Zwillingspaaren wird nachgesagt, sie seien ein Leben lang durch ein unsichtbares Band eng miteinander verbunden und fühlen sich unbehaglich, wenn das jeweilige Pendant räumlich zu weit entfernt verweilt.

Ich vermag nicht zu behaupten, ob das Twinset – der Klassiker-Liebling vieler Frauen – deshalb so benannt wurde. Denn frei übersetzt könnte man das Twinset auch als Zwillingspaar bezeichnen. Zumindest bedeutet „set of twins“ nichts anderes als genau das. Passend fände ich die Assoziation auf jeden Fall. Wer die Vorzüge des Zweiteilers erst einmal für sich entdeckt hat, mag auf diese nur noch ungern verzichten. Ähnlich wie beim menschlichen Vorbild funktioniert das Twinset zwar auch getrennt. Und das ist auch einer seiner Trümpfe. Denn der Pullover oder das Top können genauso unter einer anderen Jacke getragen werden, wie die Jacke über einem anderen Unterteil. Vollendet allerdings ist es meiner Meinung nach als Einheit. Denn so zeigt es sich von seiner edelsten, klassischsten Seite.

Besser spät als nie!

Nun muss ich ehrlich sagen, dass ich zu den Spät-Entdeckern gehöre, weil ich in Sachen Twinset vorurteilbehaftet war. Meine stets schicke Tante Erika trug fast ausschließlich Zweiteiler und war modisch immer up to date. Doch als wesentlich jüngere Nichte möchte man sich natürlich in Sachen Mode von der Tante abgrenzen.

Aber das ist genauso Schnee von gestern, wie meine damalige Annahme, Twinsets hätten etwas Eingestaubtes. Das Repertoire ist mittlerweile so vielseitig, dass es für jeden Geschmack und jedes Alter das geeignete Paar bereithält.

Besonders weich fließend und edel sind diese verschlusslose Jacke mit Schalkragen und das dazugehörige Top. Die Chiffon-Elemente hauchen diesem Ensemble Noblesse und einen Touch von Extravaganz ein. Der dezent körpernahe Schnitt schmeichelt weiblichen Kurven. Aufgrund der leichten Jerseyqualität ist diese Kombination die optimale Wahl für die Übergangszeit. Und an besonders warmen Tagen macht das Top dank der Chiffon-Bordüre auch alleine getragen eine richtig gute Figur. Ich persönlich mag gerne Stilbrüche und trage das Twinset gerne zur Lederhose.

Von wegen angestaubt: Das Twinset ist total trendy!

Und auch dieses schöne fallende Feinstrick-Twinset besticht durch seine vielen, pfiffigen Details. Ein Rippeneinsatz auf Taillenhöhe modelliert genau wie der streckende Schalkragen die Figur. Zierknöpfe am Armabschluss sind hübsche Flottmacher.  Mit 75 cm Länge kaschiert die Jacke zudem frauliche Hüften. Wie häufig in der Mode entscheiden die Accessoires darüber, ob diese Kombi eher schick oder eher sportlich-leger anmutet. Mit einem üppigen Schal und zu Jeans und Sneakers kombiniert, entsteht ein schöner Lässig-Look. In Verbindung mit edler Long-Kette und zur feinen Stoffhose und Pumps zeigt das Twinset sein feines Gesicht.

Richtig cool finde ich das Poncho-Twinset aus 100 % Leinen. Auch hinsichtlich der „coolenden“ Eigenschaften von Leinen. Das anliegende Longtop bildet die Basis für den superschmeichelnden Layering-Look und ist das unverzichtbare Trickmittel, damit der Poncho von sackig zu total kaschierend mutiert. Es wird Figur gezeigt und zugleich werden Pölsterchen umspielt. Daumen hoch für dieses rassige Twinset, das nun wirklich gar nichts Gediegenes hat.

Haben Sie auch eine Tante Erika?

Meine Tante Erika wäre bestimmt auch begeistert. Mein Tipp für Frauen, die wie ich viel Oberweite haben: Kaufen Sie dieses Modell nicht zu groß, da die Oberweite sonst üppiger wirken könnte.

Haben Sie vielleicht auch eine Nichte, die Ihren Twinsets kritisch gegenüber steht? Dann können Sie ihr ja von mir erzählen…