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Jane Goodall: Botschafterin für Verständnis und Schutz

Jane Goodall Geschichte
Jane Goodall in Elemente Clemente, in einem Outfit aus 100% recycelten Materialien

Die Verhaltensforscherin, die das Verhalten von Schimpansen untersuchte, wurde 1934 in London geboren. Nach der Schule besuchte sie zunächst eine Sekretärinnen-Schule, 1957 war dann ihre erste Reise nach Kenia, wo sie der Direktor des Kenya National Museum als Assistentin einstellte. Er schickte sie 1960 in den Gombe Stream National Park, um Schimpansen zu beobachten. Dort gelang es Jane, gleich zwei der bis dahin wichtigsten Beobachtungen zu machen: Sie konnte beweisen, dass Schimpansen keine reinen Vegetarier sind, und beobachtete außerdem, wie ein Affe mit Hilfe eines Stocks Termiten aus einem Bau angelte: ein damals revolutionärer Beweis, dass nicht nur Menschen Werkzeuge herstellen und nutzen können.

1977 folgt die Gründung des Jane Goodall Insitute in den USA, um ihre Feldforschung weiter betreiben zu können. Das Ziel ist außerdem der Schutz der vom Aussterben bedrohten Schimpansen und mehr ökologische Bildung. 1986 nimmt Jane in Chicago an der ersten internationalen Konferenz zum Thema „Schimpansen verstehen“ teil. Mit einem Schlag wird ihr dort bewusst, wie weit die Zerstörung des Lebensraums der Schimpansen bereits fortgeschritten ist, und sie wird quasi über Nacht zur Aktivistin. Sie lässt ihre Forschungsarbeit und ihr Paradies in Gombe hinter sich und konzentriert von nun an ihre gesamte Zeit und Energie auf den Schutz der Schimpansen, der Artenvielfalt und der Umwelt.

Inzwischen bestehen 30 Institute weltweit, einige große Auffangstationen für Schimpansen und das Kinder- und Jugendprogramm Roots& Shoots in ca. 100 Ländern. Öko-soziale Projekte und Armutsbekämpfung in den Ländern sind wichtige Voraussetzung, dass sich die Bevölkerung für Umwelt- und Naturschutz engagiert.