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Good Lack! Die besten Profi-Tipps rund um schön lackierte Nägel

Wer von Ihnen kennt nicht dieses tolle Gefühl, wenn man von einer Profi-Maniküre kommt und die Nägel in all ihrer farbigen Pracht erstrahlen? Daran kann man sich doch gar nicht satt sehen, oder? Allerdings – Hand aufs Herz – wie lange hält die Pracht wirklich, wenn es nicht gerade künstliche oder Gel-Nägel sind? Eben, meistens höchstens eine Woche. Ich habe bei der letzten Maniküre-Fotoproduktion mal genau aufgepasst – und hier sind die ultimativen Profi-Tipps, mit denen man das perfekte Lack-Ergebnis noch mindestens eine Woche länger genießen kann.

Nägel in Top-Form

Grundsätzlich gilt schon mal: Die Nägel einmal pro Woche feilen – nicht erst dann, wenn sie zu lang geworden sind. Immer nur in eine Richtung feilen, damit die Nägel nicht splittern. Bei gesunden und weichen Nägeln ist eine Glasfeile perfekt, bei brüchigen besser zu einer Mineralfeile greifen (z.B. von Artdeco). Ihr Vorteil: Mikrokristalle reiben sich beim Feilen in die Nägel und versiegeln sie.

Im Trend sind übrigens gerade oval geformte Spitzen, die leicht über die Fingerkuppe hinausgehen. Auch wichtig, damit der Lack gut zur Geltung kommt: die Nagelhaut mit einem Gummihuf vorsichtig zurückschieben.

So machen es die Profis

Bevor es ans Lackieren geht, muss erst mal die Basis stimmen. Wenn die Nägel uneben sind, ist ein Rillenfüller (z.B. „LCN No more Ridges“, 8 ml ca. 5 €) perfekt, weil er die Unebenheiten auffüllt. Bei dunklem Lack sollte auf jeden Fall ein Unterlack (Base-Coat, z.B. von Alessandro, ca. 5 €) aufgetragen werden, damit die Nägel sich nicht verfärben. Nach zirka fünf Minuten Trockenzeit kann die Farbe aufgepinselt werden.

Übrigens nützt es nichts, die Flasche vorher zu schütteln, um die Pigmente zu verteilen. Ganz im Gegenteil, denn dadurch gelangen Luftbläschen in den Lack. Besser: Das Fläschchen zwischen den Handflächen hin- und her rollen. So verteilen sich die Pigmente schön gleichmäßig.

Perfekter Auftrag:

Den Pinsel am Rand abstreifen und In der Mitte des Nagelbettes beginnen. Immer von der Wurzel zur Nagelspitze pinseln. Dabei einen Millimeter Platz zum Nagelbett lassen, damit der Nagel „atmen“ kann. Nach der Mitte sind die Seiten dran – mit drei Strichen sollte der Nagel ausgemalt sein.

Wenn mal was daneben geht…

Farbpatzer lassen sich mit einem Nagellack-Korrekturstift (z.B. von Catherine, ca. 10 €) beheben. Alternative: Rosenholz-Stäbchen mit etwas Watte umwickeln und in Nagellackentferner tunken. Damit lässt sich die Farbe punktgenau entfernen. Nach zehn Minuten Top Coat auftragen. Der schützt den Farblack und sorgt für tollen Glanz.

Nägel richten
Perfekte Nägel, die lange halten

Blitzschnell trocken

Was gar nichts nützt: Die Nägel trocken pusten, weil die Feuchtigkeit des Atems den Lack eher aufweicht. Auch das mit den Händen wedeln ist ein Ammenmärchen. Das Beste ist immer noch: Schön abwarten und nichts anfassen. Alternative für alle, die es eilig haben: Top-Coat, der den Lack in Sekunden trocknen lässt (z.B. „60 Sec. Top Dry“ von Misslyn, ca. 6 €) oder Schnelltrockner-Tropfen (z.B. „OPI Drip Dry, ca. 20 €).

Für samtweiche Hände

Wenn der Lack ganz trocken ist, werden die Hände eingecremt. Bei trockener Nagelhaut am besten auch noch etwas Nagelöl einmassieren.

Farbe schonend entfernen

Einen mit Nagellackentferner getränkten Wattebausch auf den Nagel legen und den Lack ein paar Sekunden aufweichen. Dann die Farbe in Wuchsrichtung des Nagels abnehmen. Das ist schonender als rubbeln. Wenn man nämlich von der Nagelspitze zum Nagelbett reibt, könnten Lackreste unter die Nagelhaut gelangen und Entzündungen verursachen.

Grundsätzlich gilt: Ruhig großzügig sein mit den Wattepads – vor allem bei dunklem Lack.

Gut zu wissen:

Bei Neigung zu Allergien sollte man am besten auf Lack mit reizenden Inhaltsstoffe wie Formaldehyd, Toluol, Dibutylphtalat und Campher verzichten.

Fotos: www.ralph-hartmann.com