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Paris – mon amour

Als ich meinen Mann kennenlernte, lebte er in Paris. Klar, dass er mir all seine wunderbaren Lieblings-Plätze gezeigt hat.

Absolut sehenswert

Die Stadt ist wirklich magisch und in vielen Vierteln hat man das Gefühl, auf einer Zeitreise zu sein. Wie zum Beispiel im Quartier Latin (5. und 6. arrondissement, zwischen Boulevard St. Germain und Seine) mit seiner wunderschönen, imposanten Architektur, der angeblich engsten Straße von Paris (Chat-qui-Pêche), der Eglise St. Séverin, eine der schönsten gotischen Kirchen der Stadt und der berühmten ehrwürdigen Universität Sorbonne.

Auch eines meiner Lieblings-Viertel ist das Marais, das sogenannte Jüdische Viertel. Wunderschön: der Place des Vosges mit seinen Jahrhunderte alten Fachwerkhäusern. Hier kann man sogar im Winter unter den Arkaden-Gängen geschützt draußen sitzen. Interessant für Kultur-Fans ist die Art Nouveau Synagoge von Hector Guimard, das Centre Pompidou und das Picasso-Museum. Ebenfalls schnell per Fuß erreichbar ist der Louvre.

 

Eher ein Mädels-Tipp dagegen: der Besuch in einem der Stammhäuser der Duft-Firmen L’Artisan Parfumeur und Fragonard

Natürlich muss man den Eiffelturm, Sacre Coeur (den höchsten Punkt Paris im allerdings sehr überlaufenen Montmartre) gesehen haben. Auch die Champs-Elysées, von den Franzosen liebevoll „La plus belle avenue du monde“ (die schönste Straße der Welt) genannt, gehört zu den Touristen-Attraktionen. Allerdings finde ich die Prachtstraße mit ihrem Original-Kopfsteinpflaster am schönsten nach Einbruch der Dunkelheit, wenn sie komplett illuminiert und nicht mehr so befahren ist.

Der frühe Vogel – entdeckt Paris ganz sanft

Ich liebe es, wenn die Stadt gerade erwacht, in einem der vielen Straßen-Cafés zu sitzen, mit einem noch warmen, buttrigen Croissant und einer bol Café au lait, eingelullt in den Singsang der französischen Sprache und zu verfolgen, wie sich die Straßen langsam füllen. Um diese Uhrzeit sieht man interessante Menschen, erlebt die Stadt ganz entschleunigt.

Zu Fuß, mit der Metro oder per Fahrrad

Paris ist auf jeden Fall eine Stadt, die man sich am besten zu Fuß anschaut. Und weil die Metro zum Glück sehr gut ausgebaut ist und der Plan auch für jemanden wie mich, der mit Stadtplänen gar nichts anfangen kann, verständlich, kann man größere Strecken ganz entspannt zurück legen und sich den schönsten Ecken widmen. Für längere Aufenthalte sind übrigens Wochen- oder Monatskarten wesentlich günstiger.

Für alle, die das lieber mit dem Fahrrad machen wollen: Mit dem Vélib’-Verleihsystem kann man sich überall in der Stadt rund um die Uhr ein Rad ausleihen und wieder abgeben.

 Immer eine Reise wert – aber

… die beste Reisezeit ist für mich im Frühling und im Winter (November. Wir haben schon Ende November ohne Decke draußen gesessen). Im Hochsommer ist die Stadt voller Touristen aus aller Welt und man hört so gut wie kein Französisch mehr, denn die Franzosen sind vom 15. Juli bis 30. August fast alle im Urlaub am Meer.

Noch ein paar Tipps:

Um mir das Schlange-Stehen am Museums-Eingang zu ersparen, besorge ich mir die Karten (z.B. für Louvre oder Grand Palais immer im Vorverkauf. Und ich gehe nie am Wochenende ins Museum, denn in vielen Museen ist am ersten Sonntag im Monat der Eintritt frei und dementsprechend groß ist dann auch der Ansturm darauf.

Mein Lieblings-Markt ist der Marché Bastille im 11. Arrondissement. Ein Fest für Augen und Nase mit duftenden Leckereien wie Käse aus dem direkten Umland von Paris, Obst, Gemüse, Pasteten und frischem Fisch.

Süße Träume garantiert:

Klein und schnuckelig: „Perreyve“

im Herzen von Paris, im 6. Arrondissement. Die kleinen, gemütlich Zimmer sind mit Trompe l’oeil-Vorhängen dekoriert, die das Lebensgefühl der Stadt um die Jahrhundertwende vermitteln (63, rue Madame, 75006 Paris) www.perreyve-hotel-paris-luxembourg.com/en/

Total plüschig und richtig günstig: „Hotel de L’Esperance. Es liegt im 5. Arrondissement, nur ein paar Schritte entfernt von der Rue Mouffetard im Quartier Latin, dem Studentenviertel (15, rue Pascal, 75005 Paris, Tel. Nr. 01 47 07 10 99) www.hoteldelesperance.fr

Modern und etwas ganz besonderes: „Hidden Hotel“ www.hidden-hotel.com/de/contact.html

Etwas für anspruchsvolle Design-Fans: 4 Sterne-Boutique „Hôtel du Petit Moulin“ im Stadtteil Marais. Die gesamte Inneneinrichtung hat Designer Christian Lacroix entworfen www.hotelpetitmoulinparis.com

Lecker essen

Und weil Essen eines der wichtigsten Dinge ist für Franzosen – lustigerweise unterhält man sich hier sogar beim Essen übers Essen 😉 – hier noch ein paar Tipps:

Eines der ältesten Restaurants in Paris ist das „Bouillon Chartier“. Reservieren kann man nicht. Deshalb muss man etwas Zeit mitbringen, denn das Chartier ist heißbegehrt bei den Franzosen. Sie nehmen für ihr Essen dort sogar das Schlange-Stehen in Kauf. Einmal drin, summt es nur so vor Geschäftigkeit. Jeder unterhält sich und genießt – nicht schick aber typisch französisch und lecker

(7, rue du Faubourg Montmartre, 75009 Paris) www.bouillon-chartier.com

Gehobene Küche und sehr pariserisch-trendig: „Bon“, mit Möbeln von Designer Philippe Starck, wo man entweder in einer Bibliothek, einer Weinbar, dem Kaminzimmer oder einem Boudoir (mit opulenterer Einrichtung) speist

(25, rue de la pompe, 75116 Paris, Tel. Nr. 01 40 72 70 00) www.restaurantbon.fr

Ein etwas skurriles Muss für Katzen-Fans: „Le Café des chats“. Dort leben 12 ehemalige Straßen-Katzen, die hier die heimlichen Chefs sind (zum Glück aber ohne Zugang zur Küche und gefüttert werden dürfen sie auch nicht). Allerdings freuen sich alle über ein paar Streicheleinheiten, wenn sie nicht gerade vor sich hin dösen.

Die Besitzerin, eine junge Französin, hatte einen Artikel über die sogenannten Neko-Bars in Japan gelesen und setzt seitdem auf den beruhigenden Effekt der kuscheligen Schnurris. Wie nicht anders zu erwarten ist das Klientel zu 80 % weiblich 😉

(im 3. Arrondissement, 16 Rue Michel-Le-Comte) www.lecafedeschats.fr

Hätten Sie’s gewusst?

Übrigens war die New Yorker Freiheitsstatue ein Geschenk der Stadt Paris zur 100-jährigen Unabhängigkeit. Vier kleinere Ausgaben davon findet man in Paris: Das Original-Modell im Musée des Arts et Métiers, dem Technikmuseum, im dritten Arrondissement, rechts der Seine. Eine zwei Meter große Statue steht im Jardin du Luxembourg. Die dritte, 11,5 Meter große Ausgabe steht auf der Ile des Cygnes und die letzte ziert in der Nähe des Eifelturm, am rechten Seine-Ufer, den Bug einer befestigten Barke).

Sehe gerade, dass ich schon viel zu viel geschrieben habe – aber wie das mit der Liebe eben ist – wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über, wie man so schön sagt 😉