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Sehnsucht Afrika – Unser neuer TV-Spot im Namibia Naturreservat

©fotoclick/E+

Selten habe ich unsere Kollegin Katrin Kohnert aus dem Bereich Vertrieb/Marketing so begeistert erlebt wie nach ihrer Namibia-Reise. Für Shootings oder Drehs von TV-Spots war sie schon an sehr vielen schönen Orten auf der ganzen Welt. Die Location für den TV-Spot für Herbst/Winter hat es ihr aber besonders angetan.

Namibia hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Noch nie war ich so von der Zivilisation bzw. von der Außenwelt abgeschottet, so naturnah und geerdet. An den Gedanken musste ich mich wirklich erst einmal gewöhnen. Daran, dass es nun meilenweit keine Geschäfte gibt, dass die Anzahl der Tiere die der Menschen weit übersteigt und an die Aussicht auf rote Dünen, Steppengras und weit und breit kein Grün, wenn man von den wenigen trockenen Kameldornbäumen absieht“, sagt Katrin.

„Aus Marketing-Sicht macht der Dreh im NamibRand-Naturreservat durchaus viel Sinn, weil wir damit die TV-Location an der des Hauptkataloges ausrichten und so ein durchgängigeres Saisonerlebnis für unsere Kundinnen schaffen“, erklärt die Marketing-Expertin.

Vertauschte Koffer

Von den fünf Tagen in Namibia, entfielen zwei auf den Dreh des neuen TV-Spots. Angefangen hat die Reise mit einem ungewollten Tausch. Als das Team morgens gegen 5 Uhr in der Hauptstadt Windhoek ankommt und durch die Pass-/Visa-Kontrolle war, fehlt einer der Koffer. Ein ganz ähnlicher dreht einsam eine Runde nach der anderen auf dem Gepäckband. Das Team ist zunächst unsicher, aber als sie feststellen, dass eine französische Handynummer am Griffband hing, war klar, dass da vermutlich gerade jemand mit „unserem Koffer in Richtung seines Hotels fuhr“. Auf der Handynummer meldet sich niemand, also hinterlassen unsere Kollegen eine Nachricht auf der Mailbox. Und tatsächlich: ca. 90 Minuten später kommt der Anruf eines deutschen Reiseleiters. Ein Teilnehmer seiner Reisegruppe hatte versehentlich zum falschen Koffer gegriffen und es erst viel zu spät bemerkt. Jetzt waren sie schon 160 km von Windhoek entfernt. Ein Glück, dass ein Teil unserer Truppe erst am Folgetag anreist, die Koffer am Flughafen wieder zurücktauscht und unseren „richtigen“ Koffer mitbringt.

Tiefflieger

Vom Flughafen aus geht es in einer kleinen Propeller-Maschine weiter. „Um ans endgültige Ziel unserer Reise zu kommen, stand uns nun noch ein etwa 1 ½ Stunden Flug in einer 6-sitzigen Maschine bevor. Diese Maschinen fliegen recht tief, was über der Wüste toll ist, denn wir konnten tatsächlich Tierherden beobachten. Allerdings fliegen Sie auch über den Bergen recht tief, für meinen Geschmack viel zu tief. Der Flug war auf jeden Fall ein Erlebnis für sich. Ich möchte allerdings nicht ins Detail gehen…“

Ganz nah dran

Endlich gelandet in Wolwedans, fährt der Guide unsere Mannschaft mit dem Jeep in ihre Unterkunft. Das erste erspähte Oryx (Spießbock) führt noch zu Begeisterungsstürmen und zu völlig verwackelten Bildern direkt aus dem Jeep. Denn zu diesem Zeitpunkt kann noch niemand ahnen, dass die Tiere zu ständigen Begleitern werden, zumal die Unterkunft direkten Blick auf ein Wasserloch bietet, an dem die Oryxe regelmäßig verweilen. Oryxe sollten natürlich nicht die einzigen Tiere sein, die dem Dreh-Team begegnen. Zebras, Springböcke, Strauße, Mungos und Erdmännchen kreuzen ebenfalls ihren Weg. „Angeblich waren auch Leoparden und Hyänen ganz in unserer Nähe. Von ihnen haben wir allerdings nur die Fährten gesehen, was aus meiner Sicht absolut ausreichend ist“, so eine erleichterte Katrin.

Unruhige Nächte

Abends geht es zum namibisch traditionellen Sundowner auf eine wunderschöne Düne nahe des Camps, wo die Crew das Farbenspiel des Sonnenuntergangs im ohnehin schon roten Sand bestaunt. Mitte Juni ist in Namibia Winter und die Sonne geht schon kurz nach 18 Uhr unter. Und ist die Sonne erst einmal hinter dem Horizont verschwunden, wird es schnell kühl. Während es tagsüber bis zu 30 Grad warm wird, kühlt es nachts auf empfindliche 8-10 Grad ab. Zum Sundowner wird die namibische Spezialität Biltong gereicht, ein Snack aus luftgetrocknetem Rind- oder Wildfleisch. Die abendlichen Dinner-Präsentationen der Camp-und Küchencrew sind kleine Highlights: Die einzelnen Gänge werden zunächst auf Englisch angekündigt und anschließend in der Muttersprache eines der Mitarbeiter. „Und die für unsere Ohren wohl ungewöhnlichste Sprache war die Klicksprache der Buschmänner, die vor allem aus geschnalzten und klickenden Lauten besteht,“ so Katrin fasziniert.

Abenteuer inklusive: „Die erste Nacht im Zelt war noch sehr ungewohnt, auch wenn es sich nicht um kleine Campingzelte handelt, sondern um große, stabile Zelte mit Holzboden, deren Außenhüllen aufgerollt und offengelassen werden können, während immer noch ein Insektenschutz mit Reißverschluss angebracht ist. Die Zelte besitzen auch Toilette und Dusche sowie solarbetriebene Lämpchen. Trotz dieses vermeintlichen Luxus befindet man sich in der Wüste und bei jedem nächtlichen Geräusch fragt man sich, ob das Oryx nicht vielleicht doch den Reißverschluss aufmachen könnte, wenn es nur wollte…“, erzählt Katrin mit einem Lächeln.

Der frühe Vogel?

Die Drehtage beginnen wie üblich sehr früh. Gegen 5.30 Uhr startet der Jeep in Richtung Hauptcamp, um dort auf die anderen Produktionsteilnehmer zu stoßen. Weiter geht es dann in Kolonne auf holprigen Sand- und Schotterpisten. Katrins Extra-Tipp: „Wer jemals die Gelegenheit bekommt, so früh morgens im offenen Jeep durch die namibische Wüste Kolonne zu fahren, dem möchte ich an dieser Stelle ein paar Tipps geben: Packen Sie sich warm ein! Trotz diverser Decken, mit denen wir uns vermummten, war es furchtbar kalt. Außerdem ist jedes offene Fahrzeug, das nicht das erste der Kolonne ist, eher ungünstig, da so viel Sand aufgewirbelt wird, dass wir uns trotz Dunkelheit die Sonnenbrillen aufsetzen mussten. Je weiter vorne man im Jeep sitzt, desto weniger wird man durchgeschüttelt. Wobei man diese „namibische Massage“ auch einfach genießen kann.“

Am Drehort werden dann zunächst Frühstückstütchen verteilt, die Hände am Gaskocher aufgewärmt und auf die Schnelle noch das ein oder andere Teil aufgebügelt. Sobald dann die Sonne über den Hügel kommt, wird es schnell warm und es helfen nur noch Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, ein Sonnenhut und natürlich künstlicher Schatten durch Zelte oder Sonnenschirme. „Die orangen Sonnenschirme wirken in der Wüste Namibias zugegebenermaßen wie von einem anderen Stern“, lacht Katrin.

Viel zu schnell vorbei

Die beiden Dreh-Tage vergehen wie im Flug und die Rückreise steht schon an. Die letzten freien Stunden in Windhoek nutzt die Mannschaft, um im Namibia Craft Centre alle Mitbringsel-Wünsche abzuarbeiten. Von der typischen Holzgiraffe über traditionelle Webteppiche, Schmuck bis hin zu Fotokunst, bekommt man hier, was das Herz begehrt. Damit die Zuhause-Gebliebenen auch etwas von der Reise haben. Katrin jedenfalls hätte ihren Aufenthalt gerne noch verlängert…