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Kaschmir – ein Leben lang! Aber: Auf die richtige Pflege kommt´s an

Echt ärgerlich, wenn wir unseren Lieblings-Kaschmirpullover aus dem Schrank holen, um ihn nach langer Zeit endlich wieder tragen zu können – und dann das: Ein Mottenloch verdirbt uns die Freude!

Wir verraten Ihnen, was Sie tun können, damit es gar nicht erst so weit kommt…Der beste Schutz gegen Motten

Generell ist zu sagen, dass ein Fliegennetz vor dem Fenster die natürlichste Weise, sich und die Kleidung vor lästigen Besuchern, wie zum Beispiel Motten, zu schützen.

Wenn Sie Ihre Woll-Kleidung je nach Saison „einmotten“, sollten Sie bei der Lagerung ein paar Dinge beachten. Mottenpapier hilft, die lästigen gefräßigen Tiere durch einen Geruch abzuschrecken, der für die menschliche Nase allerdings nicht wahrnehmbar ist. Sie können das Papier auch in kleinere Stücke reißen und in Schubladen zwischen die Bekleidung legen. Sie sollten jedoch darauf achten, dass die Kleidung vollkommen trocken ist und das Mottenpapier regelmäßig nach sechs Monaten erneuern (also eigentlich immer genau dann, wenn Sie zum Beispiel die Wintersachen raus holen und die Sommer-Kleidung einlagern).

Eine Alternative zum Mottenpapier ist der sogenannte Langzeit-Mottenschutz, zum Beispiel von der Firma Aeroxon. Der Mottenschutz steckt in einer kleinen Plastikbox, die Sie in Ihren Kleiderschrank hängen. Vorteil: Kein Abfärben auf benachbarte Kleidungsstücke.

Da krieg ich die Motten!

Um festzustellen, ob sich tatsächlich Motten bei Ihnen eingenistet haben, eignet sich am besten eine Mottenfalle. Die Lockstoffe der Falle locken männliche Motten an, die dann auf der Leimfläche kleben bleiben. Da männliche Motten selten alleine unterwegs sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch weibliche Motten bei Ihnen eingenistet haben, sehr groß – und die sind nämlich die eigentliche Gefahr. Sie sollten die Mottenfalle nach drei  Monaten austauschen.

Waschen oder lüften?

Vor dem Waschen sollten Sie sich stets fragen, ob nicht auch ein Lüften an der frischen Luft genügt. Wolle besitzt nämlich sogenannte selbstreinigende Eigenschaften. Nur bei wirklich starken Verschmutzungen ist eine Wäsche zu empfehlen.

Die heutigen Waschmaschinen erlauben mit ihren Wollwaschprogrammen auch durchaus eine Kaschmir-Wäsche. Vorsicht bei der Drehzahl im Schleudergang: Muten Sie Ihren wertvollen Kleidungsstücken nicht mehr als 800 Umdrehungen zu. Alternativ bietet sich eine einfache Handwäsche an, aber Vorsicht: bei zu starker Reibung kann die Faser verfilzen.

Nach der Wäsche legen Sie Ihren feuchten Liebling in ein großes Handtuch und wringen das restliche Wasser vorsichtig aus. So vermeiden Sie Schäden an den feinen Fasern. Zum Trocknen lagern Sie das Textil am Besten liegend.

Weniger ist mehr

Gehen Sie mit Waschmittel und Weichspüler sparsam um. Die chemischen Substanzen lagern sich unter Umständen auf dem Textil ab und können es dadurch schädigen. Gerade bei den modernen Waschmaschinen mit einem Wassersparprogramm, kann genau das zum Problem werden. Durch die Reduzierung der Wassermenge werden Waschmittel und Weichspüler nämlich nur unzureichend ausgewaschen.

Ärgerliche Knötchen-Bildung

Abgesehen von Motten-Löchern sind auch kleine Knötchen (Pills) ein echtes Ärgernis. Die Knötchen entstehen durch Reibung auf der Oberfläche des Wolltextils, weil sich dann die feinen Faserenden umeinander verschlingen. Die meisten lösen dieses „Problem“ mit dem Fussel-Rasierer, um diese Knötchen abzurasieren. Dies ist eine Möglichkeit. Abzupfen sollten Sie die Knötchen nie!

Wir empfehlen unseren einen Kaschmirkamm. Der ist garantiert pflegender und schonender für Ihre Kleidung. Kämmen Sie störenden Knötchen aus. Und wenden Sie ruhig ordentlich Druck auf, wenn Sie über die unschönen Stellen kämmen.

Was macht der Pullover in der Gefriertruhe?

Falls Sie den Verdacht haben, dass sich Motten bei Ihnen eingenistet haben und nun einen Befall befürchten, können Sie die lästigen Besucher einfach kalt stellen: Lagern Sie dazu einzelne Teile ruhig mal für zwei bis drei Tage in der Gefriertruhe. Für die Löcher in der Kleidung sind nämlich die Larven der Kleidermotten verantworten. Und die überleben die Zwischenlagerung bei den Temperaturen in Ihrer Gefriertruhe garantiert nicht.

Vermeiden Sie Druck!

Noch ein letzter Tipp: Wenn Sie Ihre Kleidung für längere Zeit verschlossen lagern möchten, zum Beispiel während der Sommermonate, sollten Sie die einzelnen Stücke in Plastiktüten aufbewahren, bevor Sie sie in Koffern und Kisten verstauen. Vermeiden Sie dabei allzu starken Druck und stopfen Sie Ihre Kleidung nicht, da sonst die Fasern brechen können.

Ihre Tipps, bitte

Falls Sie auch einen hilfreichen Tipp zur Pflege oder Lagerung haben, teilen Sie ihn gerne mit uns und unseren Leserinnen. Hinterlassen Sie einfach einen Kommentar hier auf dem Blog. Wir freuen uns immer darüber, Neues zu lernen.