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Süßes oder Saures? Was steckt hinter Halloween?

©saschanti/iStock/GettyImages Plus

Wenn am Abend des 31. Oktober wieder zahlreiche zum Gruseln verkleidete Kinder vor Ihrer Türe stehen und „Gib Süßes oder Saures“ rufen – geben Sie Ihnen ruhig etwas Süßes. Es müssen ja nicht immer die „traditionellen“ Süßigkeiten sein. Ersetzen Sie Schokolade, Gummischlangen, Zuckerbonbons doch einmal durch eine etwas gesündere Variante. Zum Beispiel durch Muffins.

Und zwar durch Kürbis-Muffins. Der Kürbiskopf dient gerade in diesen Tag den meisten nur als abschreckende Deko, brutal ausgehöhlt und durch die Kerze im Inneren langsam und qualvoll zum Schmelzen gebracht. Kürbis geht aber auch lecker. Klar, Kürbissuppen kennen die meisten von uns. Aber zu Halloween sind Kürbis-Muffins mein absolut Bestes, was aus einem Pumpkin werden kann.

Woher kommt eigentlich dieser Brauch mit „Süßes oder Saures“?

Ich selbst habe den Hype um Hexen, Zombies, Monster, Werwölfe, Vampire und viele Gruselgestalten mehr nie erlebt (und vielleicht auch nie richtig verstanden. Das liegt vermutlich an meinem Alter. Denn so richtig en Vogue ist Halloween bei uns erst seit wenigen Jahren. Während die USA an Halloween Kopf steht, treibt der Brauch bei uns zwar noch zarte Blüten, aber von Jahr zu Jahr stärker. Das erkennen Sie eindeutig auch daran, dass einige Wochen vor der Gruselnacht vom Discounter bis zum Spielwareneinzelhandel jeder seine Auslagen mit Masken, Schminke und Verkleidungen füllt, um auch einen Teil des Halloween-Kuchens abzubekommen.

Seine Ursprünge hat Halloween vermutlich im 8. Jahrhundert: damals als keltischer Brauch und nach der Walpurgisnacht das zweitwichtigste Totenfest. Heute erinnert nur noch sehr wenig an die alten Bräuche und Traditionen. Das wohl bekannteste Ritual besteht sicherlich darin, dass Kinder (und immer mehr Erwachsene) von Haus zu Haus gehen und Süßes von den Bewohnern einfordern, weil es sonst Saures gibt in Form von Streichen. Der Ursprung liegt in „trick or treat“ – dem englischen „Streich oder Leckerbissen“.

Unsere Kürbis-Muffins

Für ca. 10 bis 12 der kleinen Leckereien benötigen Sie:

  • 250 Gramm geschälter und entkernter Speise-Kürbis
  • 150 Gramm Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Messerspitze Salz
  • Abrieb einer 1/4 Bio-Zitrone
  • 2 Eier
  • 100 Gramm Honig
  • 80 Gramm Kokos-Öl, geschmolzen (alternativ: Butter, geschmolzen)

Backanleitung:

  1. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze (180 Grad Umluft) vorheizen.
  2. Entkernten und geschälten Kürbis in Stücke schneiden und in eine backofengeeignete Auflaufform mit Deckel geben. Falls keine Auflaufform vorhanden, Kürbis-Stücke auf Alufolie legen und zu einem Päckchen verschließen.
  3. Kürbis in den Backofen stellen und in zirka 30 – 35 Minuten garen, bis er sehr weich ist.
  4. Kürbis aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit einem Pürierstab oder einem Food Processor zu feinem Brei pürieren.
  5. Mehl, Backpulver, Zimt und Lebkuchengewürz in einer großen Rührschüssel miteinander vermengen.
  6. In einer zweiten Schüssel Eier, Salz und Zitronen-Abrieb mit einem Mixer schaumig schlagen. Danach Honig, geschmolzenes Kokos-Öl (oder Butter) sowie 230 Gramm des Kürbis-Pürees unterrühren.
  7. Die dickflüssige Eier-Honig-Öl-Masse zu der Mehl-Backpulver-Gewürz-Mischung geben und mit einem Mixer auf geringer Stufe vorsichtig zu einem Teig verrühren.
  8. Muffinförmchen ca. ¾ mit dem Teig füllen.
  9. Bei 160 Grad Ober-/Unterhitze (140 Grad Umluft) zirka 20-25 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Und wer möchte, verziert das Ganze jetzt natürlich noch gruselmäßig. Schneiden Sie zum Beispiel Lakritzschnecken in ca. 5 cm. lange Stücke – als Spinnenbeine einfach in jeden Muffin gesteckt (6 Stück pro Muffin), kleben Sie zwei Schokoaugen drauf und wenn das Ganze noch echter wirken soll, einfach mit Schokostreuseln bestreuen. Fertig ist die gruselig süße Spinne. Zugegeben: Ein bisschen Zucker ist dann doch drin… Happy Halloween!