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Ganz privat: In den Wohnzimmern unserer Redakteure

Jeder feiert Weihnachten anders. Und doch zählt am Ende nur, dass wir Zeit mit den Menschen verbringen können, die uns etwas bedeuten. Und dass wir uns darauf besinnen, was wirklich wichtig ist im Leben und wie wir etwas von unserem Glück weitergeben können. Wir haben unsere Redakteurinnen und Redakteure gefragt, was für sie Weihnachten bedeutet.

Weihnachtsmarkt-Hopping mit Sandra

Für mich ist die Vorweihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres. Wenn die Nächte durch die vielen geschmückten Häuser und Weihnachtsmärkte erhellt werden, man sich mit Freunden auf einen Weihnachtsmarktbummel verabredet und in der Kälte zitternd einen leckeren Glühwein schlürft. Ich liebe Weihnachtsmärkte und jedes Jahr erkunde ich einen neuen. In diesem Jahr war es der Markt in Baden-Baden.

Außerdem liebe ich es, Weihnachtsplätzchen zu backen und natürlich auch zu essen. Das mache ich ganz traditionell mit Familie und Freunden. Das gemeinsame Backen zieht sich dann über Stunden – und es wird viel gequatscht, gelacht, gesungen, diskutiert und natürlich auch probiert.

Am Heiligabend gibt es nach ausreichendem Essen ganz klassisch mit Bratwürsten und Kartoffelsalat, einen Spieleabend, der sich bis in die Nacht ziehen kann. Damit es nicht langweilig wird, gibt es auch jedes Jahr ein neues Spiel, das getestet wird bis der Abend dann ganz traditionell mit einem Kartenspiel beendet wird.

Echte Kerzen, Stillstand und Lust auf trübes Wetter bei Ingrid

Ich liebe Weihnachten und die Tage drum herum ganz besonders, weil die Zeit stillzustehen scheint.

Wenn der vorweihnachtliche Trubel im festlichen Feiern mit meinen Lieben gipfelt, dann ist dies gleichzeitig der Beginn einer echten, beruflichen Ruhephase – einfach, weil alle anderen auch ruhen. Diese Zeit nutze ich, um endlich den ungelesenen Bücherstapel zu verkleinern, gemütliche Stunden mit meinen Freunden zu verbringen, ins Kino zu gehen und nächtelang Sherlock-Holmes, „Drei Nüsse für Aschenputtel“ und „Liebe braucht keine Ferien“ anzuschauen und ausgiebige Spaziergänge im Wald zu machen – bevorzugt bei trübem Wetter.

Mittlerweile halten wir es an Heiligabend eher einfach. In diesem Jahr gibt es ein Suppen-Büffet. Von Kartoffelsuppe, über Linseneintopf bis hin zu Chili con carne kann alles schon am Vortag vorbereitet werden. Und somit bleibt am Heiligabend  genug Zeit, um morgens einen schönen Spaziergang zu machen und mittags mit meiner Mutter Kaffee zu trinken und sich damit jeglichem Endspurt-Stress zu entziehen und die besondere Stimmung dieses Tages zu zelebrieren.

Traditionell wurde bei uns der Heiligabend in der „guten Stube“ gefeiert. Da ich kein Bauernhaus besitze, habe ich keine 2 Stuben mehr. Doch die Tradition der echten Wachskerzen habe ich mir bewahrt. Ein Kübel Wasser für Notfälle steht parat…..

Deutsche Weihnachten beim Italiener

Weihnachten ist und bleibt für mich etwas ganz Besonderes. Auch, wenn ich es nicht mehr mit den unschuldigen Kinderaugen sehen kann, wecken glitzernde Bäume, funkelnde Sterne, duftende Küchen, schön verpackte Geschenke und leise Weihnachtsmusik in mir eine Sehnsucht nach Ruhe, Geborgenheit und Frieden, den wir uns in dieser Zeit sicherlich alle wünschen.

Ich freue mich besonders auf das traditionelle Weihnachtsfest mit der ganzen Familie. Mit Feldsalat, Gänsebraten, Serviettenknödeln und Rotkraut. Das gibt es jedes Jahr. Nur der Nachtisch wechselt immer. Und jeder ist für einen anderen Gang verantwortlich. Da ich selbst kein begnadeter Koch bin, wurde mir die Rolle zugewiesen, mich um Getränke zu kümmern. Und damit am Ende doch auch etwas Italienisches auf dem Tisch steht, darf mein Lieblings-Roter, ein schwerer runder Amarone, nicht fehlen.

Nach dem Essen gibt’s das traditionelle Flötenspiel. Auch wenn die Töne nicht immer richtig sitzen und die gesangliche Begleitung keinen Blumentopf gewinnt: Es ist einfach ein schönes Familien-Ding, das mir sehr am Herzen liegt. Und erst danach werden die echten Kerzen am Baum angezündet und es gibt die Bescherung. Wenn just in dem Moment dann der Schnee anfängt zu rieseln, ist die Magie von Weihnachten vollkommen.

Weihnachten bei Sonnenschein und Wein in Südfrankreich

Unsere Beauty-Expertin Ute feiert Weihnachten im eigentlichen Sinne schon lange nicht mehr: „Seit unser Sohn nicht mehr bei uns wohnt, wird bei uns nicht mehr Weihnachten gefeiert. Und da die Vorweihnachts-Zeit immer mit der Vorbereitungszeit für unsere alljährliche

Januar-Fotoproduktionsreise nach Kapstadt zusammenfällt, geht auch die Besinnlichkeit flöten. Dafür haben wir ein neues Weihnachts-Ritual: Seit wir in Südfrankreich leben, treffen wir uns mit Freunden und Nachbarn am frühen Nachmittag zum Apéro auf unserer Terrasse. Und da es meistens sonnig und recht warm ist, sitzen wir dann in der Sonne und trinken ein Glas Wein (keinen Glühwein!) und freuen uns über unsere Entscheidung, dem kalten Norden den Rücken gekehrt zu haben.“

Patrizias Weihnachten beginnt „im Schuhkarton“

Die Vorweihnachtszeit beginnt für mich immer im November mit der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Das bedeutet, mein Mann und ich packen Schuhkartons mit Geschenken für Kinder in Osteuropa, die nicht so privilegiert sind. In diesem Jahr habe ich auch Weihnachtsgeschenke für Flüchtlingskinder in Stuttgart gespendet. Weihnachten ist für mich die Zeit, in der man sich die Zeit nimmt, Menschen eine Freude zu bereiten, die es nicht so gut haben. Eine weitere Tradition für mich ist, dass ich jedes Jahr einen Quarkstollen backe – das Rezept habe ich von meiner Mutter und die hat es von ihrer Patentante.

Auch ich verbringe Weihnachten mit meiner Familie, das heißt mit meinem Mann, Vater, Bruder und Neffen. Dieses Jahr wird auch meine Patentante Weihnachten mit uns verbringen. Die Familie von meinem Mann wohnt in den USA – sie können wir zu Weihnachten leider nicht besuchen.

Am 24.12. treffe ich mich am späten Vormittag mit Freunden immer auf einen – je nach Temperatur – Sekt oder Glühwein beim sogenannten „heiligen Vormittag“. Danach fahren wir dann alle zu unseren Familien. Mein Vater hat in der Zwischenzeit zusammen mit meinem Neffen den Weihnachtsbaum geschmückt. Dann gehen wir alle zusammen nach draußen, um uns beim Auftritt des lokalen Musikvereins mit Weihnachtsmusik zu erfreuen.

Besonders genieße ich die Zeit zwischen den Jahren, in denen man einfach mal schön zu Hause auf der Couch Weihnachtsfilme schauen kann, z.B. meinen Liebling „Love Actually“ oder amerikanische Klassiker wie „Miracle on 34th Street“, und die Hektik des Alltags ganz weit weg ist.

Fröhliche Weihnachten für Sie alle!

Wir wünschen Ihnen wunderschöne entspannte Tage zu Weihnachten und hoffen, Sie können neue Energie tanken für die kleineren und größeren Herausforderungen, die 2017 vielleicht auf uns alle warten.