Leinen richtig pflegen – Unsere Pflegetipps
©nndanko/iStock/GettyImages Plus

Leinen ist der perfekte Stoff für Frühjahr und Sommer. Leinenhosen, Leinenkleider und Leinenblusen sind darum echte Mode-Dauerbrenner. Die hochwertige Naturfaser steht für Leichtigkeit, Kühle und Frische – ein Wunderstoff mit eingebauter Klimaanlage. Er nimmt bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf, um sie schnell wieder an die Umgebung abzugeben. Außerdem ist Leinen extrem reißfest, lange haltbar, flusenfrei, schmutzabweisend und vom Anbau bis zur Entsorgung eine der umweltfreundlichsten Textilfasern, da Leinen sehr geringe Anforderungen stellt. Viele gute Gründe, um die eigene Garderobe mit Hosen, Kleidern, Blusen und das Schlafzimmer mit Leinenbettwäsche aufzufrischen. Damit Ihre schönen Dinge aus Leinen lange schön bleiben, sollten Sie ein paar Pflegetipps beachten.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Kleid aus 100% Leinen von BRAX FEEL GOOD, Art.-Nr. 126386

 

Woher kommt Leinen?

Wussten Sie, dass Leinen (auch bekannt als „Flachs“) zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt gehört? Die Ägypter kannten Leinen schon vor 5.000 Jahren. Und schon im Altertum wurde Leinen aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften beispielsweise für die Herstellung von Schiffsegeln genutzt. Leinen liebt es feucht und warm. Bis zu seiner Ernte reift der Flachs ca. 120 Tage und muss danach neu aus dem Samen gezogen werden. Die Bastfaser, die aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen wird, wird später zu Garn verarbeitet. Die feineren Garne stammen aus dem Langfaserflachs aus Europa. Aus Kurzfaserflachs, der vor allem aus den USA und Osteuropa stammt, wird neben dem Leinengarn auch Leinöl gewonnen.

©Faraonvideo/iStock/GettyImages Plus

 

Wie wird Leinen hergestellt?

Die Herstellung von Leinenstoff ist sehr aufwendig und daher hat Leinen auch seinen Preis. Zunächst wird die Flachspflanze geerntet (das Raufen), von den Samen befreit (das Riffeln) und anschließend getrocknet. Anschließend muss die Bastfaser im inneren des Stängels vom Holz des Stängels getrennt werden. Das nennt man rösten. Durch das Rösten wird auch der Leim der Pflanze entfernt und die Rinde aufgelockert. Letzte Holzteile werden in einer Schwingturbine vom Bast getrennt und die Faser wird der Länge nach geteilt. Erst jetzt kann der Flachs zu Leinenstoff gesponnen werden.

 

Natürliche Schönheit – lässig und anspruchsvoll

„Leinen knittert edel“, heißt es. Dass Leinen noch viel mehr kann, als sich lässig in Falten zu werfen, wird uns spätestens im Sommer klar. Die leichte Naturfaser wird immer beliebter. Weit, luftig und im edlen Look – Mode aus Leinen bringt frischen Wind in Ihre Garderobe.

Leinen bietet neben seinem Knitterlook viele weitere Vorteile. Reines Leinen hat einen kühlenden Effekt, was gerade im Sommer sehr angenehm ist. Außerdem ist Leinen flusenfrei und viel weniger schmutzanfällig als beispielsweise Seide. Oft genügt es, einfach nur feucht darüberzuwischen, wenn man gekleckert hat, um zu vermeiden, dass ein Fleck entsteht. Darüber hinaus ist Leinen extrem reißfest – das verleiht Mode aus Leinen eine lange Haltbarkeit. An Leinen haben Sie garantiert sehr lange Ihre Freude. Gut für Sie und gut für unsere Umwelt.

 

So waschen Sie Leinen richtig

Leinen ist nicht nur sehr angenehm zu tragen, es ist auch sehr pflegeleicht. Es gibt nur zwei Punkte zu beachten:

  • Benutzen Sie keine Bleiche oder Bleichzusätze (auch bei weißer Wäsche nicht)
  • Laden Sie die Waschmaschinentrommel nur halbvoll (reduziert das Knittern)

Wenn Sie jetzt noch die Hinweise im Pflegeetikett beachten, kannst nichts mehr schiefgehen.

 

Leinen richtig trocknen

©Ramon Portelli/iStock/GettyImages Plus

Leinen gehört nicht in den Trockner. Heiße Luft kann Ihre Kleidung einlaufen lassen. Am besten trocknen Sie Leinen an der frischen Luft. Vermeiden Sie aber direktes Sonnenlicht – Leinenfasern bleichen sehr leicht aus. Kleidung aus gestricktem Leinen (Jersey) sollten Sie auf keinen Fall auswringen, sondern nur vorsichtig ausdrücken. Dann in Form ziehen und liegend trocknen. Bitte bewahren Sie Leinen nur ganz trocken auf, da es bei einer feuchten Lagerung zu Stockflecken kommen kann.

 

Leinen richtig bügeln

Leinen ist ganz einfach zu bügeln. Sie können fast nichts falsch machen. Beachten Sie nur, dass Leinen leicht feucht gebügelt werden sollte. So vermeiden Sie Streifen und Falten. Schön glatt wird Leinen, wenn Sie es zuerst auf links und dann auf rechts bügeln – aber Vorsicht: dunkle Kleidungsstücke nur auf links bügeln. Noch ein Pflegetipp: Leinen einfach im Badezimmer aufhängen. Durch den heißen Wasserdampf der Dusche verschwinden Knitterfalten.

Viele weitere Pflegetipps für Ihre Kleidung finden Sie auch in diesem Beitrag.

Die edle Optik von Leinen und der angenehm kühlende Effekt werden Sie begeistern – vor allem wenn die Temperaturen steigen. Entdecken Sie tolle Leinenmode in unserem Online-Shop.