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Mehr als schöne Mode: Ein gutes Gefühl dank Nachhaltigkeit

Mehr als schöne Mode: Ein gutes Gefühl dank Nachhaltigkeit

Wir alle schauen wieder genauer hin. Wir möchten wissen, woher unser Fleisch kommt, ob die Eier von glücklichen Hühnern stammen oder ob das Gemüse vom Bauern um die Ecke stammt. Und beim Kaffee greifen wir lieber zu der Sorte, von der wir wissen, dass die Kaffeebauern gerecht für ihre Ernte entlohnt werden. Das ist gut so. Ein Umdenken findet immer mehr auch beim Kauf von Mode statt. Unsere Kunden können sich dabei schon seit Längerem darauf verlassen, dass unser Augenmerk nicht allein auf erstklassiger Mode und guter Passform liegt. Nein, wir behalten auch immer soziale und Umweltaspekte im Blick.

Um ein noch besseres Verständnis davon zu bekommen, haben wir Rolf Heimann, Vorstand der hessnatur Stiftung, zum Thema Nachhaltigkeit in der Modeindustrie befragt. Herr Heimann ist Nachhaltigkeits-Experte und Pionier der ersten Stunde. In seiner bald 30-jährigen Laufbahn als Pionier auf dem Gebiet der Textilökologie entwickelte Rolf Heimann unter anderem umweltfreundliche und biologisch abbaubare Farbsysteme und Coatings für Textilien und führte ein Beratungsunternehmen zur ökologischen Optimierung von Textilien. Nach über 12 Jahren als Leiter des Fachbereiches  Corporate Responsibility bei hessnatur bekam Rolf Heimann Ende 2014 den Gründungsauftrag für die hessnatur Stiftung. Als Vorstand leitet der Experte für angewandte Nachhaltigkeit nun strategisch sowie operativ die Geschäfte der Stiftung.

Wir freuen uns sehr, dass er die Zeit fand, mir Rede und Antwort zu stehen.

Patrizia: Wie kam der Kontakt zu Peter Hahn zu Stande?

Rolf Heimann: Ich kenne Peter Hahn seit vielen Jahren. Die Firma hat schon immer eine hohe Materialkompetenz und setzt seit jeher stark auf Naturfasern. Im Rahmen meiner Arbeit für die hessnatur Stiftung www.hessnatur-stiftung.org halte ich viele Vorträge, bei denen ich von einem sogenannten Paradigmenwechsel spreche: das bedeutet, dass es eben nicht mehr nur auf Mode und Passform ankommt, sondern der Fokus nun auch auf Sozialem und Umweltaspekten liegt. Im Rahmen einer solchen Nachhaltigkeits-Veranstaltung haben wir beide uns dann kennengelernt und bei Ihnen war das Interesse an der Weiterentwicklung des Themas sehr groß. Die Zusammenarbeit mit Peter Hahn macht mich in der Tat stolz.

Patrizia: Was machen Sie konkret bei Peter Hahn?

Rolf Heimann: Wir haben erst einmal eine sogenannte „Status-Aufnahme“ gemacht: Wo steht Peter Hahn beim Thema Nachhaltigkeit? Welche Aktivitäten gibt es bereits? Was würden wir zukünftig empfehlen? Wo geht die Reise hin?

Hierbei haben wir festgestellt, dass es bei Peter Hahn bereits viele sehr gute und umfassende Aktivitäten gibt: ich denke zum Beispiel an die Mitgliedschaft in der amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative www.amfori.org) sowie Richtlinien zu verschiedenen Themen. Auch die langfristigen Lieferantenbeziehungen sind positiv hervorzuheben.

Im nächsten Schritt leiten wir ein Konzept ab, entwickeln Prozesse und Handlungsempfehlungen für Peter Hahn.

Patrizia: Was sind Ihre Empfehlungen?

Rolf Heimann: Erlauben Sie mir einen kleinen Exkurs: in den 90er Jahren ging es hauptsächlich um das Thema Umwelt. Heute wird der Nachhaltigkeitsbegriff viel umfassender gesehen – es geht um Transparenz in der Wertschöpfungskette, sozusagen vom Baumwollfeld, über das Spinnen der Garne bis zur Druckerei und Näherei. Hierbei spielen die Arbeitsbedingungen eine entscheidende Rolle. Denn Firmen betrachten ihr Handeln heute immer mehr im gesellschaftlichen Kontext.

Die vielfältigen Prozesse in der Wertschöpfungskette unter nachhaltigen Aspekten zu betrachten, zum Beispiel den Wasser- und Co2-Verbrauch oder die Arbeitsschutzmaßnahmen in der Näherei, ist unser Ziel. Wie in allen Lebensbereichen wachsen auch hier die Anforderungen – wir unterstützen Peter Hahn dabei, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Wir sprechen Empfehlungen aus und unterstützen die konkrete Umsetzung, exemplarisch durch Trainings bei ausgewählten Lieferanten. Dieses Engagement passt sehr gut zum langjährigen Selbstverständnis von Peter Hahn und entspricht dem Wunsch der Firma, dem eigenen Nachhaltigkeitsanspruch gerecht zu werden.

Ich bin mit einem sehr guten Gefühl aus unserem letzten Termin gegangen und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Team von Peter Hahn.

Wie Herrn Heimann geht es auch uns. Wir sind begeistert von der Zusammenarbeit, weil wir glauben, dass das Thema Nachhaltigkeit uns alle angeht. Wir werden Sie natürlich über die nächsten Schritte auf dem Laufenden halten. Bis bald hier im Blog.