Es gibt Jahreszeiten, da gilt in Sachen Beauty ganz klar: mehr ist mehr!! Vor allem, wenn das Thermometer draußen Minusgrade und drinnen mollige 20 Grad plus anzeigt. Kein Wunder, wenn bei diesem Temperatur-Auf und Ab unsere Haut verrücktspielt und die Haare elektrisch abstehen. Höchste Zeit für ein paar Extra-Bonbons!

Denn ganz ehrlich, manche Körperstellen kommen bei der täglichen Schönheitsroutine einfach zu kurz und die schwächeln dann natürlich optisch als erste. Hier also aus aktuellem Anlass meine Lieblings-Verwöhn-Extras von Kopf bis Fuß:

Ruckzuck-Haar-Pflege

Trockenes, sprödes Haar ist typisch für diese Jahreszeit. Da hilft nur eines: ein Extra-Bonbon Pflege, mindestens einmal pro Woche. Wer wie ich keine Lust auf auswaschbare Haarkuren hat, benutzt einfach eine Leave-in-Kur ohne Ausspülen. Die spendet die nötige Feuchtigkeit, verhindert so, dass sich die Haare elektrisch aufladen und abstehen und sorgt dafür, dass sie sich viel leichter auskämmen lassen. Mein aktueller Liebling ist die „Schaumkur Balm Care Moringa“ von Sante, 150 ml, ca. 8 €). Sie enthält Weizenprotein, das sich an die äußeren Keratinschüppchen anlagert und so die Haarstruktur glättet. Außerdem bildet es eine Schutzschicht vor Styling-Hitze und bringt Glanz. Einfach nach dem Waschen partienweise ins handtuchtrockene Haar kneten.

Schön entspannen!

Ein echtes Relax-Treatment ist regelmäßiges Saunieren. Das stärkt nicht nur das Immunsystem und entspannt perfekt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es außerdem die Hautalterung verlangsamt. Der Grund: Der Wärmereiz pusht die Durchblutung. Folge: durch diese besonders gute Versorgung erneuern sich die Hautzellen schneller. Und wenn wir schon mal dabei sind – Sauna ist nicht etwa, wie viele annehmen, Gift für trockene Haut. Ganz im Gegenteil. Es verstärkt nämlich die Kapazität der Haut, Wasser zu speichern und stärkt ihren natürlichen Säureschutzmantel.

Heißer Tipp für die Sauna

Von einer Finnin hab ich einen wirklich tollen Tipp für ein besonderes Beauty-Treatment bekommen – und zwar eine spezielle Sauna-Honigcreme (von Mellis, 125 ml, ca. 10 €). Die trage ich vor dem letzten Sauna-Gang auf. Sie schmilzt dann in der Wärme auf der Haut und entfaltet ihre Beauty-Wirkung so perfekt. Unter der Dusche massiere ich dann noch kreisend über die Haut – so kommt dank gemahlener Moltebeerensamen, die in der Creme stecken, noch ein Peeling-Effekt dazu. Ergebnis: samtweiche, zarte Haut.

Macht die Haut aufnahmebereit

Nach der Sauna wäre auch die ideale Zeit für eine Maske, weil alle Poren schön weit geöffnet sind und Wirkstoffe besser eindringen können.

Für alle, die keine Lust auf Sauna haben: den gleichen Effekt kann man mit einer feucht-warmen Kompresse erzielen. Einfach ein paar Spritzer Rosenwasser in einen Liter warmes Wasser geben und ein Gästehandtuch darin tränken. Aufs Gesicht legen, bis es sich abgekühlt hat. 4x wiederholen

Das tut jetzt richtig gut!

Ich liebe reichhaltige Pflege und bin deshalb auch ein echter Masken-Fan. Allerdings bin ich der Meinung: es muss nicht immer ein Spezial-Produkt sein. Deshalb trage ich manchmal einfach meine Nachtcreme circa eine Stunde vor dem Schlafengehen besonders dick auf und lasse sie einziehen. Bevor’ s ins Bett geht, nehme ich die Überreste mit einem Kleenex ab und creme damit noch Hals und Dekolleté ein. Hier ist die Haut nämlich besonders dünn und neigt vor allem in der kalten Jahreszeit zum Knittern.

Einfach mal die Reihenfolge ändern

Ideal für alle, die gern mal was Neues ausprobieren, ist auch dieser Tipp für die Dusche: Ayurveda-Fans reiben sich vor dem Duschen vom Kopf bis zu den Füßen mit aufbereitetem Sesamöl ein (aufbereitet bedeutet: einfach einmal aufkochen und auf Wohlfühl-Temperatur abkühlen lassen). Danach wird geduscht. Diese etwas andere Reihenfolge ist eine echte Wohltat für trockene Winterhaut & – Haare, die sich nach dem Duschen dann auch ohne Eincremen toll anfühlen und schön gepflegt aussehen. Allen Blondinen empfehle ich, die Haare auszusparen, weil sie im Gegensatz zu dunklem Haar nicht schön glänzen sondern leicht fettig aussehen.

Flüssiges Gold macht Samthaut

Raue, rissige Hände sind ein typisches Winter-Symptom. Und dagegen gibt es, meiner Meinung nach, nichts Besseres als warmes Öl. Das fühlt sich einfach toll an und macht die Haut ruckzuck wieder streichelweich. Zwei Tassen Olivenöl auf circa 30 Grad erwärmen. In eine Schüssel füllen und die Hände reinstecken. Eine Handmassage sorgt dafür, dass auch die Nagelhaut schön geschmeidig wird und sich leichter zurückschieben lässt. Brüchige Nägel werden, wenn man das Ölbad einmal pro Woche macht, schön fest und glänzend.

 Das wärmt & regeneriert

Für alle, die schnell mal kalte Füße bekommen, ist ein Fußbad genau das Richtige. Das tut übrigens auch richtig gut, wenn man viel auf den Beinen war und die Füße geschwollen sind (was besonders in der Vorweihnachtszeit sicher bei den meisten Menschen der Fall ist, oder?!). Mein Favorit ist Badesalz mit Senf und Ingwer. Beides regt die Blutzirkulation an und wärmt so die Füße auf. In Russland setzt man übrigens auch bei Erkältung und Husten auf ein Senf-Vollbad. Meersalz und Magnesium reduzieren Schwellungen (zum Beispiel von Joik, 250 g, ca. 11 €).

Verwöhnen ist übrigens absolut kein Luxus. Der Dramatiker und Bühnen-Autor Oscar Wilde hat dazu mal gesagt: „Alle charmanten Leute sind verwöhnt, darin liegt das Geheimnis ihrer Anziehungskraft“.

Viel Spaß also bei der Verwöhnpflege,

wünscht Ute

Photo-Credit: Fotos: www.ralph-hartmann.com