Das Wetter für unser Kaschmir- und Alpaka-Event hätte nicht besser sein können: Frostige Temperaturen und herrlich blauer Herbsthimmel über dem Remstal. Also genau richtig, um sich auch gedanklich in die beiden feinsten Naturfasern der Welt einzukuscheln.

Zehn Kundinnen reisen mit uns um die Welt

20. Oktober: Bei einem köstlichen Abendessen in Schorndorf, entführt Alpaka-Expertin Ute Gumz unsere 10 Teilnehmerinnen im Geiste nach Peru und Bolivien. Dorthin, wo unser Alpaka-Garn herkommt. Hier, in entspannter Atmosphäre, verrät Ute Gumz Wissenswertes, Anekdoten und Geheimtipps aus ihrem jahrelangen Erfahrungsschatz mit dem wertvollen Naturmaterial.

„Alpaka ist ein erotisches Gefühl.“

Für unsere Expertin hat Alpaka durchaus etwas Erotisches. Dass sie pure Leidenschaft für das Material empfindet, merken wir ihr sofort an. Für Ute Gumz ist Alpaka nicht nur eine Naturfaser, sondern ein Gefühl. So besitzt die Wolle der Alpakas auch jede Menge Vorteile, die das Garn auf der ganzen Welt immer begehrter machen. Alpakas liefern Wolle in bis zu 23 unterschiedlichen Farbtönen – von Naturweiß bis Schwarz. Allesamt lassen sich aber sehr gut einfärben, ohne ihren Glanz zu verlieren. So sind unzählige leuchtende Farbtöne möglich. Der „Frisörbesucht“ steht bei den liebenswerten Tieren übrigens nur alle ein bis zwei Jahre bevorzugt November bis April an.

Daneben hat Alpakahaar aufgrund seiner Luftkammern wärmeausgleichende Eigenschaften und ist damit ganzjahrestauglich. Das leichte Material weich und anschmiegsam, widerstandsfähig und elastisch und Pilling-frei. Die unschönen „Knötchen“  gehören bei Alpaka der Vergangenheit dan. Klar, dass so viele gute Eigenschaften auch ihren Preis haben. Dafür werden Sie mit einer sehr hohen „Lebenserwartung“ Ihres Alpaka-Kleidungsstücks belohnt. Sicherlich werden Sie auch gerne hören, dass Alpaka gut selbst gewaschen werden kann im Wollwaschgang oder per Hand. Meist genügt aber auch ausgiebiges Lüften an der frischen Luft, da das Haar Gerüche nicht annimmt. Einzig Motten können Ihren wertvollen Alpaka-Lieblingen gefährlich werden. Da hilft Zedernholz, Verpacken in Zeitungspapier und trockene, dunkle Lagerung.

Echte Unikate in Handarbeit

Unsere Alpaka-Modelle werden in kleinen Manufakturen von Hand gefertigt. Für einen Poncho von INKADORO beispielsweise, benötigen die Näherinnen ca. 10 Tage. Der Färbevorgang dauert 25 bis 30 Tage, je nachdem, wie aufwändig der Farbverlauf (zum Beispiel bei Melange-Tönen) sein soll. Aufgrund der vielen handwerklichen Schritte und der leichten Farbvarianzen beim Einfärben, halten Sie bei INKADORO am Ende ausschließlich Unikate in der Hand. So wie die verschlusslose Strickjacke oder Longjacke in Linksstrickoptik.

Am zweiten Tag geht es in die Innere Mongolei

21. Oktober: Am zweiten Tag steht die Königin der Naturgarne im Mittelpunkt: Kaschmir. Nach einem stärkenden Frühstück startet der Workshop, in dem unsere Teilnehmerinnen im ersten Teil alles über Kaschmir erfahren. Und im zweiten Teil als Erste einzelne Kaschmir- und Alpaka-Artikel aus der Frühjahr/Sommerkollektion 2017 sehen, fühlen und beurteilen dürfen. Hier ist das ehrliche Feedback zu Farben, Qualität, Passform, Schnitt und Tragbarkeit gefragt. Dieses Feedback soll uns helfen, noch besser zu werden und noch näher am Bedürfnis unserer Kundin zu sein und fließt deshalb in die nächste Kollektion ein.

„Kaschmir ist ein tolles Gefühl auf der Haut.“

Unser Hauptlieferant für dieses luxuriöse Garn ist die weiße Kaschmirziege, von der in der Inneren Mongolei rund 30 bis 40 Millionen leben. Die weißen Ziegen, die in der Regel bis zu sechs Jahre alte werden, liefern das qualitativ hochwertigste Haar, nicht nur, weil es am besten einzufärben ist. Der Knackpunkt bei der Herstellung von Kaschmirgarn ist der Waschvorgang. Die Eigenschaft des Wassers spielt eine wesentliche Rolle und ist dafür verantwortlich, wie weich das Grundmaterial am Ende ist. Je häufiger man Kaschmir wäscht, umso weicher wird es übrigens.

2 oder 6 Fäden?

Bei Kaschmir lesen Sie häufig etwas von 2-fädig oder 6-fädig oder so ähnlich. Wir werden häufig gefragt, ob die Anzahl der Fäden für eine bestimmte Qualität steht. Allerdings liefert die Anzahl der Fäden lediglich einen Hinweis auf die Garnstärke und somit auch auf die Dicke des fertigen Produkts.

2-fädig heißt also lediglich, dass immer 2 Fäden versponnen werden. 6-fädig dann entsprechend mit 6 versponnenen Fäden, zum Beispiel für dicke Winterpullover. Im Preis macht sich die Anzahl der versponnenen Fäden natürlich bemerkbar, denn je mehr Fäden versponnen werden, desto schwerer wird der Artikel und damit auch automatisch teurer, weil Kaschmir nach Gramm bezahlt wird.

Aber ganz gleich, ob Sie 2-fädiges oder 4-fädiges oder 6-fädiges Kaschmir tragen, unsere Einkaufsleiterin und Kaschmir-Expertin Heike Hillebrecht ist überzeugt: „Kaschmir ist ein tolles Gefühl auf der Haut.“ Wer es einmal versucht hat, wird das sicherlich bestätigen.

Wenn auch Sie jetzt Lust bekommen haben, mehr über unsere Produkte zu erfahren – und zwar aus erster Hand, dann schauen Sie regelmäßig auf unserem Blog vorbei. Hier erfahren Sie, wann der nächste Event für Kundinnen und Freunde von Peter Hahn stattfindet. Bis dahin, halten Sie sich schön warm mit Alpaka und Kaschmir.