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Ein perfekter Adventsonntag

Wenn der Adventsonntag wie in diesem Jahr fast auf meinen Geburtstag fällt, wird der Adventskranz auf jeden Fall schon einen Ehrenplatz als Dekoelement auf meiner Festtafel bekommen. Aber natürlich wird die erste Kerze nicht vor Sonntag angezündet. Wenn ein Gast meint, er müsse vorzeitig zündeln, dann muss er „zur Strafe“ den Abwasch übernehmen.

Es gab schon Jahre, in denen ich meinte, auf den Adventskranz verzichten zu müssen. Um dann rechtzeitig vor dem 2. Advent doch noch schnell Kerzen für eine Improvisation zu kaufen. Das sind die Momente, in denen mir bewusst wird, wie sehr der Mensch in Traditionen verwoben ist und diese auch ein stückweit als sicheren Anker in kurzlebigeren Zeiten benötigt. Nicht zu vergessen, dass die Alarmstufe Rot für „spätestens-jetzt-muss-ich-die-letzten-Geschenke-kaufen“ von den 3 bereits niedergebrannten Kerzen klar signalisiert wird.

Backen hat Tradition

Eine weitere Tradition ist es, mit meiner Nichte Sabrina „Weihnachts-Brötle“ zu backen. Nach einem ausgiebigen Frühstück krempeln wir die Ärmel zurück, „beschürzen“ uns und stürzen uns ins Backvergnügen. Die Wahrscheinlichkeit für Schnee ist Ende November nicht sehr groß, also gebe ich mich notfalls auch mit Bodensee-Nebel oder noch besser Regen zufrieden. Bei Sonnenschein „Brötle“ zu backen ist für mich in etwa so, wie an Heiligabend bei 19 Grad und Sonne unterm Weihnachtsbaum zu sitzen. Da kommt das Bauramädle mal wieder voll durch. Bei schönem Wetter verspürt der Bauer eine innere Unruhe und meint, er müsse aufs Feld.

Mein wunderschönes, rotes Kaschmirkleid in leuchtendem Rot vertreibt auch bestimmt alle Trübsalgeister und garantiert die absolute Bewegungsfreiheit, die ich für Back-Sessions wie diese unbedingt benötige. Die Strumpfhose „Warm Deluxe Tights“ von Falke ist das gepflegte und wärmende I-Tüpfelchen zum Kleid.

Weihnachtslieder und Glühmost

Und ENDLICH haben die Weihnachts-Cds wieder Freigang. Als 80iger-Mädel höre ich natürlich Last Christmas von George Michael hoch und runter. Zumindest so lange, bis Sabrina blass um die Nase wird. Denn sie gehört zum „oh-Gott-mir-wird-übel“-Lager. Bei den Altmeistern Frank Sinatra, Mahalia Jackson und Co. kommt die Farbe in Sabrinas Gesicht zurück und wir schwingen nun nicht mehr nur den Kochlöffel. Die Box „It`s Christmas Time“ lässt nicht nur die Herzen von Jazz-Fans höher schlagen, sondern ist wahrer Ohr- und Seelenbalsam. Spätestens mit Xavier Naidoos „Hallelujah“ auf der großartigen CD „Sing meinen Song – Das Weihnachtskonzert“ ist der Vorfreudefunke aufs große Fest gezündet…

Obwohl mir nach so viel Süße eher nach etwas Herzhaftem zumute ist, wahre ich natürlich Tradition Nummer 3: Meine Freundin kommt auf eine Tasse heiße Schokolade zum „Adventskranz-Loben“ vorbei. Da mir mein Geburtstagsfest noch in den Knochen steckt, probieren wir zum frisch gebackenen Weihnachtsgebäck das neue In-Getränk Koawach. Wie der Name schon vermuten lässt, steckt in der heißen Verführung der Wachmacher Guarana. Feine Gewürze runden den Kakaogeschmack ab und sind ein Fest für die Geschmacksnerven und eine köstliche Alternative zum Kaffee bzw. Koffein. Natürlich gibt es Koawach in verschiedenen Geschmacksrichtungen und die Zutaten stammen aus fairem, lateinamerikanischem Anbau. Brötle + Kakao = Serotoninschub = die idealen Voraussetzungen für unseren anschließenden Weihnachtsmarktbesuch. Meiner Freundin, die vom morgendlichen Spaziergang noch durchgefroren ist, leihe ich übrigens meine traumhaft kuschlige Cape-Decke. Sie ist so begeistert, dass sie mich unverblümt fragt, ob ich denn noch wissen wolle, was sie sich zu Weihnachten wünscht…

Ich finde, das müssen wir bei einem heißen Glühmost  auf dem Weihnachtsmarkt „besprechen“. Da meine Cape-Decke heute also eine andere Schulter wärmt, greife ich zu meinem Allrounder, dem wohlig warmen und klassisch schicken Mantel mit verdeckter Knopfleiste von Uta Raasch. Der Stiefel mit Strassstein-Applikation ist mit einem wärmenden Textilfutter ausgestattet und vereint modische Ästhetik mit wärmender Funktionalität.

Glühmost ist meiner Meinung nach eine wohlschmeckende und bekömmliche Alternative zu Glühwein und lässt sich im Nu selber machen:

http://www.gutekueche.at/gluehmost-rezept-18546

Für „verfrorene Zeitgenössinnen“ wie mich sind warme Ohren und Hände ein wichtiger, ja sogar DER Wohlfühlfaktor. Damit die Frisur auch nach dem Weihnachtsmarktbesuch noch ihren Namen verdient hat, entscheide ich mich für die 80iger-anmutenden Ohrenschützer und die edlen Lederhandschuhe. Sie sind einfach unglaublich schön und elegant und mit ihnen lässt sich die Tasse auch noch komfortabel greifen. Und auch das Autofahren wird erträglicher, wenn man das zunächst eiskalte Lenkrad nicht direkt anfassen muss.

Das Cape kann ich Anna leider nicht vermachen. Aber diesen mögeligen und kuschligen Trendschal werde ich ihr gleich bestellen und kann damit den ersten Haken auf meine Weihnachtsgeschenkeliste machen. Ich bin sicher, dass sie ihn genau so lieben wird wie ich. Denn 50 % Kaschmir und 50 % Seide um den Hals sind ein wahrgewordener Traum.

Ich wünsche Ihnen schöne, gesellige vorweihnachtliche Stunden – genießen Sie diese romantische Zeit.