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Nachhaltige Mode kann schön sein. Und schöne Mode kann nachhaltig sein!

Ihr erstes Mal auf der Fashion Week in Berlin: Meine Kollegin Patrizia Strupp, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Peter Hahn, berichtet Überraschendes und Schönes:

„Dass man auf der Berliner Fashion Week jede Menge schöner Frauen (und natürlich auch Männer) sieht und dazu die neusten Trends, schöne Roben, tolle Kleider, Blitzlichtgewitter, Champagner und kleine Häppchen – ja, das ist bekannt und das würde man auch erwarten. Aber wussten Sie, dass die Fashion Week auch „nachhaltig“ kann?

Bereits zum zehnten Mal fanden in diesem Jahr neben den bekannten Messen auch die beiden nachhaltigen Messen „Ethical Fashion Show“ und „Green Showroom“ im Postbahnhof in Friedrichshain statt. Die deutsche (Mode-)Hauptstadt ist in diesem Bereich absoluter Vorreiter und bietet die größte B2B-Plattform für nachhaltige Mode in Europa. Auf den beiden Messen waren mehr als 160 nachhaltige Labels aus aller Welt vertreten, darunter aus Holland, Spanien, Schweden, Nicaragua, Peru, der Mongolei und Deutschland. Und längst haben sich diese Labels aus der Öko-Nische heraus bewegt und zeigen mit ihren innovativen Konzepten, wie spannend nachhaltige Mode sein kann. Und natürlich wie schön. An den anfänglichen Öko-Chic der 70er-Jahre erinnert hier nichts mehr.

Drei nachhaltige Konzepte, die zur Nachahmung inspirieren

Ich habe mir stellvertretend für die vielen schönen Konzepte drei Beispiele herausgesucht, die mich besonders beeindruckt und teilweise sogar überrascht haben. Das holländische Label Mud Jeans stellt Jeans her. Die Innovation dabei ist, dass der Kunde selbst entscheidet, ob er die Jeans kaufen oder leasen möchte. Beim Jeans-Leasing kann er seine abgetragene Jeans zum Beispiel nach 12 Monaten zurückgeben und aus dem Rohstoff wird eine neue gefertigt. Der Kunde sucht sich eine neue Jeans aus und bezahlt einfach seine Jeans-Leasingrate weiter. So entsteht ein natürlicher nachhaltiger Kreislauf. Mud Jeans sind sozusagen Jeans ohne schlechtes Gewissen.

Das spanische Label Ecoalf macht sich für die Sauberkeit der Meere stark. Das Unternehmen sammelt wortwörtlich Müll aus dem Meer, um ihn zu recyceln und produziert daraus beispielsweise Jacken und Pullover. Das ist Upcylcling in seiner schönsten Form und bisher einmalig weltweit. Und auch wenn man der Mode nicht ansieht, woher sie kommt: Zu wissen, dass man mit dem Kauf der Ecoalf-Artikel hilft, die Ozeane ein bisschen sauberer und gesünder zu machen, ist doch schon alleine ein tolles Gefühl.

Das Thema Nachhaltigkeit ist auch auf der Fashion Week angekommen

Soziales Engagement aus Deutschland

Beispiel Nummer drei ist das deutsche Label Shirts for Life. Das Label steht für ökologische Stoffe (nach GOTS zertifiziert), trendbewusste Schnitte sowie für eine eco-faire Produktion und soziale Arbeitsbedingungen. Außerdem unterstützt Shirts for Life mit dem Verkauf seiner nachhaltigen Produkte das vielfach ausgezeichnete Bildungsprojekt School for Life in Thailand.

Shirts for Life spendet einen Euro von jedem verkauften Artikel an das 2003 ins Leben gerufene Sozialprojekt. School for Life bietet rund 140 Kindern aus schwierigen und armen Verhältnissen nicht nur Bildung sondern auch ein Zuhause. Mit ihrem Konzept stellt Shirts for Life sicher, dass dauerhaft Spendengelder generiert werden, um perspektivisch das Sozialprojekt auszuweiten und weitere Schulen gründen zu können.

Bei so vielen tollen Ideen und so viel Engagement wird Mode fast zur Nebensache. Das Schöne daran ist aber gerade die Tatsache, dass wir mit schöner Kleidung helfen können, die Welt ein kleines Stück besser zu machen. So sind diese Labels ein toller Ansporn für mich und die weitere Arbeit bei Peter Hahn. Mit unserer nachhaltige Green Cotton Kollektion, die GOTS-zertifiziert ist, sind wir bereits auf einem guten Weg und würden auch bei der Fashion Week in Berlin eine gute Figur machen. Bis bald hier im Blog, Ihre Patrizia Strupp.

Tolle Labels mit viele Engagement