kommen bei Mineralfoundation auf ihre Kosten. Aus natürlichen Mineralien hergestellt bieten sie keine Angriffsfläche für irgendwelche Unverträglichkeiten und decken die Haut nicht künstlich zu.

Durch ihre Zusammensetzung wirken sie u.a. entzündungshemmend und/oder heilend. Mineral Foundation hat eine gute Deckkraft und sollten (zumindest in der pudrigen Variante) vorsichtig dosiert werden. Also immer erstmal reduziert anfangen und nach Bedarf solange nachlegen, bis die gewünschte Deckkraft und das gewünschte Finish erreicht ist.

Weil der Mineral-Foundation keine Öle zugesetzt sind, verschmelzen die mineralischen Pigmente mit dem natürlichen Hautserum, was – bei richtiger Anwendung – ein ganz natürliches Ergebnis zaubert.

Geeignet für alle Hauttypen, besonders für empfindliche, trockene und feuchtigkeitsarme Haut und mittlerweile auch in cremigen Formulierungen erhältlich.

Compact Foundation

Konzentrierte Pigmente in gepresster Form werden zum Compact Make up. Es hat aufgrund der Pigmentkonzentration eine hohe Deckkraft. Die Puder sind bestens für ölige Haut geeignet und perfekt für die Handtasche zum schnellen Touch up. Die cremigen Versionen dieser Foundation für trockene Haut. Für reifere Haut empfehle ich sie eher nicht, denn auch wenn sie perfekt decken, heben sie Linien und Fältchen doch deutlich eher hervor, als dass sie sie kaschieren.

Ich hoffe, dass Ihnen dieser kleine Guide dabei helfen wird, Ihre ganz persönliche Lieblingsfoundation zu finden, mit der Sie täglich genau das Make up-Ergebnis erzielen, das Sie sich wünschen!

Herzlichst,

Ihre Schminktante

Anja Frankenhäuser (Instagram: @schminktante)