Unsere sogenannte Mitte kann ganz schön nerven. Vor allem, wenn sie sich so nach vorn wölbt, dass Hosen & Co. anfangen zu kneifen. Ich will Euch jetzt gar nicht mit zu viel Wissen langweilen, heute gibt es mal wieder Tipps satt, nämlich alles für einen flacheren Bauch.

Nur schon mal als anspornende Info: Weil die Stoffwechsel-Aktivität der inneren Fettzellen rund um die Bauchregion sehr hoch ist, wird man die unerwünschte Wölbung viel schneller los als beispielsweise am Po, an dem sich die trägen, äußeren Fettzellen ballen.

Und weil vor allem Ballaststoffe in der Lage sind, den Stoffwechsel der Fettzellen noch stärker anzukurbeln, esse ich jetzt vor allem Vollkorn-Produkte – auch wenn das französische Baguette noch so lecker ist. Schade eigentlich, dass besonders leckere Sachen fast immer auch Dickmacher sind, oder?!

Kleine Bauch-weg-Snacks für zwischendurch

Wenn der kleine Hunger kommt, zeigen Sie ihm einfach die rote Karte – und zwar mit einem Tomatencocktail. Dafür wasche ich zuerst eine Stange Sellerie, gieße dann 250 ml Tomatensaft (ich nehme immer den ungewürzten) in ein Glas gießen, mit etwas Pfeffer würzen und mit der Selleriestange umrühren. Die esse ich natürlich mit. Effekt: dämpft das Hungergefühl und hat gerade mal 50 Kalorien. Joghurt und Molke pushen den Stoffwechsel und straffen die Haut. Und Heidelbeeren entwässern und straffen ebenfalls. Deshalb esse ich sobald es frische Beeren gibt, einmal täglich Joghurt mit frischen Heidelbeeren.

Tropen-Power

Papaya regt mit seinen Enzymen Papain und Chymopapain die Verdauung an und sorgt so für einen flachen Bauch.

Light-Produkte sind echt trügerisch

Denn der niedrige Fettgehalt von Diätprodukten wird oft durch eine Extraportion Zucker ersetzt, der für den Geschmack sorgen soll. Und zuckerfreies Kaugummi macht dick. Vor allem, wenn es Sorbitol enthält, das unser Körper nur sehr schwer verdauen kann. Effekt: Blähungen. Außerdem signalisiert das Kaugummi-Kauen dem Gehirn, dass wir Hunger haben. Übrigens: auch Birnen enthalten Sorbitol!

Der Mix macht’s

Ernährungswissenschaftler empfehlen beim Essen übrigens einen Mix aus sauer, süß, salzig und bitter. Wenn eine Mahlzeit alle vier Geschmacksrichtungen enthält, schaltet unser Sättigungszentrum nämlich viel schneller auf „bin satt“.

Scharf macht schlank

Auch scharfe Gewürze sind echte Schlankmacher. Die Scharfmacher-Stoffe aus Chili, Meerrettich und Ingwer bremsen den Appetit und kurbeln die Fettverbrennung an.

Lieber ohne Prickel

Am besten einen Bogen machen um kohlensäurehaltige Getränke, Softeis und Schlagsahne. Sie enthalten nämlich jede Menge Luft, die den Bauch sofort dicker aussehen lässt.

Blitz-Tipp à la Hollywood

Für den großen Auftritt auf dem roten Teppich setzen amerikanische Stars und Sternchen auf diesen Tipp für einen flacheren Bauch: 24 Stunden vorher nur Proteine (Milchprodukte, Fleisch, Fisch) und weiches grünes Gemüse essen sowie circa 2,5 Liter stilles Wasser plus ungesüßten Kräuter-Tee trinken.

Kneif mich mal!

Models schwören auf diese Massage-Technik, um die Haut am Bauch schön straff und glatt zu halten: Mit Daumen und Zeigefinger (evtl. Mittelfinger hinzunehmen) einen Hautwulst greifen, abheben, leicht wegziehen und „zurückschnellen“ lassen. Zuerst sanft, dann stärker, bis sich alles schön warm anfühlt. Falls es unangenehm ist, nicht aufhören, sondern einfach etwas sanfter weitermachen. Zwei Minuten lang massieren, am besten zweimal täglich.

Effektive Bauch-weg-Übungen

Festigt den Bauch: In Rückenlage, die Arme liegen seitlich entspannt, die Handflächen zeigen nach unten, die Beine sind im 90 Grad-Winkel aufgestellt, der Bauch ist angespannt. Jetzt den Po anheben, das Körpergewicht wird nur von Schultern und Fersen gehalten. Das linke Bein gestreckt anheben, bis es parallel zum rechten Bein ist. 20 Sekunden lang halten, das Bein wechseln. Jeweils 10 x. Nebeneffekt: ein knackiger Po.

Trainiert die geraden und schrägen Bauchmuskeln: Auf einer Matte knien, die Beine hüftbreit auseinander, die Arme unterhalb der Schultern durchstrecken. Jetzt das linke Bein anheben und nach hinten durchstrecken. Kurz halten, wieder in den Kniestand gehen. 10 x wiederholen. Dann die Übung mit dem rechten Bein wiederholen. Dabei die Körpermitte anspannen, den Bauchnabel nach innen ziehen und den Rücken gerade machen. Darauf achten, dass das Körpergewicht gleichmäßig auf beide Hände verteilt ist und man nicht zur Seite ausweicht. Schöner Nebeneffekt: straffe Arme!

Badenixen-Trick

Übrigens: Schwimmen macht einen flachen Bauch. Denn durch den Wasserdruck wird die Haut permanent massiert und das fördert die Gewebe-Durchblutung. Auch der Abtransport von Gewebeflüssigkeit (Lymphe), die uns aufgebläht aussehen lässt, wird angekurbelt.

Gute Nacht, lieber Bauch

Auch gut: Mindestens 7 Stunden lang schlafen. Schlafmangel fördert nämlich die Produktion des Hormons Ghrelin, das den Stoffwechsel verlangsamt und den Appetit anregt. Bei weniger als vier Stunden Schlaf, ist das Risiko, überflüssiges Bauchfett anzusetzen, um 73% höher!

Jetzt werde ich erst mal etwas für einen flacheren Bauch tun: und zwar mich auf dem Sofa ausstrecken. Denn Forscher der Yale-Universität raten: „Schalten Sie öfter mal einen Gang zurück“. Laut ihrer Studie nehmen Menschen mit konstant hohem Stress-Spiegel in sechs Jahren rund zehn Kilo zu – und zwar vor allem am Bauch. Der Grund: Für den Organismus stellt Bauchfett einen wirkungsvollen Schutz in Stress-Situationen dar, weil es von der Leber in Notlagen schnell in Energie umgewandelt werden kann.

 

Fotos: www.ralph-hartmann.com