Gerade in den letzten Wochen erscheinen viele Berichte von Arbeiterinnen und Arbeitern, die unter Menschen unwürdigen Zuständen arbeiten müssen. Sie arbeiten für einen Hungerlohn und setzen dabei oft auch ihre Gesundheit aufs Spiel. Und immer wieder frage ich mich, ob es nicht unsere Verantwortung ist, diese Missstände zumindest ein wenig zu verbessern bzw. an einer nachhaltigen Verbesserung zu arbeiten. Wir bei Peter Hahn haben diese Frage für uns mit einem klaren „ja“ beantwortet.

Ein schönes Beispiel für Fair Trade

Umso schöner, dass es eine steigende Anzahl von beispielhaften Lieferanten gibt die zeigen, dass menschenwürdige Produktionsbedingungen möglich sind. Eines dieser schönen Beispiele ist ein langjähriger Peter Hahn Lieferant aus Peru. Die Firma, die sich auf Alpaka-Produkte spezialisiert hat, wird von dem deutschen Auswanderer Matthias Hess und seiner peruanischen Frau Mariella Gonzales geleitet. Unser Lieferant arbeitet für die Produktion von Cardigans und Pullovern mit vielen kleinen Manufakturen in und um die peruanische Hauptstadt Lima zusammen.

Herrn Hess und seiner Frau Mariella ist es extrem wichtig, soziale Standards einzuhalten und ihren Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen zu bieten. So wundert es auch kaum, dass das Unternehmen kürzlich seine Fair Trade Peru Zertifizierung erhalten hat. Für die aufwändigen Überprüfungen im Rahmen der Zertifizierung reiste extra eine Sozial-Auditorin aus Hongkong an. Sie überprüfte nicht nur den Lieferanten, sondern auch die Manufakturen. Und damit nicht genug: Das Unternehmen wurde bereits durch die Fair Wear Foundation (FWF), eine international bekannte Initiative zur Überprüfung und Verbesserung von Sozialstandards, auditiert. Wirklich gute Signale, dass hier ernsthaft daran gearbeitet wird, soziale Standards zu etablieren und sie auch langfristig einzuhalten. Und zudem für die Peter Hahn Einkäufer und später für unsere Kundinnen ein gutes, beruhigendes Gefühl.

Bei ihrem Besuch in Peru konnte sich die Referentin für Nachhaltigkeit bei Peter Hahn, Patrizia Strupp, aber nicht nur ein Bild von unserem Alpaka-Lieferanten machen. Insgesamt hat Patrizia drei Manufakturen besucht und kann auch für diese Betriebe den Daumen nach oben zeigen. Die Werkstätten fertigen unter anderem für Peter Hahn hochwertige Artikel aus Alpaka in aufwändiger Handarbeit oder mit Flachstrickmaschinen. Besonders beindruckt haben Patrizia die Mitarbeiterinnen von Raquel Ramirez. Die ehemalige Mitarbeiterin von Herrn Hess hat sich mittlerweile selbstständig gemacht und bietet jetzt vielen Frauen, die sich durch ihre Handarbeit etwas dazu verdienen möchten, eine wichtige Anlaufstelle. Die Damen können zwar von zuhause aus arbeiten. Aber die meisten ziehen es vor, zu Raquel in die Werkstatt zu kommen, weil sie die Gemeinschaft schätzen und weil sie so Wissen weitergeben bzw. auch selbst Neues dazu lernen können.

Die kuschelweiche Strickjacke, den Artikel stellt eine Manufaktur her, in der an den Flachstrickmaschinen ausschließlich Männer sitzen. Auch hier investiert der Inhaber in die Infrastruktur und damit in die Sicherheit seines Betriebes. Zwei Beispiele sind die sicheren Treppengeländer und der schöne Pausenraum, in dem sich die Mitarbeiter in ihren Pausen aufhalten können.

Dem ein oder anderen mag das vielleicht bizarr vorkommen und einige von Ihnen werden sich fragen, ob die beschriebenen Maßnahmen nicht normal sein sollten. Die Realität sieht leider anders aus. Peter Hahn achtet deshalb sehr darauf, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die ihrer sozialen Verantwortung nachkommen. Denn im Zuge der fortschreitenden Globalisierung tragen wir alle ein Stück Verantwortung – und ich finde das auch gut so!