Das Weihnachtsfest naht und mit ihm die große Frage, was anzuziehen ist…

Genau wie beim Weihnachtsbaum entscheiden wir mit der Wahl unseres „Schmucks“, sprich unserer Kleidung, wie wir auf andere wirken. Die einen mögen es pompös und glitzernd, die anderen schlicht und natürlich.

Das A & O ist wie so oft die Authentizität. Würde ich einen Baum mit Lametta aufstellen, wäre das nicht ich. Ich würde mich also in meinen eigenen vier Wänden unwohl fühlen.

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Ob es wohl meinem Sternzeichen Schütze liegt, dass ich einen großen Freiheitsdrang verspüre? Selbst wenn diese Herleitung wahrscheinlich nur Quatsch ist, ist meine Sucht nach Bequemlichkeit in Punkto Kleidung tatsächlich sehr ausgeprägt. Ich frage mich, wie Frauen klaglos von morgens bis abends in unnachgiebigen Blusen und stretchlosen Röcken oder Hosen ihre Frau stehen. Denn um wirklich authentisch sein zu können, muss ich mich in meiner zweiten Haut uneingeschränkt wohl fühlen.

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Können Sie es noch? Ich meine Stricken? Ich würde „rechte“ und „linke“ gerade noch hinbekommen, wüsste aber weder, wie man anfängt, geschweige denn, wie man vollendet.

Als ich in der Grundschule war (also in den 70iger-Jahren), hat man diese alte Handwerkskunst noch im Schulunterricht beigebracht bekommen. Es würde mich interessieren, ob das heute auch noch so ist. In der fortführenden Schule fand ich es dann überaus ulkig, dass mein Klassenlehrer sich mit Hingabe diesem eher weiblichen Hobby widmete. Dass ich es irgendwann aufgab, lag unter anderem an meinem mangelnden Sinn für Feinmotorik und an meinem Bruder Heinz, der sich immer über das „Quietschgeräusch“ echauffierte. Ich war wohl vermutlich zu engmaschig und verkrampft unterwegs.

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Verlässt man die Po-Ebene von Mailand kommend und betritt bei Alessandria die Provinz Piemont, so nimmt man sofort die veränderte, lieblichere Umgebung wahr. Sanfte Hügel, voll mit Weinreben, die sich im diffusen Licht der tiefer stehenden Oktober-Sonne zu einem pittoresken Bild formieren. Auf einigen Hügeln thronen stolz die baulichen Zeitzeugen aus Epochen, während derer die Region noch vor den vom nahen Meer her einfallenden Piraten geschützt werden musste. Sofort spürt man: Diese Gegend ist nicht ohne Grund UNESCO-Weltkultur-Erbe und hat einen ganz eigenen Reiz mit einer sehr beruhigende Energie. Und noch etwas: Die berühmte Piemont-Kirsche kann nur eine Mähr sein. Denn zumindest um Barolo herum ist kein einziger Kirschbaum zu entdecken.

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Für mich als bekennender Fan des Südeuropa-Urlaubes kostete es schon ein bisschen Überwindung, den diesjährigen Sommerurlaub in Schweden zu verbringen.

Reisen erweitert bekanntlich den Horizont – und so war es einfach mal wieder an der Zeit für eine neue Perspektive. Dass wir ein rotes Holzhaus gebucht haben, versteht sich von selbst. Manche Klischees verfolgen einen schon seit der Kindheit. Natürlich gehört Michel aus Lönneberga auch in mein Filmrepertoire und prägte meine Vorstellung von Schweden genau wie meine Heldin aus Kindertagen; Pippi Langstrumpf.

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Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Dies jedenfalls besagt die traditionelle (Segler-)Theorie. Als die Prognosen für Pfingsten Dauerregen und für den Norden Italiens Sonne ankündigten, zögerte ich trotz der Segler-Weisheit nicht lange und buchte kurzerhand im Internet eines der wenigen freien Zimmer in der schönen Kleinstadt Varese, der Hauptstadt der Provinz Varese in der Lombardei. Meinen Schatz musste ich nicht lange becircen, um ihn vom Spontantrip zu überzeugen. Ein einziger Impuls für sein Gedanken-Kino genügte: „Stell dir vor, morgen früh einen Cappuccino und ein bisschen Dolce Vita auf dem sonnigen Marktplatz von Varese mit mir zu genießen“…

Die schöne Universitätsstadt Varese haben wir übrigens mal zufällig entdeckt. Als ich während der letzten Schlechtwetter-Phase auf der Landkarte nach der nächsten italienischen Kleinstadt mit Schön-Wetter-Chance gesucht habe, ist mein Finger auf Varese gelandet.

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Trendbewusst ist laut Fremdwörterlexikon, „wer dem aktuellen (modischen) Trend folgt und sich zumeist stilsicher kleidet“. Guter Stil kommt von Intuition, von Haltung. „Intuition wiederum ermöglicht Frauen, ganz sicher zu sein, ohne es genau zu wissen (Klaus Klages)“. Will heißen: Wenn Sie in Sachen Stil Ihrer Intuition folgen, so sind Sie goldrichtig und authentisch unterwegs. Und Authentizität, da bin ich mir ganz sicher, ist der Schlüssel zu innerer Schönheit.

Trendbewusstsein setzt also nicht zwangsläufig voraus, stets allen Trends der jeweiligen Saison verkrampft hinterherzujagen.  Ich glaube, die wahre Kunst und das Vergnügen bestehen darin, dem eigenen Stil entsprechend Stilelemente herauszupicken und mit diesen zu spielen. Sozusagen typgerechte, selektive Wahrnehmung.

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Ein schottischer Schäfer hat seinen Schäferstock locker geschwungen und zufällig einen Stein getroffen, welcher wiederum in ein Mauseloch flog.
Wissen Sie, welche Sportart durch diese „hole in one“-Legende angeblich geboren wurde? Genau: der Golfsport.

Mich würde ja brennend interessieren, ob der Schäfer das noch ein zweites und drittes Mal geschafft hat, dieses Mal allerdings bewusst und geplant. Denn als ich nun, zirka 15 Jahre nachdem ich zuletzt einen Golfschläger in der Hand gehalten habe, beim Schnupperkurs zum ersten Mal erneut auf der Driving-Range stehe, fällt mir schlagartig wieder ein, was mich an diesem Sport schon damals schier verrückt gemacht hat: Die große Herausforderung, dem Körper und Geist eine symbiotische Schwingung zu entlocken – und das koordiniert und konstant.

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Zwillingspaaren wird nachgesagt, sie seien ein Leben lang durch ein unsichtbares Band eng miteinander verbunden und fühlen sich unbehaglich, wenn das jeweilige Pendant räumlich zu weit entfernt verweilt.

Ich vermag nicht zu behaupten, ob das Twinset – der Klassiker-Liebling vieler Frauen – deshalb so benannt wurde. Denn frei übersetzt könnte man das Twinset auch als Zwillingspaar bezeichnen. Zumindest bedeutet „set of twins“ nichts anderes als genau das. Passend fände ich die Assoziation auf jeden Fall. Wer die Vorzüge des Zweiteilers erst einmal für sich entdeckt hat, mag auf diese nur noch ungern verzichten. Ähnlich wie beim menschlichen Vorbild funktioniert das Twinset zwar auch getrennt. Und das ist auch einer seiner Trümpfe. Denn der Pullover oder das Top können genauso unter einer anderen Jacke getragen werden, wie die Jacke über einem anderen Unterteil. Vollendet allerdings ist es meiner Meinung nach als Einheit. Denn so zeigt es sich von seiner edelsten, klassischsten Seite.

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Haben Sie noch Ihr Poesie-Album von einst? Meins ist mir unlängst in die Hände gefallen. Das erste Umblättern war wie der Start in eine Zeitreise. Ganz vergessen hatte ich, dass Sylvia alias Sille die Angewohnheit hatte, „Ratzefummel“ (zu Deutsch: Radiergummis) zu vespern und stets strickend im Unterricht saß.

Neben flotten Sprüchen wie „in allen vier Ecken soll Liebe drin stecken“ oder „Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Nur die eine nicht und die heißt Vergissmeinnicht“, wurden unter anderem Lieblingstier, Lieblingsessen und Lieblingsfarbe benannt. Bei mir stand da immer Gelb. Die Farbe der Sonne fand sich dann auch lange Zeit auf meiner Tapete. Aber genaugenommen war es das auch schon mit der Farbe Geld. Denn ich wollte weder ein gelbes Auto fahren, noch stand mir die Farbe Gelb je gut zu Gesicht.  Und so ist meine Lieblingsfarbe nur noch ein Relikt aus Poesie-Album-Zeiten.

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