Mal unter uns – je älter wir werden, umso mehr Nörgel-Punkte gibt es vor dem Spiegel oder wenn man Fotos von sich sieht, stimmt´s? Das kann einem echt die Laune verderben – es sei denn, man kennt die richtigen Tricks, um ein paar Jahre zu streichen.

Klar, jeder mogelt, wenn es ums Aussehen geht – allen voran Promis & Models! Und weil ich gerne teile, kommen hier meine Lieblings-Tricks für ruckzuck tolles Aussehen.

Die perfekte Basis

Los geht’s mit der Grundierung. Wenn die Gesichtshaut nach dem Aufstehen oder vor dem wichtigen Termin blass, fleckig und trocken ist, hilft:

Tagescreme auftragen und sobald die eingezogen ist, einen Klecks Grundierung auf die Handoberfläche geben. Mit einem angefeuchteten Schwämmchen (das spendet und konserviert Feuchtigkeit in der Haut und glättet Knitterfältchen) streichend einarbeiten. Ganz wichtig: nicht die Ansätze zum Haar, den Ohren und dem Dekolleté vergessen. Und bloß keine zu dunklen Farbton verwenden, das macht nämlich alt. Die ideale Nuance ist maximal ein Ton dunkler als der eigene Hautton. Im Moment ist die „Diorskin Nude Air Serum Foundation“ (30 ml ca. 52 €) gerade mein Favorit, weil sie so zart wie ein Hauch ist und den Teint super-dezent verschönert.

Blickpunkt: schöne Augen

Dann sind die Augen dran. Taupe-farbenen Lidschatten ganz dezent als Kajal im unteren und oberen Wimpern-Rand auftragen und am äußeren Oberlid auftupfen. Nach innen leicht verwischen. Das klappt am besten mit den Fingern oder einem weichen kleinen Pinsel. Mein Favoit ist der „M.A.C Transformed Small Eyeshadow Satin Taupe“, (ca. 19 €), weil er sich so leicht auftragen lässt und gut hält.

Dann kommt der Strahle-Trick: Ecru-farbener Lidschatten wird auf das gesamte bewegliche Lid gepinselt – und zwar vom inneren Augenwinkel aus. Ich nehme am liebsten den „M.A.C Matte 2 Eyeshadow Blanc Type“, (ca. 19 €), weil er einen hauchfeinen Perlmuttschimmer hat, der Fältchen wegblendet und sie nicht wie die meisten Glanz-Lidschatten noch betont.

Noch einen Minitupfer unter die Augenbrauen geben, das vergrößert die Augen optisch – und ist auch nie einfach nur ein Luxus, weil ab 40 das Bindegewebe dehnbarer wird und Schlupflider entstehen, die die Augen verkleinern. Aber ganz ehrlich, da sitzen wir fast alle in einem Boot und außer meiner Schwiegermutter, die auch mit gerade frischen 90 Jahren noch echte Puppenlider hat, kenne ich niemanden, der das nur der Natur und den Genen zu verdanken hat!

Ein echtes Muss ist Wimperntusche. Die Bürste vorher am besten an einem Kleenex abstreifen, um zu verhindern, dass die Farbe an den feinen Härchen klumpt. Falls das doch mal der Fall sein sollte, wirkt eine Wimpernbürste Wunder. Damit entfernt man Überschüsse blitzschnell ohne Patzer (z. B. Wimpernbürste von Artdeco, ca. 2 €)

Spärliche Augenbrauen füllt man die Lücken entweder mit einem speziellen Augenbrauenstift auf. Dabei muss man ganz vorsichtig und dezent stricheln, damit der Effekt nicht wie angemalt aussieht. Und gaaanz wichtig: die Farbe muss mit der eigenen Brauenfarbe übereinstimmen, sonst wirkt’s leicht unnatürlich. Die Alternative: Augenbrauenpuder. Mein Favorit  ist die „Brow Powder Palette“ von Pixi by petra (ca. 21 €), weil sie sechs Farbtöne enthält und ich damit sogar den Farbton meiner hellen Härchen perfekt treffe. Den Puder mit dem Pinsel aufnehmen und vor dem Auftragen erst mal an der Handoberfläche abklopfen, damit man nicht zu viel Farbe erwischt. Mit einem hauchfeinen Pinsel über die Brauen streichen.

Concealer statt Lifting

Die Profis streiten sich ganz schnell um die Frage, ob man Concealer vor der Grundierung oder lieber fast zum Schluss auftragen soll. Ich denke, es kommt darauf an, ob man mit Puder-Make-up arbeitet – dann sollte der Concealer vorher aufgetragen werden, damit er nicht krümelt. Bei Flüssig-Make-up ist die Reihenfolge egal. Auf jeden Fall ist er ideal, um Falten zu verstecken – vor allem ausgeprägte Mimikfalten an Stirn, Nase und Mund. Mein Alltime-Favourite ist der „Touche Éclat“ von Yves Saint Laurent, weil er nicht rot- oder gelbstichig ist (ca. 36 €)

Wichtig: die Farbe sollte dem eigenen Hautton entsprechen. Im Zweifelsfall eher eine Nuance heller als zu dunkel wählen.

Lippen zum Küssen

Leider verabschiedet sich die Lippenkontur mit zunehmendem Alter immer mehr. Folge: blasse Lippen, die schmaler wirken. Deshalb empfehlen Schmink-Profis: mit einem rosenholzfarbenen Konturenstift (z. B. „Crayon Lèvres Nr. 03 Nude Rose“) die Kontur nachziehen und die Farbe mit den Fingern in Richtung Lippenmitte verwischen. Das verhindert erstens, dass die Kontur angemalt wirkt und sorgt zweitens für optisch vollere Lippen. Dann noch ein bisschen Gloss  auftupfen – am besten auch rosenholzfarben, weil das besonders natürlich wirkt (z. B. „Isadora Lipgloss Nr. 613 Gala Rose“, exklusiv bei Douglas).

Modellieren mit Rosenholz-Puder

Mit rosenholzfarbenem Puder oder Rouge kann man ganz toll tricksen. Am besten finde ich, dass es dem Gesicht mehr Ausdruck verleiht. Einen Tupfer auf Kinnspitze, Schläfen und Wangenknochen stäuben. Eine Visagistin, die auf reifere Kunden spezialisiert ist, hat mir übrigens mal gesagt, dass man beim Auftragen lächeln sollte, weil man so die Farbe am besten platziert bekommt. Mach ich gern ;-)

Und für alle, die schon ein bisschen gebräunt sind, empfehle ich Terracotta-Puder statt Rouge. Das verstärkt den Sonnengeküsst-Effekt noch!

Versprochen: Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. So dezent geschminkt starten Sie schön in den Tag oder den Abend – je nachdem, was der Schmink-Anlass ist. Viel Spaß beim Ausprobieren & ganz liebe Grüße von

Ute

Photo-Credit: Fotos: www.ralph-hartmann.com