Tippen und Enter drücken.

Erlebnis für die Sinne

Ich persönlich finde ja, dass der Mai die allerschönste Jahreszeit ist. Sattes Grün, zarte Blüten, Vogelgezwitscher. Alles ist so frisch und strahlend – einfach die beste Zeit für ganz besondere Natur-Erlebnisse. Hier sind meine Lieblings-Tipps:

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen entfalten viele Pflanzen ihre Düfte besonders intensiv. Genau der richtige Zeitpunkt also für einen Besuch in einem Aroma- und Duftgarten. Das Besondere daran: Hier gibt es nur Pflanzen, deren Blätter, Blüten oder Rinde einen aromatischen Duft verströmen. Der wiederum lockt viele Insekten wie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge an – überall flattert und summt es 😉

Im Syringa-Duft-Schaugarten in Hilzingen-Binningen (Baden-Würtemberg) reicht die Schnupper-Palette von beruhigend über lecker (Schokolade, Zitrone oder Minze) bis zu verführerisch. Es gibt dort echte Raritäten wie einen Duftrasen, eine Stinkpflanzen-Ecke, spezielle Duftpfade und Mondschein-Pflanzen.

Adressen von Duft- und Aromagärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz findet man unter http://www.garten-treffpunkt.de/lexikon/duftgarten.aspx

Freiheit für die Füße

Raus aus den Schuhen und über feinen Sand, taufeuchtes Gras, weichen Schlamm oder glatte Kiesel laufen ist eine echte Wohltat für unsere hochempfindlichen Fußsohlen, weil es die Reflexzonen stimuliert und dem ganzen Körper gut tut. All das und mehr kann man in einem Barfuß-Park.

Mein Favorit: der Barfuß-Park Egestorf in der Lüneburger Heide. Hier gibt es 60 Stationen mit unterschiedlichem Untergrund (z. B. nass, trocken, pieksig, weich, warm oder kalt), Schlamm- und Moorbecken und Yoga-Wald. Auch schön: der wilde Teil des Kurparks von Bad Bellingen am Oberrhein. Der 800 Meter lange Rundweg führt über Rindenmulch, der immer wieder unterbrochen wird durch Balancier- und Fühl-Strecken mit verschiedenen Materialien wie Steinbrocken, Kies, Sand und Schafwolle. Mittlerweile gibt es überall in Deutschland Barfußparks. Einen in Ihrer Nähe finden Sie unter www.barfusspark.info

Einmal alles bitte!

Und wer am liebsten gleich alles auf einmal möchte, fährt nach Bad Wörrishofen. Im 160.000 Quadratmeter großen Kurpark gibt es nämlich Duft- und Aromagärten, einen 1.550 Meter langen Barfußweg und die berühmteste Methode, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und das Immunsystem zu stärken: Wassertreten und Armgüsse à la Kneipp. Das kann man hier an den über 22 Wasserbecken in und um den Ort herum (mehr Infos unter www.bad-woerishofen.de)

Alles so schön grün hier

Der Mai ist auch die beste Jahreszeit für einen Besuch in einem Arboretum (vom lateinischen arbor für Baum abgeleitet). Und weil mein persönlicher Lieblings-Baumpark (mit über 4000 Baum- und Pflanzenarten auf 17,3 Hektar) sozusagen direkt um die Ecke liegt, bin ich immer schon pünktlich um 10 Uhr mit meiner Kamera da und kann die Pflanzen-Schönheiten noch ganz ungestört bewundern, bevor der Trubel losgeht. Meine Lieblings-Motive sind der Sumpfzypressen- und Bambuswald. Jetzt im Mai blühen hier auch die Päonien – unglaublich, wie groß die Blüten sind und was für eine Vielfalt an Farben, Formen und Düften es gibt. Absolut sehenswert – und bloß nicht die Kamera vergessen! Übrigens sendet der NDR-Fernsehgarten „Mein Nachmittag“ jetzt wieder regelmäßig live aus dem Arboretum Ellerhoop. Ein Arboretum in Ihrer Nähe finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Arboreten

Die jungen Wilden

Es ist schon erstaunlich, wie viele Pflanzen am Wegesrand essbar sind und sogar richtig gut schmecken. Und jetzt sind sie so richtig knackig und saftig. Weil Wildkräuter im Trend liegen, werden immer mehr Kräuterwanderungen angeboten. Unter wildpflanzenliebe.wordpress.com/plz findet man passend zur eigenen Postleitzahl Führungen in der Umgebung. Wer keine Lust auf eine Führung hat, kann im Internet unter www.wilde-genuesse.de/kraeuter/wildkraeuter nachschauen, welche Kräuter gesammelt werden sollen.

Meine Lieblinge – Sauerampfer, Löwenzahn, Taubnessel, Giersch, Vogelmiere, Birke und Brennnessel sind ideale Zutaten für einen rundum gesunden und leckeren Frühlings-Salat.

Kulinarische Mai-Stars: Erdbeeren und Spargel

Für mich gehört aber auch Waldmeister dazu. Ich habe ihn schon als Kind geliebt, weil der Wald im Frühling immer so wunderbar danach duftete. Klar, dass Maibowle bei uns schon lange Tradition ist. Dafür ein Sträußchen Waldmeister (8-10 Stiele) schon am Vortag pflücken, weil der Aroma-Stoff erst beim Verwelken freigesetzt wird. Alternative: Den Waldmeister im Eisfach eine Stunde einfrieren. Mit Küchengarn zu einem Sträußchen binden. 1 Liter trockenen Weißwein in eine Glaskaraffe füllen und das Sträußchen kopfüber an einem Kochlöffel, der darüber gelegt wird, für zwei Stunden hineinhängen. Die Stiele dürfen den Wein allerdings nicht berühren, weil sie Bitterstoffe enthalten. Die Flüssigkeit in eine Bowlenschüssel abseihen, einen Liter Sekt, 12 halbierte Erdbeeren und ein paar Minzblätter dazu geben und gut gekühlt servieren. So schmeckt der Frühling!