Als ich hörte, dass große Teile für den neuen Peter Hahn Katalog Frühjahr/Sommer in Italien fotografiert werden sollten, hatte ich schon ein Kribbeln im Bauch. Als ich dann erfuhr, dass es in meine Heimat Apulien gehen soll, war ich komplett aus dem Häuschen vor Freude und auch ein bisschen vor Stolz. Frau Weller, Bereichsleiterin Werbung, eine überzeugte Italien-Reisende, begründet die Wahl so:

„In Apulien haben wir weite Strände und Meer, die klassischen italienischen Locations mit den eher beigen Hintergründen und Farben, aber auch viele weiße, hellere Orte mit tollen verwinkelten Gässchen, spektakulären Blicken und Aussichten aufs Meer und wunderschöne kleine Dörfer gefunden, die eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlen. Darüber hinaus gibt es dort die typischen Masserie. Eine Masseria ist ein Landgut, eine Art Bauernhof, von denen mittlerweile viele zu zauberhaften Hotels umgebaut werden. In zwei dieser Masserie durften wir dann trotz Hochsaison arbeiten, was nicht selbstverständlich ist.  Diese Locations waren perfekt für uns.“ Übrigens verlosen wir ein Stück köstliches Italien am Ende des Beitrags.

Katalog-Shooting: So läuft ein „typischer Tag“ ab

Die erste Challenge des Tages ist es, vor Sonnenaufgang aufzustehen. Und das ist im Sommer früh, sehr früh. Meist beginnt der Haare-Make-Up Artist mit den Models schon gegen 4 Uhr bis 4.30 Uhr. Gegen 5.30 Uhr bricht das gesamt Team dann auf zur Shooting-Location. Dort werden dann die Hintergründe für die einzelnen Doppelseiten im Katalog festgelegt und gegebenenfalls noch ein paar Tests durchgeführt. Parallel bespricht man die erste Doppelseite mit der Stylistin, um alle Styling-Accessoires, Schuhe, Hüte, Schmuck und so weiter am Model zu testen. Dann erfolgen auch die letzten Anpassungen an Haaren und Make-up, um sie an die Outfits anzupassen. Sobald der Fotograf sein Okay zum Licht bzw. zu den Lichtverhältnissen gibt, kann das Shooting beginnen. Das ist dann meist gegen 7 oder 7.30 Uhr. Oft wird den ganzen Tag durchgearbeitet und der Lunch muss irgendwie nebenbei stattfinden. In einem Land der Genüsse wie Italien natürlich sehr schade. Spätestens um 18 Uhr treten wir dann die Rückfahrt zu unserem Hotel an. Dort besprechen wir die Doppelseiten für den nächsten Tag und treffen eine Fotoauswahl der geshooteten Motive, damit der Digital-Assistent die Bilder auf den Peter Hahn Server hochladen und die Grafik am nächsten Morgen direkt damit beginnen kann, mit den Bildern zu arbeiten.

Entdecken Sie mein Apulien

Apulien ist ein wenig wie das Aschenputtel Italiens. Häufig belächelt von den Schwestern und vielleicht erst auf den zweiten Blick als Schönheit zu erkennen. Aber wer den Landstrich vom Sporn bis hinunter zum Absatz einmal kennengelernt hat, wird sich in die Region verlieben und immer wieder kommen. Noch ist Apulien kein Ziel von Massentourismus. Wenn Sie mich fragen: zum Glück! An den Stränden hat man noch Platz, die Menü-Karten in den Restaurants sind nicht dreisprachig und die Preise sind absolut akzeptabel. Wer sich die lange Anreise über die Autostrada del Sole nicht antun möchte, hat seit einiger Zeit auch die Möglichkeit, mit einer „Billig-Airline“ in die Hauptstadt Bari zu fliegen. Mein Tipp: Besuchen Sie Apulien im Frühjahr. Da sind die Temperaturen noch sehr angenehm und die süditalienische Sonne hat die Erde noch nicht verbrannt. Meiden Sie Apulien bzw. ganz Italien nach Möglichkeit im August. Es sei denn, Sie lieben es, wie Sardinen am Strand zu liegen. Am 15. August ist Ferragosto (Mariä Himmelfahrt), einer der wichtigsten Feiertage in Italien. Ganz Italien hat an diesem Tag frei und stürmt an die Strände. Die Läden haben fast ausnahmslos geschlossen und wer Pech hat, verbringt den halben Tag im Stau. Der August ist ohnehin DER Ferienmonat in Italien. Und nachdem es die Italiener halten wie die Deutschen und ihre Ferien am liebsten im eigenen Land verbringen, kann es in Restaurants, in Museen, am Meer, am Hotelpool schon einmal eng werden. Im September ist es übrigens noch warm genug, um im Meer zu baden. Die letzten Jahre konnte man sogar noch bis in den Oktober ins Meer, weil das Wasser von den viel zu heißen Sommermonaten die Hitze regelrecht gespeichert hatte.

Das Peter Hahn Team hatte am 15. August besonderes Glück: Denn in der Masseria Maizza, einer der Shooting-Locations, findet jedes Jahr ein wahrhaft gigantisches Fest für die Hotelgäste und Freunde der Familie statt – und das komplette Team wurde freundlicherweise dazu eingeladen. Dieses Jahr wurde der gesamte Innenbereich des Hotels für einen Abend in einen „Jahrmarkt“ verwandelt. Mit Gauklern, Straßenmusikern, Zauberkünstlern, Karussells, einem schier nicht enden wollenden Buffet mit allen nur denkbaren italienischen Leckereien und einem riesigen Partyzelt. Und einem spektakulären Feuerwerk zum Abschluss, das erst nach circa 20 Minuten erlosch und diesen besonderen Abend krönte – und das ganze Team war wie verzaubert.

Must-see: Meine Tipps für Apulien

Wer religiöse Bauten mag, wird in Cerignola mehr als fündig. Neben den zahlreichen gut erhaltenen Kirchen der Altstadt, sollten Sie sich den majestätischen Dom Tonti nicht entgehen lassen, der zu den eindrucksvollsten Sakralbauten in Süditalien zählt. Strandurlaubern mit Individual-Charakter empfehle ich beispielsweise die Baia di Manaccora mit ihrem türkisfarbenem Wasser und dem schönen Sandstrand. Einen eher typischen Urlaubsort mit All-inklusive-Angeboten finden Sie zum Beispiel in Lido di Monopoli mit seinem goldenen Strand und zahlreichen Unterhaltungsangeboten.

Überall wo Sie hinfahren, Sie werden an ihnen nicht vorbeikommen: die weltberühmten Trulli. Die runden Einraum-Häuschen mit ihren kegelförmigen Dächern, die ein wenig an die Schlumpf-Häuser erinnern, werden heute meist „zweckentfremdet“ und dienen häufig als Ferienwohnungen. Eine ganze Stadt voller liebenswerter Trulli ist Alberobello. Auf jeden Fall einen Ausflug wert ist auch die kleine Stadt Ostuni. Sie liegt malerisch auf einem Hügel und blendet vor allem in den Hochsommermonaten ihre Besucher sprichwörtlich. Die „weiße Stadt“ besitzt aufgrund ihrer mit Kalk geweißten Häuser eine intensive Leucht- und Anziehungskraft. Und bestaunen Sie auf jeden Fall den berühmten apulischen Barock, von dem Sie in Lecce besonders viele meisterliche Bauten zu sehen bekommen.

Ich könnte endlos weiter schreiben und Ihnen Tipps geben. Aber: Besuchen Sie Apulien am besten selbst und lassen Sie sich von diesem ursprünglichen Landstrich mit seinen besonders herzlichen Einwohnern verzaubern. Das Angebot an ganz speziellen, individuellen Unterkünften ist mittlerweile wirklich ordentlich und Sie werden staunen, wie viele Design-Schätzchen Sie dort entdecken werden.

Sehr gut essen und trinken

Essen kann man in Apulien überall wirklich sehr gut. Die Pasta wird in den meisten Restaurants selbstgemacht. Das Peter Hahn Team konnte in Celige Messapica abends live zuschauen, wie die Nonna und ihre Tochter in der Küche an einem Tisch die Cavatelli, eine typische Pasta-Art, rollten und formten. Mit einer leckeren Tomatensauce einfach ein geniales Essen! Und natürlich wird in Apulien sehr viel Fisch gegessen, vor allem auch roh – ähnlich wie beim japanischen Sashimi. In beinahe jedem Ort findet der Fisch täglich frisch in der Markthalle seine Kunden. Apropos: Markt. Obst- und Gemüsemärkte finden fast jeden Tag statt und sind die bessere Alternative zu den mittlerweile auch hier zum Stadtbild gehörenden großen Discounter. Neben Lebensmitteln bieten die Markthändler auch Kleidung und Accessoires an. Aber Vorsicht: Nicht überall wo Gucci drauf steht, ist auch Gucci drin. In Apulien gibt es teilweise ganze Straßenzüge mit Händlern, die gefälschte Waren feilbieten. Ganz selbstverständlich fast Tür an Tür mit den Läden, die die Originale anbieten. Lassen Sie sich nicht verführen. Auch, wenn die „Verkaufsstände“ legal erscheinen – sie sind es nicht. Und gefälschte Markenware zu kaufen ist auch hier nicht erlaubt. Zurück zu den leiblichen Genüssen: Der Primitivo, ein vollmundiger Rotwein aus Apulien, hat in den letzten Jahren einen Siegeszug durch Europa gehalten. Dabei deutet der Name Primitivo nicht etwa auf die Qualität oder den Preis hin, sondern lediglich auf die Tatsache, dass die Trauben etwas früher (primo) geerntet werden. Typisch sind auch Panzerotti (gibt es an vielen kleinen Ständen, sozusagen als Streetfood), Orecchiette beispielsweise mit Cime di Rapa (Kohl-Gemüse), Miesmuscheln, Sangulnaccio (Blutwurst) und und und. Wer auf Käse steht, findet in vielen Ortschaften kleine Käsereien, die beispielsweise Burata herstellen. Diesen Frischkäse – meist aus Büffelmilch – müssen Sie unbedingt einmal direkt aus der Produktion probieren. Halten Sie einfach an einer Käserei, klopfen Sie an und fragen Sie, ob Sie den Käse probieren dürfen. Frischer geht es nicht. Kein Vergleich zur Mozzarella, die wir hierzulande kaufen können.

Wir verlosen ein Stück Italien

Appetit auf Italien bekommen? Dann machen Sie mit bei unserem Gewinnspiel und gewinnen Sie eines von zehn köstlichen Olivenöl-Sets mit jeweils drei Flaschen Olio Extravergine mit Basilikum, Rosmarin und Peperoncino. Das hochwertige Öl stammt aus der Ölmühle La Vialla und ist ideal für Salate oder einfach so zum dippen. Schreiben Sie uns einfach eine Mail mit dem Stichwort „Apulien“ an facebook@peterhahn.de. Bitte vergessen Sie Ihre Adresse nicht. Einsendeschluss ist der 23.01.2016. Es entscheidet das Los. Buona fortuna!

Gewinnspielteilnahme: Die Öl-Sets werden unter allen Teilnehmern verlost, Teilnahmeschluss ist der 23.01.2016. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Personen. Mitarbeiter von PETER HAHN und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist unabhängig von einer Bestellung. Eine Bestellung erhöht auch nicht Ihre Gewinnchance. Die Gewinner sind mit der namentlichen Veröffentlichung einverstanden.

Übrigens: Ich für meinen Teil habe gestern ein Häuschen in Polignano a Mare für April gebucht und werde dort eine Woche mit der ganzen (Groß-)Familie verbringen. Wenn Sie es mir gleichtun möchten, freue ich mich über Ihre Erfahrungsberichte aus meiner Heimat Apulien. Schreiben Sie mir einfach hier auf dem Blog. Arrivederci, ciao und a presto.