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Vom Brauchen oder Nicht-Brauchen: Der internationale Frauentag am 8. März

Puuh, ich soll über den Frauentag schreiben. Das ist ein schwerer Brocken. Denn irgendwie kann Mann da nur verlieren. Denn was kann ich einer Frau zu diesem speziellen Tag schon mit auf den Weg geben, dass sie selbst noch nicht weiß? Gut, versuchen wir es einmal mit den Anfängen. Den Frauentag gibt es nämlich bereits seit 1909. Und zwar war der Grundgedanke dieses ersten Frauentages, der in den USA stattfand, sich für die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen stark zu machen. Und hier scheitere ich auch schon das erste Mal. Denn aus meiner Sicht ist eine Gleichberechtigung der Frauen zumindest in Europa längst Realität. Auch, wenn ich jetzt viele Frauen schreien höre, dass dies längst nicht so ist. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist das aber so. Frauen in Führungspositionen, Frauen im Job, währen die Männer zuhause die Kinder hüten, Frauen als Brötchenverdiener, Frauen, die gleich viel (oder sogar mehr) als ihre Männer bzw. als vergleichbare männliche Kollegen verdienen. Das alles gehört für mich zur Gleichberechtigung dazu.

Gleichberechtigung? Längst noch keine Realität

Aber selbstverständlich weiß ich auch, dass die leider nicht auf der ganzen Welt so ist. Und ich weiß, dass es noch jede Menge zu tun gibt. Und nur, weil Unrecht in Ländern passiert, die weit weg sind, heißt das nicht, dass es nicht unsere Aufgabe ist, genau hinzuschauen und etwas dagegen zu tun. Themen wie bessere Bildung für Mädchen zum Schutz vor Ausbeutung, Schutz vor Kinderheirat, Schutz vor Gewalt gegen Frauen und Mädchen – das alles sind Themen, die uns auch heute oder gerade heute beschäftigen und gegen die wir alle gemeinsam kämpfen sollten.

Ich weiß also sehr gut, dass wir in unserer Gesellschaft – und damit meine ich nicht die eine Gesellschaft in Deutschland, in der ich lebe – noch weit, weit weg sind von einer gleichberechtigten Rolle der Frau. Dennoch sollten wir auch nicht vergessen, was in den letzten Jahrzehnten schon erreicht wurde. Und das sollte uns Mut machen und anspornen.

Ich finde: Wir brauchen den Frauentag!

Und auch, wenn manche berühmte Frauen so weit gehen, dass sie diesen Tag lieber abschaffen würden, bin ich da ganz anderer Meinung. Viviane Reding zum Beispiel sprach davon, dass wir keine Gleichberechtigung haben, solange wir einen Frauentag feiern müssen. Alice Schwarzer plädierte dafür, ihn abzuschaffen und aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen zu machen. Ich persönlich finde, wir brauchen solche Tage, um uns und andere daran zu erinnern.

Liebe Frauen, ich wünsche Ihnen alles, alles Gute und wünsche mir, dass wir bald auf der ganzen Welt einen großen Schritt weiter sind in Sachen Gleichberechtigung. Für mich als Mann gibt es keinen Grund, dies nicht zu wollen. Und was ich dazu beitragen kann, werde ich gerne tun.