Jetzt kommt Damenmode groß raus – im wahrsten Sinne. Denn alles wird etwas größer, dafür zurückhaltender in der Form. Den Oversize-Look kennen wir ja bereits. Neu ist, dass dieser Look sich jetzt auch bei den Details durchsetzt. Große Kragen und Knöpfe sowie große, aufgesetzte Taschen sind im Trend.

Unser Modeexperte Manrigo Zippo kennt die Modebranche wie seine Westentasche. Er leitet seit 14 Jahren die beiden Peter Hahn-Modehäuser in der Schweiz. Und auch er sagt: „Herbst/Winter 2014 wird einfach großartig.“. Wir haben ihn zu einem kurzen Interview getroffen.

Redaktion: Herr Zippo, Sie sagen, in der neuen Saison wird alles in der Mode etwas größer? Bedeutet das, dass Frauen sich in unförmigen, übergroßen Kleidern verstecken müssen?

Manrigo Zippo: Nein, nein, im Gegenteil. Die klar definierten, minimalistischen Formen gehen nicht auf Kosten der Weiblichkeit. Gerade die Zurückhaltung in der Schnittführung ist es, die sehr feminin wirkt.

Redaktion: An welchen Farben kommen wir in dieser Saison nicht vorbei?

Manrigo Zippo: Für mich ist Camel die Farbe der Saison. Sie können Camel zu allem tragen. Besonders zu Marine, Tannengrün und auch zu Grau sieht sie wunderschön aus. Kombinieren Sie zum Beispiel einen Camel-Blazer zu einer dunkelblauen Jeans und einer weißen Bluse, schon haben Sie ein Outfit von zeitloser Eleganz. Oder denken Sie an den Kamelhaarmantel mit großem Kragen und Bindegürtel. Ein absoluter Klassiker seit über 30 Jahren.

Redaktion: Wachsen auch die Accessoires auf XXL an?

Manrigo Zippo: Auch bei den Accessoires lautet die Devise groß und selbstbewusst. Beim Schmuck setzen die Designer auf opulente Steine. Und bei Handtaschen sind XXL-Formate mit breiten Trageriemen ein Must-have. Ich finde es aber wichtig, dass jede Frau bei der Mode auch auf ihr Bauchgefühl achtet. Denn Mode kann nur wirken, wenn man sich darin wohlfühlt. Die Intuition ist nach wie vor die beste Beraterin. Deshalb empfehle ich meinen Kundinnen, eher zu reduzieren. Also weniger Make-Up, nicht zu viel Schmuck und weniger Farben, dafür aber die Richtigen.